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Erster Band. A - K.
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389
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Deutschland

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Deutschland

Beut,»] 1 Wärmegrad, Gleichwohl hat dor südlichste TheiiIjo 2 \ n ämlich in den Österreich. Kronlandon Tirol u. Görz

schi 6( j v ^ 83C nu * 6 ° 8 mittlere Jahreswärme , was einen Unter-Teap e ® 4 ansmacht. Von W. nach 0. findet ebenfalls eine*** 8c hen ^^nahme statt, denn es machen sich die Unterschiededer x em KÜBten- und Contincntalklima geltend und die AbnahmeHuda a jj *} 8ra ^ ur wird vornehmlich durch die bedeutend strengere*eid en * andere Winterkälte bedingt, wenn auch nicht übersehenim Innern wärmer sind als an don^ * * Agende Tabelle möge zur Erläuterung tlionen.

Tetrj,

‘Poratur

^a. '120HO "loo 1

Westen

Mitte

25» ö. L.

30» ö. L.

460, 6 n. Hr.

~ * 8 “, S n. Br.

48», 3 n

50°, o

46», 3

490, 3

510, „ >(

51«, 3

53», s

63», 0

65°, 0

54°, 8

„

„

Geographische Breite

Osten36° ö. L.

44«, 0 n. Br.46°, 648°, 2 „

50°, 0öl«, 553«, 854°, 9 „

55°, 6 „

‘80 Höhe zu nimmt die Temperatur um 1 ° II. ab bei je

Jjkht hät der nördliche Fuss der Alpen mit 1800 F. Höhe

. *Hdlich ’ ’ aou< ® ern 3« 3 R. weniger, also nur 9« R. Lässt man* lc h } n j Deutschland jenseit der Alpen ausser Acht, so zeigt^kwürd ^ 1 Trigen bei weitem grössten Theile des Landes eine^itchea Temperaturgleichförmigkeit, denn der östliche Strich30 6 ft. /r ai « a ch und Danzig hat nur einen Wärmeunterschied vonDo 1 auf 1 () 0 8 R., Danzig 7° 2), der mittlere Strioli nur einen[• tiudftOo ? 1 £ anzon Ausdehnung von Innsbruck bis Stralsund*) und der westliche, nämlich das Rheinthal, von BaselNIW 3 ?f ar nur einen Unterschied von 1° 2 R. (nämlich 9° 1> 8 ° 3 j j' .Das Tcmperaturmittel dieser 3 Striche beträgt resp.n turi äittPi ^ Für ganz Deutschland stellt sich oin Tempe-ren 1^31 ®'®°» für ganz Frankreich dagegen l2Va° und für

°^ 6 u Länj raU8 ’ wonac * 1 eB bedeutend kühler ist, als die beiden

u 6 ut 8 chland 8 aU ^ t ** e Regenmenge, welche alljährlich fällt, findet ina’ ^ pi.5 e * n bedeutender Unterschied statt. Mähren hat nuri^St. v °u Bayern 21, die nördliche Küste 24, Tegernsee 43,

daB östliche Alpcngebiet 80—100 und Tolraeini^brl. j. b. Kronlando Görz 120 '' Regen. Gewitter rechnet manw^Herin in Minden 6 , in Braunschwoig 11 , in Tilsit 13,

J^luuj»’ i n ■® or .Dn 17, in Münster 30. Eine andere Skala zur Be-jQ d ao * klimatischen Verhältnisse sind die Winterläugen,s^hgciini^^ wenig Beobachtungen vorliegen. Der Rhein ist imfl;. die Weser 80, dieElbo 02 , die Odor 70, die Weichselv* me ^ * 1 ? l' a ß e mit Eis bedeckt.

a )Daa Thierreich. AnHausthierenistDeutsch-la e ärou«/, ’ u °d sein Viehstand nimmt einen namhaften Theii8 chon Viehstandes ein. Das Pferd ist im N. Deutsch-

11] v otzn T ’ienstandes ein. Das Pterd ist im N. Deutsch-^ bdviejj j ®.°b und übortrifft das süddeutsche bei weitem; dasa Reichen 111 Hannover, Oldenburg, Holstein und Mecklenburg,Wbj^Bten aU °o h * n don bayrischen Alpen berühmt; das Schaf istj)i ^ «,im häni n ® ac b 8 en, Böhmen, Schlesien, Mähren; das SchweinUn ^ 90 'jv^ tcn gezogen in WeBtphalen und den Grenzländorn.^Cf]^ e 8 enzi 1 le ) rar .*' ett eind natürlich die wichtigsten, denn dieEsel-MIh üt uocl p 8 ° r iuff uud nur die Gänsezucht von Pommern* ist f a «| rwa bnung. Wild, hohes und niederes, auch Vogel-lebfi * iiberall und reichlich vorhanden. Von sonstigenP r ? ««ttioh a ®* roix in den Alpen, Wölfe nur westlich des Rheinsbonu^oich o a T ^der und in beiden Gegenden nur als Gäste ausG ot * öur ij, j 6r Folen, der Fuchs überall, die Gemse und der Stein-Hüfl ^ Bc beni ? ^P en » Hamster nicht selten als Landplage imf(jij & Daeha “ am Fusse dosllarzes, Marder undWiescl ziemlichh ep tBl H 6 und Fischottern selten. Vom Geflügel sind anzu-^er° . bm j!* * Un ? Geier in den Alpen, jagdbare Vögel überall,v e, *! z * 8 > Sumpf- und Schwimmvögel im Norden, wegen

erbreitung des Wassers; von zahmen Vögoln ist die

8 *JU,

berühi

•nt. An Amphibien ist Deutschland im GanzenO 5 Vo rhaftj an ® en sind nur kleine Arten und darunter nur zwei^ r Öa v Uz °tter die gemeine Viper, vipera berus, und

e 0 mSüii O ^ er EupferBchlange, vipera chersca; ausserdem® r im u ®. e ®’ es80n )» Kröten, einige unschädliche EidechsenHtj 1 ® der merk 1 , it ^ er “ un d Sittichor-See und in der Adelsberger^üch e Karrfe ^^ 1 ^^ 6 Proteus anguineus). Von den Fischen^ e ^ä? attu ngeu n lln< * der Salm als Repräsentanten der deutschen^ fi ich 6r Ho A f ZU ^ otrac bten. Im Ganzen haben die deutschenj öl \ ä-ngaij « 11611 Fische, darunter 60, welche ausschliesslich don^0a^ v *duen reQ ‘ ■^■ rotz der geringen Zahl dor Arten ist die Zahl^ 0 ä\v Z . ei1 *ind !r ^ r ° 88 ’ dass sie keinem andern Lande nachsteht.Hii *' ei chthi erG aie .^ eut 8 chen Fische klein uud matt in der Färbung.

!* 8 torn ail ^ 811 id Schnecken (im Süden gemästetund gegessen)4is'^. l8 t uirge !^” 61 ^' or dseekü 8 te häufig. l)io Kultur der Seiden-8 v °uBedeutung, wichtigerist ineinigonGegenden

^8 3 Dftg p . ‘

4ll et a den 8 u n , aD *enreich. Die gloichmässige Fruchtbarkeit^Sr • r 8 emi 88 jl 6 Gleichartigkeit des Klimas erlaubt den Anbau? a *bfii^,? a nz3)euf i ^ ono eigentümlichen Nutzungspflanzen und*°b Wei 7 8C ^ an ^' Allgemein verbreitet ist der Getreidebau,^ 8 eb’ ^ a i 8 W, en ’ Roggen , Gerste und Hafer, örtlich dagegenv 8 PV Ut ’ a bch c “ We i ,/; en und Dinkel; die Kartoffel ist überallei b Ahriil 6 ® ew bhnlichon Obstsorten, wogegen die zarteren,e-^ Birnl °vir n . un d Pfirsichen nur auf die wärmsten Stricheeiu ~ Und i ) 0 " e ^ n gedeiht bis zu 61° n. Br., liefert jedoch nuruaugebiote oin gutes Getränk. Von Geworbs- und

Handelspflanzen sind Flachs und Hanf die hauptsächlichsten, auchist die Kultur des Hopfen, Raps, Tabak, Krapp und der Runkelrübenicht ohneWiehtigkeit für einzelne Gegenden. Wälder hat Deutsch-land noch viele und grosse, doch leiden einzelne Gegenden Ilolz-mangel, namentlich die nordwestdeutschen Staaten. Die Gebirgetragen meist Nadelhölzer, der baltische KÜBtensaum Jüchen undBuchen, das Flachland im Innern vornehmlich die Kiefer und auchdie Birke, die Rheinthäler selbst den Kastanienbaum. Im Ganzenhat Deutschland 3413 Arten Phanerogamen und 4306 Arten Krypto-gamen. Von erstoren sind 390Sträucher undBäumo, 2170 dauerndeGewächse (Stauden), 169 zweijährige und 684 einjährige Pflanzen;von den letzteren 73 Farrenkräuter, 685 Laubmoose, 112 Lebermoose,376 Algen, 670 Flechten und 2490 Pilze.

c) Das Mineralreich liefert seine Produkte in grosser Mengeund Mannichfaltigkeit, und seit alter Zeit sind die deutschen Berg-leute die Lehror der übrigen Nationen. Gold wird im Ganzen weniggewonnen, imHarz, in Salzburg und Tirol, Silber dagegen bedeutendim Erzgebirge, im Harz und im Mannsfoldischeu. in Nassau, Preussen,Oestorreich etc.; Eisen fast in allen Gebirgen und selbst in einigenFlachländern, z. B. Oberschlesieu. Das beste Eisen hat die Steier-mark. Blei vorzüglich in Illyrien, auch in Preussen, Sachsen, Han-nover, Nassau, Schwarzburg, Baden; Glätte ebd. und in Anhalt;Zinn in Oesterreich und Sachsen; Ziuk in Preussen; Quecksilber inOesterreich, Rheinbayern und Rheinpreüssen; Kupfer in Sachsen,am Harz und in Oesterreich; Kobalt in Preussen, Sachsen, Kur-hessen; Galmei in Schlesien; Arsenik ebd. und in Sachsen; Spiess-glanz in Oesterreich, Anhalt; Wismuth in Sachsen. Von Salzengiebt es unvergleichlich mehr Sud- als Steinsalz, und zwar in allenStaaten, ausgenommen Sachsen, Nassau uud Anhalt; Salpeter inPreussen; Alaun und Vitriol in vielen Bundesstaaten. Steinkohlenhaben fast alle Staaten, und die nordwestlichen worden für denMangel daran durch unerschöpfliche Torflager entschädigt. Schwefelhat Sachsen, Oesterreich und Hannover. Edelsteine nicht zu häufigund nur geringerer Qualität. Wichtig sind dio Mühlsteinbrüche amRhein und der Trass ebd. zu Wasserbauten. Porzellanerde hatSachsen und Schlesien; Graphit Oesterreich, Bayern und Kurhessen;Bernstein die Ostaeeküste; Kalk, Gips fast überall; Marmor undAlabaster ziemlich häufig; ausserdem Kreide, Smirgel, Farbenerde,Meerschaum. Reich ist endlich Deutschland an Mineralwässern derverschiedensten Art und manche derselben haben Weltruf, z. B.:Selters, Scbwalbaeh, Saidschütz, Aachen, Burtscheid, Teplitz,Karlsbad. Kissingen, Pyrmont, Warmbrunn, Ischl. Bekannt sindnoch die Seebäder von Helgoland, Norderney, Cuxhafen, Dobboran,Puttbus, Häringsdorf und Swinemünde.

Bodenkultur. An einsichtsvollem Betriebe des Acker-baues stehen die Deutschen keinem Volke Europas nach, aber dieArt der Bewirtschaftung ist sehr verschieden. Zur Hebung desAckerbaues bestehen in allen Staaten landwirtschaftliche Lehr-institute und Musterwirtschaften. Weniger hat die deutscheLund-wirthschaft in dor Wieseukultur geleistet, in welcher dio Lombardeiunerreicht dasteht. Der Gartenbau wird besonders boi Bamberg,Zwickau, in einigen Gegenden Nordtbüringens und in der Nähegrösserer Städte in grösserem Maassstabe betrieben. Hinsichtlichdes Obstbaues tragen die Rhein- und Neckargegenden don Premdavon. Im Allgemeinen liefert dor Süden hierin mehrmals derNorden, schon aus klimatischen Gründen, dennoch übertrifft z. B.Brandenburg und Mecklenburg in der Obsterzougung den TheiiBayerns südlich der Donau. Der Woinbau erstreckt sich in Deutsch-land bis nabe zum 52« n. Br., liefert aber in diesen nördlichenStrichen an der Elbe, Saale, im Weser- und Odorgebieto weder inQualität noch Quantität etwas Ausgezeichnetes. Als Weinländersind dagegen berühmt: das Rheinthal von Basel bis in die preussischeRheinproviuz hinein, die Thäler des Neckar, Main und der Mosel,so wie in Oesterreich an der unteren Donau. Die vorzüglichstenWeine liefert Nassau (Büdesheimer, Johannisberger, Hochheimer),Hessen (Liebfrauenmilch, boi Worms), Baden (Affenthaler, Mark-gräfler), Würzburg (Klingenberger, Stein- und Leistenwein) unddas Moselthal; geringer sind die Bodensee-, Neckar-, Tauber-und Franken weine, so wie der Bloichert im Ahrthale Rheinproussens.Der Gesammtertrag an Wein kann in günstigen Jahren 40 Mill.Gulden übersteigen. Auch in der Forstkultur steht Deutschlandden meisten europäischen Staaten voran, und den Deutschen gebührtder Ruhm, die Forstwirtschaft zuerst von einem höheren staats-ökonomischen und wissenschaftlichen Standpunkte auB betrachtetund bearbeitet zu haben. Die grössten Waldungen haben dieGebirge Süd- und Mitteldeutschlands und das östliche Preussen.Von den 61 Mill. preuss. Morgen Waldland kommen auf Oesterreich,25% auf Preussen 16 % auf Bayern 8 3 / 5 , aufHannover, Wtirfcemborgund Baden je über 2 Mill. Morgen.

Viehzucht. Dio Pferdezucht ist in Mecklenburg, wo vielePrivaten Gestüte haben, in Holstein, Nordhannover und zum Theiiauch in Preussen vortrefflich, besonders ist das PfeTd von Mecklen-burg kaum irgend einer anderen Race nachzustollen. In Süd-deutschland ist nur das Pferd von Oesterreich und Salzburg durchGrösse und Schwere ausgezeichnet. Das Rind ist vortrefflich in donkräuterreichen Alpen Süd- und den wiesenreichen Flächen Nord-deutschlands, wogegen man in Mitteldeutschland meist nur kleinereund schlechtere Racen findet. Das Schaf ist namentlich in Sachsen,Böhmen, Mähren, Schlesien und Brandenburg ein Gegenstand derhöchsten Sorgfalt geworden und nirgends andors ist die Zahl derhoohveredelton Schafe so gross, als hier. In Preussen ist dio Schaf-zucht eine dor glänzendsten Partien der Landwirthschaft, denn 1849warfen die 16,196,928 Schafe der Monarchie einen Reinertrag von12 Mill. Thaler ab. Der Hauptwollmarkt der Erde ist Breslau.Ziegen werden noch am meisten, obwohl im Ganzen wenig, in densüdlichen Gebirgen und nur von ärmeren Leuten gehalten, Eselebenfalls in nur geringer Anzahl, fast nur inBadeorten und Mühlen,dagegen ist die Schweinezucht bedeutend in Hannover, Westphaleu,Lippe, Hessen, Bayern, Würtemberg, Baden, Mähren und Sachsen.Ruf haben dio westphälischen Schinken und die Braunschweiger