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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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ches -er höhere losgerissene Teich alle tiefer liegenden überstimmet,ihre Dämme sprengt, und ihre Betten nicht nur mit Erde, sondernmit Ccntnerschwerem Gesteine überschüttet; wenn ich dieses alles alshöchstglaubwürdig voraussetze, so scheine ich mir die Erklärung wagenzu dürfen, wie ein mittelländischer Meergrund, auf dem sich ganze Fa-milien Schalenthiere ruhig durch viele Jahre aufhielten, mit einer neuenErdschicht mehrere Klafter hoch habe bedecket werden können: oder wiees möglich war, daß über bewachsene, und mit Waldung besetzte Ge-genden ein neues hohes Lager verschiedener Erd-und Steinarten auf-gehäufet ward. Zum Beyspiele will ich hier den passcircr See in Ty-rol anführen. Man weiß, daß dieser See auf folgende Art entstund.Ein Bach, der durch das Thal zog, unterspühlte einen Berg, der mei-stens von Lehm aufgesetzet war. Der Berg stürzte ein, und schloß dasThal mit einem Damme, der den Abfluß des Baches verhinderte, unddas Wasser bis zu seiner Höhe aufzuschwellen, das ist, einen See zuformiren, zwang. Der Damm ward endlich überstiegen, und weil dasWasser denselben durchfraß, so drohete er wirklich den Einsturz, als er,vor einigen Jahren von Hrn. Professor Walcher (*) untersuchet ward.

In der neuen tyrolischen Karte ist ein See im Rosenthale an»gemerkt, der in den Jahren 1678. 1679. und is8i. völlig ausgebrochenist, und im Jahre 1771. sich wieder gesammelt hat.

Wenn wir alle Thäler, und Ebenen, durch die ein grosser Stromz. B. die Donau, von Schwaben angefangen bis in das schwarze Meer,hinab fließt, mit obachtsamen Auge betrachten, so finden wir die engenThäler meistens bis auf den Steingrund ausgewaschen. Felsichte Uferund Wände bezwingen nur die Gewalt seines Wassers, daß es weder indie Tiefe, noch in die Weite arbeiten kann. Ich habe oben gemeldet,daß diese Felsengründe nicht unter der freyen Luft, sondern tief unterder Dammerde erzeuget werden konnten. Nun die ganze obere Decke,die einmal meilenlange Thäler ausgefüllet hat, ist itzo weggehoben, und-er Strom wälzt sich durch entblößte Klippen fort. Wohin anders

also

(*) Nachrichten von den Eisbergen in Tyrol. Wien 177z.

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