Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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schiffe, sie thatken wechselweise Sprünge aus dem Wasser, und esschien, als wenn sie sich geflissentlich bemühetcn uns einzuhohlen, indessenkamen sie doch dem Schiffe nicht so nahe, daß ein junger Amerikanerder an der Spitze desselben mit einer Harpune auf sie lauerte, einenhätte erreichen können.

Am 4ten. Niemand wußte noch gestern, was das unterhaltende Spietder Meerschweine, das uns so sehr ergözte, zu bedeuten hatte (denn siesind nach sicherer Beobachtung der Seeleute allezeit Vorboten einesstärkeren Windes) und wir legten uns ganz unbesorgt zu Bette, aberkaum war der heutige Tag angebrochen, es war beyläufig halb 4 Uhr,da alles durch den unvermutheteften, und heftigsten Sturm der sich vonNordwest erhub, aufgeweckt ward, alles, was im ganzen Schiffe be-weglich war (und matt war so unvorsichtig bisher weder unsere Koffers,noch anderes Gcräthe zu befestigen) wurde durch die gewaltigsten Stösseaus seinem Orte geworfen: Meine Chatouillc, die ich neben mir stehenhatte, war im Bette, und ich lag auf der Erde, als ich das Getoseder Rollen und des Thauiverks, das fürchterliche Brausen der Windesowohl, als der stürmischen See, den entsetzlichen Lerm, der vom Ver-decke bis zu den äussersten Mastspitzen sich wechselweise zuruffenden Offi-ziere und Matrosen, die fast nicht im Stande waren, geschwinde genugdie Segel aufzuwinden, zum erstenmale vernamm. Ich bemühete michm dieser Verwirrung auf die Decke des Schiffes zu steigen, wo ich esaber, theils wegen der mit jedem Augenblicke erneuerten Lebensgefahr,da ich mich bald auf einen Thurmhohen Wasserberg erheben, und davongleich wieder in ein eben so tiefes Thal herabstürzen sah, theils da dieWellen selbst oft über das ganze Verdeck weggiengen, nicht lang aus-halten konnte; was jedoch bei diesem allen die Gefahr noch grösser, unduns insgesamt trostloser machte, so hatten wir die Quells noch nichtpassirt, und durften also, ohne gröste Besorgniß in kurzer Zeit an eineKüste geworfen zu werden, uns dem Winde nicht ganz überlassen, son-dern mußten bei aller seiner Gewalt, mit der er schon die Hälfte desSchiffes nach einer Seite unter dem Wasser gedrückt hielt, noch einigeSegel gespannt halten, um uns immer, so viel als möglich war, vondem Lande zu entfernen. Gegen 7 Uhr ließ die Heftigkeit des Winde-etwas