Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Anmerkmig. Die erste Art wird erzeuget an der Fürst solcherOrte, wo Tagwässer durch Gebürgsklüfte in die graue Zalda einsin-tern, und sich die von demselben mitgenommene Salztheile beim Abtro-pfen in hohlen Stalaktiten absetzen. Die zweyte äftförmige Art ent-stehet zwar wie die vorige, doch aber auf der Sohle durch die auffal-lenden Tropfen. Die dritte endlich findet sich nur da, wo die Wasserdurch die rothe Midlarka durchsinteru. O) Diese letztere Art ist dieeinzige gefärbte Kochsalzart in Wieliczka, und es ist daher nicht begreif-lich, wie der ungenannte Author eines französischen Aufsatzes (l>) sagenkonnte: es gebe in diesen Gruben Säulen von rubinrothen, smaragd-grünen, und saphirblauen Salze, wenn es nicht optischer Betrug war,der durch die Refraktion der Grubenlichter entstand.

Num. 41. Würsiich krystallisirtes Kochsalz auf Holz; ausBonkle in der ersten conüZNLrlon. der neuen Berge.

Num. 42. Würfiich krystallisirtes Kochsalz in freyen Würfelnausdichten mit grauen Thon gemischten Kochsalz; eben daher.

Anmerkung. Diese Arten entstehen,, wenn die Grubenwässersich versenken, und wohl gesättiget einige Zeit stillstehen, da dann dasSalz sowohl auf Holz als Salz , und Gebirgsarten,. meistens auf deruntern dem Boden zugekehrten Seite in Würfeln anschießt.

Num. 4?. Schwammig getreustes im Bruche schimmerndes,zerreibliches Kochsalz; aus Droszdswic in der ersten coiniZiwrioii derIanina Berge.

Anmerkung. Diese schöne weisst Salzart wird erzeuget, wodie Wässer gleich einem Schweiß aus dem Gebürge hervordringen oder

wo

(») Die Theorie dieser Salztropfsteine ist gerade dieselbewie die jedes andernTropfsteins.

fb) S. ^lelsnxer a'liHtoirc nstvi'elle 1 *. V. 454.