Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Am rsten. Der Wind war heute Nordest, und sv günstig, daß wirMeistens 7-8 Seemeilen in einer Stunde zurücklegten. Nach der Mei-nung einiger von unsern Schtfsoffizieren hatten wir uns schon so vielgegen Westen genähert, daß wir in Tägen -ie Küste von Amerikazu sehen hoffen konnten. Unsere schmeichelnde Hofnung wurde auch nochmehr gestärkt, da uns eine grosse Menge von Seegrase (kucus l..)entgegen geschwommen kam, das die englischen Seefahrer unter demNamen von Oolk-koLk und 8 sawooä unterscheiden; es wurde meistensbei stillem Wetter aufgefischt, und die kleinen sich darin» befindendenKrabben lebendig gegessen. Unsere Sehnsucht bald an Land zu kommen,ward auch um so viel grösser, da wir im widrigen Falle bald einenWassermangel zu befürchten hatten, indem wir während unserer Reisedurch einen von Ratzen oder Mäusen verursachten Schaden mehrereTonnen Wasser eingebüßt hatten; es war dieses Wasser noch aus dervellLWLrs, und machte also schon die zweite Reise zur See, denn manversicherte uns, daß sich dieses amerikanische Wasser viel besser, als un-ser europäisches auf dem Meere erhielte, und ich muß gestehen die gan-ze Reise hindurch ziemlich gutes Wasser getrunken zu haben. GegenAbend begegnete uns ein Transportschif von Neuyork, das hessischeTruppen, die im englischen Solde waren, nach Europa zurücklteferte;es war seiner Aussage nach schon den zwölften Tage auf der Reise.

Am zoten. Heute waren wir nach unserm Kalkül noch 10° von Phi-ladelphia entfernt, wir sahen auch schon verschiedene Landvögel, undder Wind war ein viel versprechender Nordost. Meine Beschäftigungwar indessen, wie täglich: die Meilen, die wir in jeder Stunde zurück-legten, den Wind, die Länge und Breite, Witterung und Abweichungder Magnetnadel anzumerken, das zwar bisher nur eine trockne Listeist, vielleicht aber durch sorgfältige Vergleichung bei andern Seereisenmit der Zeit nützlich werden könnte. Gegen die Nacht ward der Windziemlich stark, so, daß bei jeder. Welle das schäumende Wasser ganzFlamme zu seyn schien, ich ward hiedurch sowohl, als die in der Folgegemachten Beobachtungen überzeugt, daß wo nicht ganz, doch größten-»theils das Leuchten des Meers zur Nachtzeit von einer PhosphorischenEigenschaft des salzigten Wassers selbst abhienge.