Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Historie liefert uns davon eine Menge Beyspiele, die wir nicht ohneUngereimtheit wegläugnen werden. Ihren Ursachen können wir durchMuthmaßungen mit Hilfe der Analogie zwar nahe kommen, aberschmeicheln dürfen wir uns nicht, sie alle so zu errathen, daß uns nichtirgend ein Zweifel übrig bleibt. Zugrosser Abstand zwischen uns, undden Triebfedern, die in einer unermeßlichen Tiefe auf die mannigfaltig-ste Art wirken! allein, damit ich einmal mein Argument schließe, wie-viel mehr haben alle uns bekannte, und unbekannte Ursachen wirkenmüssen, da das Meer aus seinem Schranken trat, und über die höch-sten Berge hinausschwoll.

Wozu aber (werden sie denken) habe ich mich bemühet, dieZerstörungen des Meergrundes zu beweisen? was gewinne ich mit die-ser Ausschweifung bey der Materie der Kalkschichtengebirge, die meinHauptgegenstand sind? Ich glaube durch die wenigen Beweise, die ichfür die Veränderungen des tiefsten Meerbodens anführte, ein sicheresMittel erhalten zu haben, das Phönomen in der Natur zu erklären,daß Schalenthiere, die uns in ihrer natürlichen Lebensverfassung unbe-kannt sind, deren Geburts-und Aufenthaltsörter wir eben deswegenin den tiefsten Meergrüuden vermuthen müssen, versteinert auf so hohenGebirgen angetroffen werden, und warum keine Versteinerungen in denvon mir beschriebenen Kalkschichten anzutreffen sind. Grüner ein inder Naturgeschichte seines Vaterlandes sehr erfahrner Mann liefert unsin seiner Naturgeschichte Helvetiens in der alten Welt (') einenAuszug der Gattungen sowohl, als der Fmdungsörter von gedachtenSchalenthieren. Der berühmte de Lüc hat auf seiner Reise nach densavoifchen Eisgebirgen in einer Anhöhe von 7844. Fuß über der Ober-fläche des Meeres deutliche Eindrücke von Amonshörnern gefunden. (**)In Krain und dem Littoral überhaupt sind zwar hie und da auf be-trächtlichen Anhöhen Versteinerungen von Seegeschöpfen entdecket wor-den, allein (gleichwie auch Grüner von den schweitzerischen Alpen sagt)

A r nicht

<*) Beyträge zur Naturgeschichte des SchweizerlandeS Bern 177;. §. 5 .<**) Eben daselbst im -len Stücke G- ;i.