Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Ebenen von Ungarn und Bannar ein ungeheurer See, oder vielmehrein mittelländisches Meer seyn mußten. Man begegnet hier häufigenVersteinerungen der Seegeschöpfe. Das Ufer der Donau bey Salan-kamcn ist von Austerschalen, Echiniten, Turl'ittiken, und andern Mu-scheln so sehr besäet, daß man sich, wenn sie nicht versteinert waren,am Gestade des Meeres zu seyn glaubte. Die Berge bey wcrfchcy .und Bogschan, die wie ein Vorgebirge gegen das flache Ban, rat hin-aus liegen, haben ganze Schichten verstemeter Muschel und Gerippevon Seethieren. Auf den Ebenen selbst in deren Mitte man kein Ge-birge zu Gesichte bekömmt, hat man ungeheure Körper der Walisischeaus nicht sehr grossen Tiefen ausgegraben. Der Flugsand, welchervon Stürmen herumgetrieben, und in wandelbare Hügel aufgewehetwird, bedecket viele Qnadratmeilen von den Gegenden der Donau:und überhaupt ist jener Theil des Bannars, der sich zur Donau hinwen-det, mit unzählbaren Erd-und Sandrückcn besetzet, die wellenförmig-js an die Wasserebenc dieses Flusses abwachsen (*). Siebenbirgcn hat

die

(?) Ich will zu mehrerer Erläuterung dessen die Nachricht meines Freundes, desHrn. Ingenieur Fischers hieher sehen. Ich muß hier einen Begrif milchet,len, den ich mir überhaupt von der Entstehung der Flüsse aus der Betrach-tung Siebenbürgens mache. Aus der Lage der hohen Gebirge, als dem Gitzeder Quellen mulhmasse ich, daß zwischen selben, als in einem tieferen Orteentweder durch höher gelegene Quellen; oder, (wie der hiesige Herr Thesau-'' riatsrath von Fichte! in seiner Versteincrungsgeschichte von Siebenbürgen dafürhielt); daß ein jenseits der Karpathen gelegenes Meer das zu ihrem Grund«die Moldau und östlicheren Gegenden mochte gehabt haben, durch Siebenbür-gen abgeflossen wäre , durch diese Fluch habe sich das Gewässer so lange ver-^ sammelt, und einen See formirt, bis selb« die niedrigste Stelle der Gebirgeübersteigen, und einen Abfluß in einen andern dergleichen von Bergen umgranz-ten Raum gewinnen könnte, der seinen Abzug wieder am niedrigsten Orre sei,nec Gränze erhielt, und so weiter. Dieser Zu-und Abfluß fegte die Stellen herWasserfälle so lange aus, bis sich endlich ein Thal eröfnete, durch welches derUrberreft der Fluth oder des gefummelten Qucllwaffers mit einem ordentlichenFluß« ihren Abzug fand, den das Gewässer noch heut zu Tage folget. DieMacht des überfallenden Stromes machte die laimigten Gebirge sinken; daherdann die so vielen steilen Wände auch in einer grösseren Entfernung von de»

Flüssen