Eulersdorf
470
Europa
I
den Nordostrand des Glatzer Thalkessels bildet. Es steigt N.von Wartha sanft auf und erreicht NW. in der hohen Eule diegrösste Höhe, und verläuft sich in der Gegend von Frankenstein,Reichenbach und Schweidnitz, wo sich noch der isolirte Zobten-bcrg, 2280 F., erhebt. Andere Berge sind noch: die Sonnenkoppe,2870 F„ der Ottenstein, 2818 F., die Hahnenkoppe (unfern derFestung Silberberg), 2295 F. [127 E.
Eulersdorf, Df. in Hessen-Darmstadt, Kr.,'A. und bei Alsfeld,
Eulgem, Df. in Preussen, Rgbz. Koblenz, Kr. Kochern, 160E.
Eulitz, Df. in Sachsen, Krd. Dresden, GA. Lommatzsch, 165 E.
Eulmont, Df. in Frankreich, Dep.Meurthe, Arr. und bei Nancy,472 E.
Eulo, Df. in Preussen, Rgbz. Frankfurt, Kr. Sorau, 415 E.
Eulowitz, t) (Ober-und Nieder-), Df.in Sachsen, Krd.Bautzen,GA. Schirgiswalde, 177 E. 2) Df. in Oesterreich, Schlesien, Ki.Troppau, Bez, und bei Wagstadt, 210 E.
Eulsbrunn, Df. in Bayern, Oberpfalz, Bez.-A. Stadtamhof, 222 E.
Ennieh, St. in asiat. Türkei, SO. von Samsoun, am schwarzen"Meere.
Eupatorift, Jeiipatorlla, Kozlof, St. in Russland, Guv. Tauris,auf der Westseite der Halbinsel Krim, in einer Bucht, NW. vonSimferopol, 6500 E. Hafen. Die Rhede bat keinen sicheren Anker-grund.
Eupen, l)Kr. in Preussen,Rheinprovinz,Rgbz. Aachen ; 3.20QM.,23,860 JK. Von der Eiffel durchzogen, reich an Sümpfen und Wal-dungen, aber auch mit gutem Boden; Ackerbau, Viehzucht, einigerBergbau und Industrie. 2) Kreisst. ebd., an der Weeze, 18,190 E.Höhere Bürgerschule, Waisenhaus; Tuch-, Kasimir-und Kamm-wollgarnspinnfabr., Färberei, Gerberei, Hut-, Cichorien-, Seifen-und chemische Fabriken, Tuchwalken, Papiermühle; Viehmärkte.
Euper, Df. in Preussen, Rgbz. Merseburg, Kr. und bei Witten-berg, 160 E. [voux,404 E.
Kuphemie (Ste.), Df. in Frankreich, Dep. Ain, Arr. und beiTrö-
Euphrat, Eufrat, Frat, Fl. in Asien, den die Römer als dieGrenze ihrer Herrschaft betrachteten. Er entsteht aus seinenQuellfltissen, dem Murad, vom Ararat kommend, und dem eigent-lichen Frat, von Erzerum her, die zwei Stunden oberhalb demStädtchen Kieban-Maden Zusammenflüssen und hier den grossenreissenden, an 120 Schritt breiten Strom bilden. Bis hierher ist derMurad von hohen bewaldeten Bergen eingeschlossen, flieset schnellund in seltsamen Windungen. Besonders brauet er bei Chue zwi-schen senkrechten Felswänden Über Felstrtimmer, und tritt erstvon Palu an in eine offenere Gegend. Darauf eilt er am Fuss desGebirges Mostar-Dngh vorüber, dann breitet sieh die weite Ebenevon Karput auf der linken Seite aus, er trittaber noch einmal in dashohe Gebirge, fiiesst an den Ruinen des Bergschlosses Perteck-Ka-lossi vorüber zwischen kahlen Bergen bis Kieban-Maden. Nachzehnstündigem Lauf tritt er aus dem Gebirge, nimmt unweit Mala-tia (Melitene) den Togmasuj, den alten Melas oder KoremoB auf,und indem er um den Fuss einer Anhöhe mit den Ruinen einer altenKirche flieset, wendet er sich ostwärts in das weite fruchtbare Thalvon Isoglu, das sich zehn Stunden von W. nach O. erstreckt (diebisherigen Karten sind hier durchaus mangelhaft undunbrauchbar).Weiter abwärts durchbricht er in einer engen Felsspalte einen dervielen Zweige des Taurus, das klein-armenische, jetzt kurdische,Gebirge. Sein Bett verengt sich hier von 250 bis 800 Schritten biBauf 80; er schiesst pfeilschnell zwischen hohen schwarzen Fels-wänden dahin, und bildet was die Karten die Wasserfälle von Nu-char nennen. Die schlimmsten Stellen der Stromschnellen sind beiShiro und Telek. Etwa dreissig Stunden abwärts, bei Gerger, trittder Strom aus engen senkrechten Sandsteinwänden wieder zu Tage,und ttiesst in zwei weiten Windungen am alten Kastell Choris vor-über, Samsat, der alten berühmten Stadt Samosate, zu. Hier ist dasThal weit, und der Strom fliesst in einem an 800 Schritt breiten Bott,das er jedoch selten ausfüllt, westwärts (ganz anders, als sein Laufauf den Karten gezeichnet ist) bis Rumkaleh, der Römer-VesteZeugma oder Sigma. Dies ist der westlichste Punkt seines ganzenLaufs, und er wendet sich von hier südwärts. Hier verengt sichsein Bett auf 100 Schritte. Abwärts bei Beledschik oder Bir-adsebik (d. h. eine Oeffnuug; auf den Karten Birth oder Bir genannt),das links stebt, trittder Strom aus steilen Bergwänden hervor, durch-fliesBt bis zur Mündung eine Ebene und ist schiffbar. Von dortsollte die beabsichtigte Dampfschifffahrt beginnen. Vdn Beledschikostwärts zieht nur eine enge, schlechte, aber fahrbare Strasse durchdie Steinwüste über Orfa (dem alten Edessa) nach Diarbekir. Diesist der einzige Weg aus dem weiten assyrischen Binnenland durchdas grosse Defilde zwischen dem Libanon und Gjaur-Dagh zu densyrischen Städten und dem mittelländ. Meer. Der Lauf des oberenEuphrat oder Murad ist besonders auch deshalb merkwürdig, weilet das Gebirgsland, wo der Tigris oder Schalt entspringt, von dreiSeiten so nahe einschliesst, dass die Quellen dieses Flusses von demUfer jenes zum Theil höchstens nur zweitausend Schritt, und dieQuellen beider kaum mehr als 1000 bis 1500 Schritt von einanderentfomt sind. Bei Korna vereinigen sich der Euphrat und Tigris,und der Fluss, der bald links den Karasu aufnimmt, heisst nun biszur Mündung in den persischen Meerbusen beiDorah, Schat elArab.Seine Gesammtlänge beträgt 878 M., der dvrecte Abstand der Quellevon der Mündung nur 150 M. und das Flussgebiet 12,230 QM.Gleich dem Nil befruchtet er durch seine, wenn auch nicht soregelmässigen Ucberschwemmungen das angrenzende Land undsein Wasser, obgleich trübe, ist gesuud und wohlschmeckend. Fürdie Schifffahrt wird er, trotz seiner Wassermenge, wegen der Strom-schnellen und Klippeu, wegen der räuberischen Araber auf beidenUfern und wegen der unwjrthbaren Saudsteppea Mesopotamiens,nur wenig benutzt. [Löwouberg, 220 K. 1775 angelegt.
Euplirosinentlial, Kol. in Preussen, Rgbz. Liegnitz, Kr.
Eitra, Pastorat in Russland, Finnland. Län AboundBjorneborg;
QM., 4700 E., Finnen, und bei dem Eisenworke Kantum einigeSehwodon. Es hat 3 Kirchspiele: Eura 1900, Kjuka 2050 undHongilax, 760 E.
t x* Abo
Eiiraamynne, Pastorat in Russland, Finnland, ^, ,„ n ß n r»a -Bjorneborg; 37/ !0 QM., 4550 E., mit den beiden Kirchspielmynne 3060 und Luwian 1490 E. , »vorneWf'
Kurujokl, Fl. in Russland, Finnland, Län Abo undmPastorat Eurnamynne; 8 M. lang, mündet ins Meer. . y r jei'Eurasburg, 1) Krchdf. in Bayern, Oberbayern,berg, 230 E. Schloss. 2) Df. ebd., Oberbayern, Bez.-A.*
204 E. Schloss, (wald, Hersch. Ulmerte > , eJjet .
EurntKfeld, Df. in Oesterreich unt. d. Enns, Kr.
Eure, l) Nebenfl. der Seine in Frankreich ; entspringvon Loigny, zwischen Neuilly und les Landes, Dep. Of n0 ’. ft _ g#von St. Georges; mündet oberhalb Pont de T Arche links,
2) Dep. ebd.; grenzt N. an das Dep. Seine infjSr-t
Oise uml Seine-Oise, SW. an das Dep. Orne, "W’ g in'd $
vados; 596,638 Hectar., 398,661 E. "Sie bedeut. Fltl®»®
Seine, welche links die Eure und Rille, rechts die Andellaufnimmt; die Eure nimmt die Aure und Iton auf.eine wellenförmige, fruchtbare und weidereiche Ebene-ist mild und gemässigt, aber nebelig und feucht; <lahet eU ti*Wechselfleber begünstigend. Man rechnet 95—100jährl. 20,4" Regenmenge. Getreide, Hanf, Flachs, C ’ nJ ,i#llülsenfrüchte, Rindvieh, Schafe, Esel, Pferde (von derRace), Schweine, Überhaupt starke Viehzucht, Thon, * ^ ag jiui fsind die Landesprodukte. Die Industrie schafft
s,
*«l|
8 »nj
Baumwollgewebe, Leder, Papior, Band, Eisen. B> 6
J», lJUtiu, *nll0® U 'd
Mineralquellen giebt e» •
II Hect. sind Wald. E> n # PO' 1
id» r
vertreibt der lebhafte Handel.
ville tmd Vieux-Conches. 97,791 Hect. sind w»n** — = ^das Dep. in die Arr.: les Andelys, Bernay, Evreux, LouvAudemer, und in 36 Kant., mit 844 Gemeinden. ^j e ptfj
Eure etLolr, Dep. in Frankreich; begrenzt durch _ gitf*N. Eure, O. Seine et Oise, SO. Loiret, SW. LoiretCh® r ' j; n f6^und Orne. 692,252 Hect., 290,465 E. Die Flüsse sind u‘ ^der Vesgre, Blaise und Aure, die Loir mit der Connienebst der Huine. Bemerkenswerth ist der Weiher v0, Y w jode 1l ^jweil er wahrscheinlich durch den unterirdisch verscn ^jilrkleinen Fluss Boussard seine Nahrung erhält. Der ö ®. jj er .weite wasserarme Ebenen, der westl. wasserreiche 1 un ^;j^Wald umfasst an 46,000 Hect. Das Klima ist mild u« £® e130 Regentage. Getreide, Hanf, Flachs, Rindvieh, Schaf®'Geflügel, die Pferde des Arr. Nogent le Rotrou, rothe R® . & fl» 1 / 1 ’sind die Produkte. Die Industrie beschäftigt Eisen*'® ,’ -papi*Wollspinnerei. Weberei in Wolle, Leinen und pauniwo ’mtihlen und Gerberei. Das Dep. ist in4 Arr.: Chartres,
Dreux, Nogent le Rotrou, in 24 Kant, mit 463 Getneh 1 »
Euren, l)f. in Preussen, Rgbz. und Kr. Trier, 969Euren!!, Ort in europ. Türkei, Rtimili, Sdsch. T 1B h än S^V.Europa. Das Festland dieses Erdtheil* liegt zwisex jjn*
%
%
?>
12' n. Br., und 9° 30' w. und 60° 60' ö. L. v.
vom nördl. Eismeere, imO. von Asien, im S. vom mit
Grwcb. >1*^
*' Irt*
im W. vom atlant. Ocean begrenzt.
di®
*
Gegen Asien
$
*1
liehe Ostgrenze daB Uralgebirge, die Steppen, die vom
und Don durchstrümt werden u. der Kaspische Seo;
der Kaukasus, Die grösste Länge Europas beträgtNO. 750, die grösste Breite von N. nach S. 520 M.»
Wickelung 4300 M., 780M. sind arktische Küste, 1& 2 J . ' u> ?o^. r(mit Nord- u. Ostsee), 1700 mittelländische (mit Adri - ik r uj1 M. auf 39 QM. Landes; rechnet man den Ktistenmn s2ft iil \sein mit etwa 1500 M. hinzu, so ist 31 die ^ erlä ^de reI1 ^Küstenentwicklung, ein Verhältnis, dem keiner der ^
theile gloichkommt. t v i©leh,
Europa hat ausser dem Festlande mit sei»®»inseln noch eine Menge Inseln. Die bedeutendste»^^. i*j.welche einen Flächenraum von 40,000 QM., einnehm®?» ^ a?Kanin, Lappland oder Kola, die skandinavische Hall*” ^ 0 r^ ( ,
Schleswig, die Halbinsel von Nord-Holland; im >V• ^niache, die Halbinsel der Bretagne, die pyrenftische cim S. die apenninischo (Italien), Istrien, die türkis®»^Hämus- oder Balkanhalbineel und die taurische ® ^
Die Inseln haben einen Flächeninhalt von 10,376ren sind : im nördl. Eismeere: Nowaja-Semlja, ^ 10 nflt8 ee,Kalgulefinsel, die Lofodden, zwischen Kattegat u.und Fünen; in der Ostsee: Rügen, Gothland und ,»pd.'Meere: Grossbritannien, Irland und Tsland; im mit ^
Sardinien, Corsica, Sicilien, Kandia u. Euböa. hetr^fDer Flächenraum des ganzen Erdtheil® pi e jjjcb180,000 QM., die Volksmenge ungefähr 2851/2 Milh°»teste Bevölkerung haben die mitteleuropäischen Däna.v ^ti» \iSachsen, Rheinpreussen, Belgien, Niederlande »»
Inseln), die geringste die nördlichen und östlichen u
geographischer Hinsicht zerfällt Europa in ein wesliches, in politischer Hinsicht besteht es aus 62^»halbsouverSnen Staaten und zwar: 4 Kaiserrei® ,Oesterreich, Frankreich und die Türkei; 14 ^ ün L^u v ,ed en
britannien u. Irland, Preussen, Spanien, Italien^ k 0 8eB( H® 0 } ^
S*
paiimu, . . eBt a*
wegen, Bayern, Belgien, Portugal, Dänemark, Ae r
WÜrtemborg uud Griechenland ; 1 geistlichemoder Kirchenstaat; 7 Grossheizogtliümem und * j 1 . ^
Baden, Hessen-Darmstadt, Hessen-Kassel oid® 0 ^-
Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg - Strelit®»Sachsen-Weimar; 6Herzogthümern: Nassau, B rau » 9sen-Meiuingeu, Coburg-Gotha, Altenburg,thümernu. 1 Landgrafsciiaft: Montenegro, Lipp®* ra-S^nit^burg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarz «
- Reusa ält. Linie, Waldc® k ^ ^ e iz. &
seu , Reuss jting. Linie,
Hessen-Homburg (Lainlgrafsch.); 7 Republiken : ‘ ® %(i' r
nischen Inseln, Hamburg, Bremen, Lübeck, Frank r^pi yiiMarino. Die halbsouveränen Staaten sind die Für® pag b* 8 p‘dau, die Walachei und Serbien. Mehrere Staaten EiÜberdies Kolonien in fremden Erdtheilen. Die be«°'lonien haben Russland und das britische Reich.
%