Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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griffen, so zwar, daß ich gegen Abend ohne Empfindung und alles Be-wußtseyn in das Beth getragen werden mußte.

Am 2ten. So übel ich gestern war, und so wenig angenehme Täge ichmir für die Folge dieser Reist versprechen konnte, so gut und heiter be-fand ich mich heute, denjenigen hingegen, denen es gestern gut war,gieng es heute desto schlimmer. Ich stieg in aller Früh auf das Ver-deck, und erblickte an den steilen, weißen Kreidebergen die Küste vonEngland, wir hatten also seit gestern Mittag schon 80 Seemeilen zurück-gelegt. Der Wind war noch immer günstig. Gegen Mittag begegne-ten wir einer englischen Fischerchaluppe, auf die wir den amerikanischenGesandten am brittischen Hofe, Herrn Laurenz, den wir bei uns amBord hatten, und anfänglich bis nach Portsmouth zu begleiten gedach-ten , abstzten. Nachmittags und die ganze Nacht hindurch war der Windfast ganz westlich, und also unserer Richtung entgegen so, daß wir blosdurch Laviren etwas weiter kommen konnten.

Am zten. Heute hatten wir Südostwind, und gieugen merklich ge-schwinder , als gestern. Ungeachtet wir uns bisher immer in derklanLlie mehr zur Rechten hielten, so konnten wir doch heute wegenregnichten und trüben Wetter nichts von der englischen Küste zu Gesichtebekommen, einige Schiffe und Penguins von Ferne waren es auch denganzen Vormittag allein, was wir außer dem Lufthimmel und Wassersthen konnten. Der Kapitän erzählte uns, daß während der Nacht einholländisches Kaufartheyschif unserer Fregate gerade entgegen gesegelt,und ihr schon so nahe gekommen war, daß, wenn es nicht noch zeitlichgenug von unserer Wache entdeckt worden wäre, beiderseits das größteUnglück hätte entst Heu können. Gegen Mittag heiterte sich das Wet-ter mit einem ganzen Sudwinde völlig auf, und wir sahen uns auf ein-mal der englischen Landspitze (Starr poinr) so nahe, daß wir Dörfer,Landhöfe und Felder deutlich genug ohne Fernglas unterscheiden konnten.Der Wind wurde nach und nach äußerst schwach und die See zeigte sichganz ruhig; bei dieser Gelegenheit genoß ich eine der angenehmsten Un-terhaltungen eines Seefahrers: es näherten sich ncmlich zu verschiede-nen Malen ganze Reihen von mehr roo Meerschweinen unserm