Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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als» können jene ungeheuren 'Erdmchfen gekommen seyn, als in jene Ebe-nen, in die sich der'Strom, nachdem et die engen Thaler verließ, untallem seinen Gewässer ausgvß, und worauf er, weil er ein ordentlichesSeebette fand, alles rmrgeführte Erdgernenge gelagert hat.

Selbst auf grossen Flachen entdecken wir Spuren, daß Strö-me ganze Hügeln und Berge zerstöret haben; theils weil allda beynahekein Punkt ist, wo nicht einmal der Strom seiu n Weg genommen,mithin seine Gewalt ausgeübet hatte, theils, weil, wie ich oben sagte,die Erniedrigung der Wasser selbst Ursache zu manchem grossen Einstürzegiebt. Alle Jahrbücher sind voll von traurigen Begebenheiten, die sichdurch jähe Ergießungen in allen Ländern ereignet hab.»: besonders wis-sen uns gebirgichte Provinzen unzählige Beyspiele ih-er durch Flüsse ver-anlaßten Verheerungen auszuweisen. Ich werde keine Unwahrheit sa-gen, wenn ich behaupte, daß im flachen Unterlande beynahe kein Sand-korn ist, das nicht einmal im Obrrlande gewesen wäre: denn mau darfnur einen obachtsamen Zuschauer jener Überschwemmungen machen, diejährlich in den Gegenden grosser Flüsse sich ergeben, um zu schließen, wieviel Erde und Gesteine seit undenklichen Zeiten aus den oberen Gegen-den herabgetragen worden, und wie die mittelländischen Seen, derenAbfluß nach eben den Bewegungsgesetzen der Flüsse geschehen mußte,gegeneinander, oder gegen trockene und bewachsene Ebenen mögen ge-wirket haben. Alles dieses macht mich geneigt, die Ueberschüttung derMeergründe und bepflanzter Gegenden als eine Wirkung abftrörnmen-der grosser Landmecre anzusehen.

Wenn ich also das Glücke hatte, bey Niedertreibuug einesSchachtes auf den zweiten und dritten Meergrund, oder auf mehrereSchichten Dammerde zugerathen, so würde ich borzügl ch die Lage die-ses Ortes in Ueberlegung ziehen; ich würde die nächste Geb rgskette,oder auch nur die aneinander haltenden Rücken der Mittelgebirge wohlbetrachten. Mit vieler Zuversicht würde ich darm den Grund diesesPhönomcus in eitler Umschließung dieses Ortes von höherem Lande auf-suchen , und vielleicht das Vergnügen haben, ihn eher als durch andereWege zu entdecken. Niemals aber würde ich deu kühnen Schritt wa-gen,

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