Hamburg
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Hamelincourt
tendste Handelsstadt Deutschlands, r. and. Elbe, 18 IT. oberhalbderen Mündung, und am Einfluss der Alster und Bille, 178,841 E.Von der Flethe und Haaenmoore .»Flussarmen der Elbe und Alster,durchflossen, hat sie einen Aussenhafen (1,337,000 QF. gross bei 10bis 20 F. Tiefe), einen Binnenhafen (1,130,000 QF. gross), ein mitdem Aussenhafen verbundenes Hafenbassin für kleiue Seeschiffe(260 F. breit uud 9 F. tief). Diese drei Häfen umfasst der Nieder-hafen; der Oberhafen ist 200 bis 270 F. breit, und 5 bis 6 F. tief.Ausserdem giebt es noch einen Pampfachiffshafen von 80,000 QF.und mehrere Holzhäfen. Die Lage der Stadt ist eine höchst an-muthige, namentlich gewährt das rechto ßlbufer dem von der SeeKommenden von dem Dorfe Blankenese aus mit seinen Höhen,Villen, palastartigen Landhäusern, terrassenförmigen Gartenanlageneinen reizenden Anblick, bis Altona und die Vorstadt mit ihrenFackhäusern, Werften und Magazineu das Bild ändern und auf dengrossartigen Anblick Hamburgs vorbereiten. Die Stadt besteht uubeiner Alt- und Neustadt, aber durch den mehrtägigen Brand vom5. bis 8. Mai 1842 wurde die Altstadt, der Mittelpunkt des Handelsund Verkehrs, mit öffentlichen Gebäuden (Börsenhalle. alte Börse,Rathhaus, neue Bankgebäude, alte Commercium, Eimbeck'scheHaus, Detentionshaus, Kur-, Zucht-, Werk- und Armenhaus), dieKirchen St. Petri (mit einem 416 F. hohen Thurm , 7 Glocken, du-von die schwerste über 11,000 Pfd. schwer und ein Glockenspiel).St. Nicolai (mit einem 400 F. hohen Thurm, Glockenspiel und6 Glocken, davon die schwerste an 10,000 Pfd. schwer war), und St.Gertruden verheert. (Im Jahre 1840 umfasste die Stadt 8763 Häuserund 3612 Buden, die*Vorstadt St. Georg 3510 Häuser u. 332 Buden,die Vorstadt St. Pauli 1155 Häuser und 411 Buden, 1849: gegen11,500 Häuser, davon in den Vorstädten St. Pauli und Georg 2700.)DieAltstadt ist in vier Kirchspiele: das Petri-Kirchspiel (das älteste),Nicolai-Kirchspiel, Katharinen-Kirchspiel, und Jacobi-Kirchspielgetheilt; das Michaelis-Kirchspiel, das grösste, umfasst die Neu-stadt. Die Vorstadt hat ihre besondern Kirchen. Unter den Plätzenund Strassen zeichnen sich aus: der Adolphsplatz mit der neuenBörse, der Gänse-, der Zeughaus-, der grosse Neu-, der Schaar-,der Schweine-, der Pferdemarkt, der Neuwall, der Michaeliskirch-bof und der Hopfenmarkt mit der Nikolaikirche, die Admiralitäts-strarte, der Jungfernstieg. Das Pflaster ist vortrefflich, die Trot-toirs zum Thoil asphaltirt. Zur Beleuchtung derselben wird seit1844 Gas verwendet. Erwähnung verdienen ferner die herrlichenTodtenhaine (Gottesäcker), namentlich der Nicolai-Gottesackermit der Begräbnisstätte des verstorbenen Bürgermeisters Schröder,der reformirte mit der Grahkapelle der Familie des russ. GesandtenStruve, u. der St. Katharinen-Begräbnissplatz mit dem Grabmale desverstorbenen Senators Jänisch, sowie derMaria-Magdalenen-Kirch-hof mit der Grahkapelle der Familie Schröder, ln der Bauartzeigt die Stadt seit dem grossen Brande zwei wesentlich ver-schiedene, eigentümliche und bestimmtabgeschlossene Charaktere.Die ältere südliche Hälfte am Hafen hat ein niederländisches, dieneue nördliche ein italienisches Aussehen. Vorzügliche Gebäude:die Petrikirche, ein herrlicher Bau, zu welchem am 7. Mai 3844, unddie Nicolaikirche, ein gothischer Prachtbau, zu welcher am 24. Sept.1846 der Grundstein gelegt wurde, die Katharinenkirche mit hohemThurme, vortrefflicher Orgel, sohöner Kanzel uud guten Gemälden,die Michaeliskirche mit 456 F. hohem Thurme, ein schöner Bau mitbesonders vortrefflichen Portalen, einem Gemälde von Tischbein u.guter Orgel, die Börse mit einem in der Mitte gelegenen 28,000 QF.grossen Raume, der von oben durch Fenster erhellt und rundum vonhohen Bogengängen umgeben ist, ferner mit grossem Saale , Lese-zimmern, Commerzbibliothek, Versammlungszjmraern, Comptoirenetc., das Bankgebäude, das neue Postgebäude , das Stadthaus aufdem Neuen Wall, das neue Schulgebäude mit dem Saal des natnr-historischen Museums, das allgemeine Krankenhaus, in den schön-sten architektonischen Verhältnissen errichtet, mit mehr als 1000Betten, das 1863 eröffaete neue Seemannshaus am Hafen, das Wai-senhaus, jetzt als Ratbhaus benutzt, eine der schönsten ZierdenHamburgs, der Bazar, ein bedeckter Gang mit einem Octagon hinterder Hauptfa^ade am Jungfernstieg, und einer 200 F. langen Glas-bedeckung Über dem Gange, und einem Ausgange nach derKönigB-strasse. Der ganze Raum enthält 34 schöne Läden, im Erdgeschoss213 Räume, in den Stockwerken 231 Zimmer, 62 Kammern, 36Küchen und 41 Treppen. Die Zahl der für Bildung, Handel, Ver-kehr und bürgerliches Leben wichtigen , nützlichen und notbwen-digen Institute in Hamburg ist gross. Unterricbtsanstalten: dasakademische Gymnasium mit 6 Professoren, Stadtbibliothek , bota-nischem Garten, Sternwarto etc., das neue Gymnasium, das Johan-ncuzn, seit 1637 getrennt in die Gelehrten- und die Realschule, zweiUnterrichts-Anstalten für Schulgehülfen (Privatinstitute von zweiVereinen), Volksschulen, acht Frei- und Armenschulen, siebenSonntagsschulen, einige Warteschulen, Lehranstalt für Baukunst,desgl. für mechanische Gewerbe, praktische Handlungs-Akademie(die erste, von Büsch gegründet, dem auch 1802 ein Denkmal er-richtetist), Navigationsschule, pharmaceut. Lehranstalt, anatomisch-chirurg. Lehranstalt, verschiedene Turnanstalten, ein öffentl. Fecht-boden, Stadtbibliothek v. 200,000 Bdn., 5000 Handschriften, Incu-nabeln, eine Münz- und Naturaliensammlung, Komraerzbibliothek,Bibliothek der patriotischen Gesellschaft, Bibliothek der St. Katha-rinen-Kirche, Bibliothek des Geaundheitrathes, Militär-Bibliothek,Bibliothek des ärztl. Vereins, die städtische Gemäldegallerie, dasHamburgische naturhistorisehe Museum, 1844 eröffnet, aber schonreichlich ausgestattet, namentlich in Conchylieu und Vögeln, derzoolog. Garten (1863 eröffnet) mit dem besonders sehenswerthenAquarium. Wohlthätigkeits-Anstalten sind: das Waisenhaus, Gast-haus, Hospital zum heil. Geist, Armenhaus der Seefahrer, HospitalSt. Hiob, St. Georgshospital, Convent, St. Johannis-Kloster, St. Ma-rien-Magdalenen-Kloster, der Hessesche Wittwenhof, Magdalenen-Stift, Anstalt für sittlich verwahrloste Kinder, Lazarus Gurapel-Stift (für Israeliten), das Schröderstift, Arbeitsanstalt, die beidenInstitute für männliche und weibliche Kranke, Entbindungs-anstalt der Armenanstalt, allgemeines Krankenhaus in der Vorstadt
8t. Georg, Taubstummen-Anstalt, zwei Blinden-Anstalten■israelitisches Waisen-Institut u. a. Gemeinnützige Gesellt^M^sind die patriotische Gesellschaft, Verein für Hamburgis^.®^
schichte, naturwissenschaftl. Verein, Vorschuss-Vereine,
ländische Armen-Kasse, Salom. Heine-Stiftung, Hamburg’*'^nasche Bibelgesellschaft, der Verein Hamburger Rheder *urA ^lung von Missbräuchen in Bezug auf Rhederei, der Assecmao^der Bürgerverein zur Wahrung seiner Interessen demden Grundbesitzern (die ebenfalls einen Verein bilden) geff 0 *.of
‘ " ' - - - - ,ng der Anscli^
der Verein für Kriegspflichtige zur Erleichterung der n.i*»'- ^von Stellvertretern, Missions-, Mttssigkeits-, Anti-Thierfl 11
,11. A fit« A ,1\A« , n. 1. A TTA.Ir^ffl 1 ^
Schillerverein, 2 Bildungsvereiue für Arbeiter u.a., vortreffl-
-ortren»-'
Anstalten von Donner, Johns, ferner Mineral-, Dampf- u. ®*
Theater: das Stadttheater, innerlich höchst elegant u. frc^° ^d. Thaliatheater, welches initRttek8ichtanfda8StAdttheaternu r jj fspiele und Vaudevilles aufführt, ebenfalls schön, Tivoli" yTheater; ferner dienen zur Erholung und zum Vergnüg® 0 ’^Apollosaal, zuConcerten, Maskeraden und Bftllon benutzt.vontgarten, d. Harmonie, d. Erholung, das Athenäum, d. prdie Alsterhallo; viele öffentl. Tanzsäle, von denon wir nur doD 7 ^-terAhrenserwähnen. Herrl. Promenaden aufdenabgotragc IlfiD 5 ,j|i-len, deren vorzgl. Punkt die hochgelegene Elbhöhe (d. sog eß *fang) ist. Dor Ab- und Zugang von Fremden (jfthrl. andie Entstehung grossartigor und vortrefflich eingerichteter b ^die vorzüglich um das Alster-Bassin herum liegen, zur F ü |f!Li f 1nennen hier nur Hötel de l’Europe, Hötel Belvedere, ^Petersburg, Alster-Hötol, Streits-Hötel, Viktoria-Hötel. \&H. de Russie, Hötel z. Sonne, ln Bezug auf Gewerblich!*® 1 *
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ueu C'irituboji viiiu ituiiu k ' lv ffAtr
wohl der Handel bei Weitem vorwiegt. Wichtig sind dj® " ^raffinerien.Fischbeinreissereien, Fleisehsalzereien.EiseDgic^.jjp'Roifschlägereien, Fourniorsclmeidereion, Spazierstock-,fabriken, Branntweinbrennereien , Wachsbleichen,mühlen. Mctalldrahthämmer-Mühlen,die Tabak-undCig flrr .^Sammt- und Seidenwebereien, Möbelfabriken, Buchdr) 10 * t jPund Buchhandlungen, Korbwaaron, Leim- und Seifenfli®^Gold- und Silberwaaren, Stahlfedern, die Wagonfabriken*druckereien etc.«Schiffswerften. Derbedeut.Erwerbszwoigf**%'dist sein Handel, durch den es sich zu einem Hauptstapolphd*'/^markt erhoben hat. Hamburg unterhält einen directen V crK ^fast allen Gegenden der Erde, seine Flagge weht auf aP®!?'und in vielen Ländern würde ohne dessen VermittelungDeutschland und dessen Industrie unbekannt bleiben,Wahrheit gesagt werden kann, Hamburg ist der grösst®platz auf dem europäischen Festlande. Sein Handel g® bt $land, Frankreich , Belgien, Holland , Spanien, PortnffLändern des Mittelmeers, Amerika in allen seinen Thoil 0I, Wjafrika, Ostindien mit seinen Inseln, und den europäischen
Handelsartikel auf eigene Rechnung; Ein- undländischer Naturprodukte und Industrieartikel (ManufaK• (*/
Kolonialwaaren, Wolle, Getreide, Eisen, Wein, Tabak ßtmissions-, Spedition«-, Bank-, Wechselgeschäfte, As 0eC , e ijir!schäfte, Fonds- und Papierhandel, Detailhandel. Die
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Hamburgs bestand zu Ende 1862 aus 486 SeeschiffenCommerzlast (1 CommerzlaBt = 3000 Kilogr.) und 20von 6163 Commerzlust. 1863 liefen imllafen von H. ein: oschiffe, von 433,274 Commerzlast, wovon 1229 Dampfe 1 V p o 0 $fCommerzlaet, und liefen aus: 6064 Schiffe von 429,376last, wovon 1231 Dampfer von 203,198 Commerzhud*.-,Ober-Elbe kamen au 3448 beladene und 909 unboladon® ü gt-.
und gingen von Hamburg nach der Elbe aus: 4480 F»nDie Einfuhr in H. zu Wasser und zu Land betrug i 01Werth von 640,841,960 Mark. — Dampfschiffe fahren na®
Hüll, Newcastle, Leith, Christiansand, Bergen, Amstord®®' ufdam, Havre, Norderney, Helgoland, Stade, Nowyork e 'fl, ywärts vermitteln die Fiisenbahncn noch Magdeburg.mar, Lübeck, Stettin. Kiel, Lüneburg, Hannover,
Frankfurt etc., ebenfalls einen grossen Verkehr, dor aU ^ ct lB w»*J^w+Auch die Beförderung dor & x
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Industrie belebend wirkt. ___„
ist für Hamburg ein sehr bedeutender Erweibszweigder1869: 18,753; 1860: 14,913; 1861: 13,724; 1862: 18.560;
1862 wurden an 6000 Auswanderei* von H. über Engl* n< \-j,53° 83' 5" n. Br., 70 38’ 9" ö. L. v. Par. 8) Df. in , ün *£j \tK\Saros, 680 E. 4) Ortin Ver.-St., Pennsylvanien, nördl- v |A1100 E. 5) Ort ebd., New-York, Gfsch. Erie, am V
6) Ort ebd., South-Carolina, Distr. Edgefield, 1. amSavaebd., Michigan, Gfsch. Livingston, 1000 E. 8) Stdtsc • jj.?nois, Gfsch. Calhoun, 610 E. 8) Ortebd., Connecticut,
London, 14 engl. M, von New-London. 10) Ort ebd.« • 1 SP}
Gfsch Sussox, nahe den Fl. Walkill, lSengl. M. vonN® w ^Fahrikbetrieb. 11) Ortebd., Georgia, Gfsch. Macon.
SW. von Milledgeville. J
Harnhurger-Halllg, s. Hallig. ,
Hamdan, fruchtbarer Bez. im gebirgigen Theu gcPArabien. Wein. Das Land steht unter einem eig® j
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Hauptort: Medern mit Schloss und Kastell.
Hnmden, 1) Ort in Ver.-St., Connecticut, y
2260 E. 2) Ort ebd., New-York. Gfsch. Delaware,
Hameaux (les), Ortach. in Frankreich, Dop- tfop VBressuire, bei Thouars, 736 E. J gt.
Ham^gicourt, Df. in Frankreiüh, Dep. Aisne» A • ^
480 E.
liaincl. 1) D’fVin Frankreich, Dep. Nord, Air. Pu«“’’ j^iC^I
112 E.
Ü) H. (le), Df. ebd., Dep. Somme, Arr. Amie ,"corl i %(!.J
Uamelet (le), Df. in Frankreich, Dep. Somme, « • jt«'"Haiueliu, Cap an der Westk. von Australien, Eonu ^
340 14' s. Br., 112° 40' ö. L. v. Par. ,
Ilameliiirourf, I)f. in Frankreich, Dep. Pa® rtArras, bei Bucquoy, 600 K.
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