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Erster Band. A - K.
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XIX
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Nevis

XIX

Oranienburg

demnach das liebliche Carson-Thal, dessen grosser Mineralroich-thum , namentlich an Silber, und wunderbare Fruchtbarkeit, selbstbei der rohesten Kultur diese Region zu einem reichen und bevöl-kerten Staat umwandeln.

Nevis, brit. Besitzung, 50 engl. QM., 1862 mit 9822 E.; öffent-liche Einnahme 6786, Ausgabe 61.61 Pfd. Stlg.; gesammter Gehaltder ein- und ausgelaufenen Schiffe 17.017 Tonnon. Werth der Ein-fuhr 81,125, der Ausfuhr 42,869 Pfd. Stlg.

Ngami-See in Südafrika, zwischen 20° 23' u. 20° 40' s. Br., u.20° 11' u. 20° 46' ö. L. v. Par., 14 Q.-M. gross , bildet die nördl.Grenze der südafrikanischen „Sahara“, der grossen Wüste Kalehri,welche sich von den südlichen Ufern des SeeB bis hart an die Uferdes Orangeflusses erstreckt und gegen O. und W. von Gross-Nama-qua und dem Bitscbuana-Lande begrenzt wird. Nahe an Beinernuordwestl. Ende wird der Ngami durch den Tiuge gespeist, einenschmalen, aber tiefen Fluss von grosser 'Wassermasso, wenn er vollist. Das nördl. Gestade des N. ist niedrig, sandig und ohne Vege-tation ; die Bildliche Seite ist beträchtlich erhaben; das Westende,reich an WaBBervögeln, hat sehr flaches Wasser; nach dem östlichenEnde wird der See tiefer und fliesst dort in dem stattlichen Dsugaodor Zuga ab. An den Ufern dos Sees wohnteiu kleiner Betschuana-Stamm , Batoaua genannt. Der See und seine Flüsse sind reich andem Hippopotamus, für die Uferbewohner ein wichtigor Gegenstandder Jagd, und an Fischen.

Nicolai, St. in Preussen, 4608 K. (1864),

Nicosia hat als eigentt. St. 14,261 E., als Grnd. 14,731 E.

Nlederthal, Ort in Badon, Oberrheinkreis, A. Emmendingen,160 E.

Niederzell, Wir. in Baden, Seekreis, A. Conatanz, 169 E.

Niegata, Bucht in Japan, Prov. JetBigo, welche die Gewässerdes Sinanogama aufnimmt, die sich durch drei Mündungsarme indie japanische See ergiessen. Die grossen Städte Takada , Naga-oka, Sibata , Muragami, Idsumo-saki und Muramatsu liegon in die-ser Provinz, welche hauptsächlich Blei, Goldlack, Wachs , weissonSenf, verschiedene Baumwollwaaren, weisse Hasen, den Stör lindandore Fische, Tannen- und Lärcheubolz liefert. Der Hafen vonÄiWty sollte den Europäern geöffnet sein.

Njlielm, St. in Preussen, 1709 E. (1864).

Njkolaikeii, St. in Preussen, 2176 E. (1864).

Mmegk, Nlemegk, St. in Preussen, 2494 E. (1864).

mniptscli, St. in Preussen, 2170 E. (1864).

Mutschwang, Nio-tgchunng oderNiu-chwang der Engländer,St ’ V n “ r Hafen in China, am Flusse Liau (Leao). Die Stadt liegt 20engl. M. oberhalb der Flussmündung und soll von bedeutender Aus-dehnung u. Handelswichtigkeit sein, ihr Hafen aber, ebenfalls einegrosse Stadt, ist 2—3 engl. M. innerhalb der Mündungsbarre.

Nizza, einer der reizendsten, von Natur u. Kunst begünstigsteuOrte Europas, liegt nicht and. Mdg. deB Var, sondern ungef. gi^N.östl. von diesem Fl. entfernt auf einem aus dem Thal des Paillonfl.heraus gerade nach Süden zu fächerförmig gebildeten Anschwem-mungsdelta, welches jedoch in seiner Mitte durch den einzeln amMeeresufer emporragenden schroffen Felsen des Schlossberges in 2Hälften (eine östliche mit der Altstadt und dem Hafen und einewestliche mit den Neubauten, Flussufern, Promenaden und Boule-vards u. 8. w.) t getheilt wird. Besonders sind die nahe dem Meereliegenden Quartiere wogen der Seeluft sehr gesund und mit präch-tigen Wohnungen und Spaziergängen versehen. Das Klima vonNizza ist allgemein als ein im Verhältnis zur geograph. Breite sehrwarmes und zugleich trocknes anerkannt. Es hat jährlich etwa225 schöne Tage, 66 trübe. Mittlere Wärme des Jahres 15,6° C.,dos Winters 9, des Herbstes 13, des Frühjahrs 18, deB Sommers 28,der Winter ist durchschnittlich schön und mild.

Nörenberg, St. in Preussen, 2703 E. (1864).

Norlnirg, Fick, (nioht Stadt) in Schleswig, 1289 E. (1864).

Nordamerika, die ungeheuere Ländormasse vom 8° n. Br. bisnoch unbestimmtem Punkte gegen den Nordpol zu und zwischen56° und 166» w. Xi. v. Grwch., wird zu einem Flächeninhalte von373,000 QM. berechnet. Wir Btellen hier nur die einzelnen Länderzusammen und verweison im Uobrigen auf die betreffenden Artikel.Die einzelnen Landabtheilungon sind: l)die Nor dp o lar län der,die sich in einen westlich-arktischen und östlich-arktischenArchipel (Grönland) theilon. 2) Russisches Nordamerika.3) Britisches Nordamerika und zwar: a) die Länder derHudsonsbai-Compagnie, b) die koloniBirten britischen Provinzen:wie (Janada, Neu-Braunscliweig, Neu-Schottlaud und Cap Breton,Prinz-Edwards-Insel und Neu-Foundland, und Britisch-ColumhiauüdVancouver nebBt den Bermudas-Inseln, 4) Die französischeKolonie St. Pierre et Miquelon. 6) Die Vereinigten Staatenvon Nordamerika.

Nordenburg, St. in Preussen, 2688 E. (1864).

Nordliausen, St. in Proussen, 18,541 E. (1864)

Nordracli, Kol. in Baden, Mittelrlieinkr., A. Gengenbach,156 E.

Nortorf, Fick, (nicht Dorf) in Holstein, 1618 E. (1864).

Nossen, St. in Sachsen, 2646 E. (1864).

Noto, Provinz in Sicilien, 3697 Quadrat-Kilometer gross.

Novnra hat als eigontl. St. 14,395 E., als Grad. 27,528 E.

Nukuhlvft, Marquesasinsel hat nur 1200 Einwohner mit 2 Mis-sionären.

Nutrias, Ort und Handelsplatz in Venezuela, Prov. Apure, amFl. Apure.

o.

Obernclk, Df. in Schleswig, sttai. von Schleswig. TreffenObcrwesel, St. in Preussen, 2685 E. (18641. 18ß4 ‘

Obornik, St. in Preussen, 1091 33. (1864).

Obrzycko, St. in Preussen, 1637 E. (3864)

Obydow, Df. in Oesterreich, Galizien, Kr. Zloczow Bes K»mionka strumilowa, 1021 E. ’ i * ez - Ka ~

Odenkircheu, St. in Preussen, 7853 E. (1864)

Oderborg, St. in PreusHen, 3020 E. (1864)

Oebisfelde, St. in Preussen, 1851 E. (1864)

Oederan, St. in Sachsen, 5376 E. (1864). *’

Oelde, St. in Preussen, 2891E. (1864).

Oels, St. in Preussen, 6847 E. (1864)/

Oelsnitz, St. in Sachsen, 5289 E. (1864)

Oesterreich. - Was die Provinrial-Vorwaltung in den deutschslavischen Kronländern betrifft, so heissen die früheren iTaregierungen in Salzburg, Kärnten, Krain, Schlesien und der ih.irnlwina jotzäLandesbehÜrden und ihr Vorstand führt a«« rYiAL,Landeschef. Das Krakauer Verwaltuugsgebiot wurde mit demLembergor vereinigt und die Landesregierung z U Krakau auf-gehoben. Ferner wurde die Kr eiseintheilung in OeBterrAlrhunter und ob der Enns, in Steiermark, Küstenland, Tirol-Vorarl-berg und Mähren aufgelasBen und ein Theil der Geschäfte derfrüheren Kroisbehörden den Bezirksämtern übertragen. Diezischen Kreise wurden auf 16 reducirt. — Für Ungarn undSiebenbürgen a. diese Länder im Nachtrage. In den deutscli-Blavischen Kronländern Bind die Landtage aus den Erzbischöfenund Bischöfen, den Rektoren der Universitäten, den Abgeordnetendes grossen Grundbesitzes (in Tirol des adeligen GroBsgrundbe-aitzea, in Dalmatien der Höchstbesteuerten) dor Städte u. Märkteder Handels- und Gewerbekammern und der Landgemeinden dieauf 6 Jahre gewählt werden, zusammengesetzt. Der Vorsitzendede * Landesvertretung und dessen Stellvertreter werden vom Kaiser£us der Mitte des Landtags auf 6 Jahre ernannt; eraterer heisst inBöhmen „Oberst-Landmarschall,“ in Nieder-Oesterreich und Gali-*lön „Land-Marschall“, in Dalmatien „Landtags-Präsident“, in denÜbrigen Kronländern „Landeshauptmann“. Als verwaltendes undausführendes Organ der Landesvertretung besteht der Landes-ausschuss, der aus dem Landtags-Vorsitzenden und aus Mit-gliedern des Landtags, die aus seiner Mitte gewählt werden, ge-bildet ist. Der Landtag versammelt sieb jährlich einmal nachuaiaerl. Einberufung in der Landeshauptstadt. Triest mit Gebietwird durch die Municipal-Organe vertreten. — Als Landtagsabge-

ordneter ist jeder wählbar, welcher österreichischer Staatsbürgerund 30 Jahre alt ist, sieb im Vollgonusse der bürgerlichen Rechtebefindet und in einer Klasse des Landes wahlberechtigt ist. DieAbgeordneten des grossen Grundbesitzes gehen aus der direktenWahl jener grossjährigen Gutsbesitzer hervor, welche jährlich anRealsteuern in Böhmen, Mähren und Schlesien wenigstens 250 Fl.,in Oesterreioh unt. d. Enns 200 Fl., in Tirol 60 Fl., in den übrigenKronländern 100 Fl. entrichten. — In Dalmatien besitzen dieHöchstbesteuerten, welche wenigstens 100 Fl. (im Kreise Cattaromindestens 50 Fl.), an direkten 8teuern jährlich zahlen, das Wahl-recht, die Abgeordneten der Städte und Märkte werden durchdirekte, die aus Landgemeinden durch indirekte Wahl gewählt.

Oeversee, Df. in Schleswig, A. Flensburg. Treffen 1864.

Oeynhausen, Df. in Preussen. 1447 E. (1864).

Offenburg, St. in Baden, 6198 E. (1864).

Ogowai, grösster Strom in der westlichen Hälfte des äquato-rialen Afrika, dessen Ursprung noch unbekannt ist, und welcherunterhalb dos Cap Lopez in mehreren Mündungen in den atlant.Ocean mündet. Etwa 60 Lieues von seiner Mündung durch dieVereinigung zweier grosser Flüsse, desOkanda u. desN’Gouy&i ge-bildet, nimmt er bald darauf die Gewässer deB Jonanga-Sees auf u.behält dann , ohne durch einen weiteren bedeutenden Zufluss ver-stärkt zu werden, eine durcksclinittl. Breite von ungefähr 2500 Met.Strömung und Wassermasse sind selbst in der trockenen Jahres-zeit beträchtlich genug, um dasWasser an seinerMüudung, wenig-stens an der seines Mündungsarmes Nazarä, auch bei Fluth süss zuerhalten.

Oh lau, St. in Proussen, 6541 E. (1864).

Oldenburg, St. in Holstein, 2579 E. (1864).

Oldenburg, Herzogthum. — Bergbau und Hüttenwesen,Produktion 1861 in Zollcentner: Steinkohlen 40, Eisenerze 76,926,Roheisen 16, Gusswaaren aus Erzen 7388, Gusswa&ren aus Roh-eisen 44,376, Stab- und gewalztes Eisen 92,212.

Oldenvrorth, soll heissen Oldengworth, ehern. Fick., jetzt Df.mit 100 Häusern, welche die gerade gepflasterte Oldensworth-Strasse bilden.

Oldesloe, St. in Holstein, 8896 E. (1864).

Opalenice, St. in Preussen, 1469 E. (1864).

Opladen, St. in Preussen, 2056 E. (1864).

Oppeln, 1) Regierungsbez. inPreussen, im J. 1864 : 1,192,364 E.(mit 10,005 M. Militär). 2) St. ebd., 10,378 E.

Oranienburg, St. in Preussen, 8986 E. (1864).

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