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nicht auf den höchsten Spitzen sondern in tieferen Gegenden der Ge-birge.
Nichts destowcniger kömmt es Grunern wenigstens in Anse-hung seines Schweitzerlandes unwahrscheinlich vor, daß diese Schalen-thiere über die so hohe Alpenkette, die das Land umgiebt, und durchwelche nur wenige von Flüssen beströmte Pässe find, bis in die Mittedesselben haben geworfen, und in ordentliche Lager verstreuet werdenkönnen. Weil er diese Bewohner des Meergrundes auch Familienweisein einigen Gegenden versteinert angetroffen hat, so ist er vielmehr ge-neigt, zu vermuthen, daß sie seit der ersten Schöpfung her, wo diehöchsten Gebirge noch tief unter Wasser lagen, diese Oerter behauptet,und, weil das Mittel der Schweiz vermöge ihrer von Borgen umgränz-ten Lage ein mitländischer See seyn mußte, dieselben sich darinn nochlange fortgepflanzet haben; unerachtet alle äusseren Wässer in ihrenHorizont herabgefallen sind. Von jener Ueberschwemmung also, dieich die bildende nenne, glaubt er die Anlage der schweizerischen Seege-schöpfe herleiten zu dürfen, nicht von jener, der ich den Namen derzerstörenden beylegte.
Daß Schalenthiere, wenn sie auch bloß Bewohner des unSunergründlichen Meerbodens sind, mit den ausgebrochenen Trümernhaben in die Höhe getrieben, und auf vielen unter der Fluth stehendenBergen abgesetzet werden können, ist aus oben angezogenen Ursachensehr begreiflich. Wenn ich mir hier die erstaunliche Wasserhöhe, inwelcher eine allgemeine Durcheinanderwerfung, Zcrmalmung und Ver-mischurg vorgegangen ist, noch hinzudenke (und dazu verleitet michdas Aussehen unserer dermaligen Erdrinde) so scheinet mir die Möglich-keit dieser Uebersetzung beynahe unwidersprechlich zu seyn.
Wenn die Lage der Schweiz einen grossen mitländischen Seevermuthen läßt, der nach Erniedrigung der Wässer auf die bildendeUeberschwemmung lange noch fortgedauert hat, so konnte dieser mit-ländifche See auch lange nach der zweyten zerstörenden Ueberschwem-mung bestehen ? wo sich dann ganze Familien der Schalenthiere auf die
Flöze