45
gerirung des Minerals in Scheidewasser (zr.) Der durch die Behand-lung mit Eisenvitriol erhaltene gelbe Niederschlag wog zo Pfunde.Da ich (zi.) beobachtet hatte, daß sich dieser Niederschlag in derSalpetersäure auflöse: so versuchte ich, ob durch diesen HündgrifdasGold, welches durch den Eisenvitriol zugleich niedergeschlagen wor-den seyn mußte, auszuscheiden wäre. Allein das wenige Uiberbleib-sel, welches mir die Salpetersäure zurück ließ, war nach dem Aus-füllen, Trocknen, und Ausglühen nichts als feiner rother Eisenocher,in welchem keine Spur vorn Gold zu sehen war. Vermuthlich hattesich also bey dem vchrigen Niederschlage, des fleißigen Absüssens un-geachtet, doch so viel Küchensalzsäure aus dem Köngswasser zurückgehalten, als nöthig war, mit der hinzugekommenen Salpetersäuredas Gold wieder aufzulösen.
Z9. Endlich digerirte, und kochte ich unser rohes Mineral in einer star-ken Lauge von feuerfestem milden Gcwächslaugensalze. Es wurdeaber von diesem nicht angegriffen.
40. Noch muß ich ein paar Versuche hier nachtragen, welche ich mitdem rein geschmolzenen Mineral angestellet habe, so von der Behand-lung desselben mit ätzendem Quecksilber Sublimate am Grunde derRetorte (17. a.) zurücke geblieben ist.
Mit Säuren verhielt es sich wie rohes Mineral.
Auf dem gemeinen Probierwcge gab eS ebenfalls, wie jenes, kei-nen Goldgehalt.
1 Theil mit 12 Theilen Bley zusammen geschmolzen, und eine hal-be Stunde unter der Muffel fliesten lassen, machte es das Bleyspröde, brüchig, und gestreift.
L. Auf einem Röstscherben verrauchte es unter der Muffel in einerdunkeln Rösthitze mit einem dicken hellwcissen Manche, ohne merk-lichem Gerüche, entzündete sich, brannte mit einer LichtblauenFlamme, und ließ von roo Pfunden 4 Loth Gold in mehreren
F z ' klei-