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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Dieser Satz ist unmittelbar aus hydrostatischen Gesetzen schonbewiesen, aus ihm fliesten folgende Zusätze:

Kalkarten sind spezifisch geringer als Thon-und Quarzarten zdaher mußten jene über diese aufgesetzet werden.

Da wir keine einzige Kalkart ganz rein finden, und durch ver-schiedene Mischung verschiedene spezifische Schweren in denselben entste-hen mußten, so haben sich auch die Kalkschichten nach Maas dieserSchwere übereinander aufgeleget.

Wenn man gleiche Maßen der niedersinkenden Materien an-nimmt, so müssen sie, je schwerer sie find, desto dünnere, und je gerin-ger sie find, desto dichtere Lagen formiren; denn schwerere Maaßen fallenmit größerer Geschwindigkeit und stärkerem Nachdrucke, und drängensich im Absetzen näher zusammen, als die geringeren. Daher find Thonschichten dünner als Kalkschichten, und daher müssen auch die oberenKalkschichtcn immer dicker werden, als die untern, über welche sie liegen.

Aus den Gegenden, die ich gesehen habe, und die mir zu diesenSchlüssen Anlaß geben, ist abzunehmen, daß bei dem Gemische desWassers mit verschiedenen Erdarten, die Masse talkartiger Materienungleich größer seyn mußte, als jene der thon-undguarzartigen; denndie höchsten und ausgedehntesten Gebirge bestehen aus Kalkschichten.

Die Absonderung der Materien, die einen geringen Unter-schied zwischen ihren Schweren haben, als z.V. der Kalkarten unter sichselbst, setzet einen ungemein großen Wasserstand Hber ihre Absetzungvoraus z bloß in einer ansehnlichen Fallhöhe kann der Unterschied dieserSchweren, der uns in verhärteten Körpern beinahe unempfindlich ist',durch die verschiedene Geschwindigkeit, und Anlangungszeit auf demBoden sich äusseren, und daher im Absetzen einige Pausen beobachten.Ob eben dieses Ursache ist, daß -er Thonschiefer sich in so dünne Schei-ben blätert, will ich Baumecn, und pörnern zu entscheiden überlassen.

Wenn man äuch unserer Erdkugel eine sphärische, oder späroi-dische Totalfigur zueignet, so läßt sich doch ganz wahrscheinlich vermu-then , daß eine allgemeine Ueberschwemmung ( und eine solche muß manannehmen, wenn die Schichten der hohen Gebirge durch Wasser sollenaufgesetzet worden seyn,) Ungleichheiten auf ihrem Boden bei der Ab-setzung erdigter Theile hervorbringen konnte. Stelle man sich diese

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