London
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Long
Plätzen (34) und Squares (71) in der Stadt sind merkwürdig derGrosvenor-Square mit der Ueiterstatue Georg’s II., der Cavendish-Square mit dem Standbild des Herzogs 'Wilhelm von Cumberland,der Bloomabury-Square mit der kolossalen Statue von Charles JamesFox, der Kussel-Square mit der Statue des HerzogsFranz von Bed-ford, der Soho-Square, Eaton-, Bockeley-, St. James-, Trafalgar-,Hannover-,Portman-, Tavistock-, Euston-, Brunswick-, derCarltou-Square und der Lincoln’s-Inn-Fields, der grösste von allen, derMarktplatz Smitbfield für den Viehbaudel, der Marktplatz Leaden-hall für Geflügel, Wild, der Billingsgate für Fische, der Coalmarket,wo jährlich 40 Mill. Tounen verkauft werden, der Pottlandplatz mitdem Waterloo-Denkmal, der Coventgardenmarkt für Obst, Blumen,Kräuter etc. In der Beschreibung der Hauptgebäude nehmen wirdie Hauptstadttheile, in denen sie liegen, als Norm. 1) Die City,Bxideskirehe, Fleetstrasse, bewundert wegen der Schönheit ihrerSpitze, Dunstanskirche, Fleetstrasse, ein schönes gothisches Gebäudemit 130 F. hohem Thnrme von bewundernswürdigem Bau, 1833 er-baut. TimeB office, Printinghouse-Square , in welcher die berühmteZeitung gedruckt wird, die täglich über 800 Menschen beschäftigt.Die Paulskirche, 1676—1710 erbaut, ist ein wahrer Wuuderbau von510 engl. F. Länge und 260 engl, F. Breite und vom Pflaster bis zurSpitze des KreuzeB von 404 F. Höhe. Im Innern entbehrt sie allerOrnameute. Der Tower, Englands berühmteste Festung, unterhalbder Loudonbrücke, mit den Reichskleinodien und zahllosen anderenMerkwürdigkeiten. Garrick-Theater, nicht gross, aber im Innernhübsch. -Mausionhouse, die Residenz des Lord-Mayors währendseiner Amtszeit, kostete 71,000 Pfd. Sterling Baukosten und stehtunfern der Bank, derBürsoetc. 8t. Marylebono-Kircho, mit schönemKirchthnrme moderner Bauart, General-Postamt, Münze. Die Cityof London Schule, Wilkstrasse. Newgate, in üid Bailey, ist dusCriminalgefäugniss der City. Die Guildhall oder Rathhaus, 1411 er-baut, mit einer Meuge von Monumenten, Büsten, Gemäldeuetc. undeinem ungeheuren Saale, einer Bibliothek etc. St. ßartholoinäus-Hospital, ein schönes Gebäude mit 680 Betten. 2) Westmiauter.Die Westminster-Abtei, in reicher altenglischer Bauart, der Krö-nungstempel aller euglischeu Könige von Eduard dem Bekenneran; viele Grabmonumeute von Königen und berühmten Personen,nebst unzähligen anderen Merkwürdigkeiten. Westminsterhall, derVersammlungsort der ältesteu Parlamente und zugleich seit 1224 derhöchste Gerichtshof Englands. Die Pariaraentshäuser, am Themse-ufer, 1840 von dem genialen Charles Barry erbaut, mit 910 F. langerprachtvoller Faqade. Schatzkammergebäudo, eiu langes u. schönesGebäude mit dem Schatz und mohrereu Ministerial-Kanzleien. DasKriegsministerium. Das Admiralitätsgebäude. Nortburaberlunds-house, ein edles Muster jakobinischer Architektur mit schönen Ge-mälden etc. Die Nelsonaüule auf dem Trafalgarplatz (unstreitigoiner der schönsten Plätze Loudons). Die Reiterstatue Georg’« IV.ebd. Martinskirche mit ausserordentlich schönem Porticus uudauch im Innern prächtig verziert. Die Nationalgallerio, einHaupt-gebäudo mit zwei Klügeln, herrlichem Pmticus, grosser Kuppel,vortrefflicher Gemüldesammlmig und Kunstakademie. College ofPhysicians mit Bibliothek , Portraitsammluug und einigen Kurio-sitäten. Lowther Arcade, eine bedeckte Arcade mit Glaskuppelu.Adölpki-Terrueso, eine Häuserreihe zwischen Waterloo- und West-minsterbrücke. Adelphi-Theater, wo blos Burlesken aufgeführtwerden. Coventgardentheater, welches 8000 Menschen zu fassenvermag. Exeterhull, in welchem grossartige Aufführungen ernsterMusik stattfiuden. Dmrylane-Theater, Bridgesetreet, mit schönemPorticus und Säulenhalle. Somersethouse, im Strand, mit Staats-bureaus, sehr elegant gebaut mit prächtiger Faqade, im östlichenFlügel das Queen’s-College, d. b. eine Universität. Hayraarket-theater mit schönem Porticus. Opernhaus nächst dem TheaterdellaScäla zu Mailand das grösste Theater der Welt. Mehrere Clubbgo-bäude, von denen das Travellers-Clubbhaus mit Recht bewundertwird, das Atheuäum-Clubbhaus eine vorzügliche Bibliothek be-sitzt eto. ßritisb-Institution mit Kunstausstellungen. St. James-theater, klein, aber nett gebaut. Almaks- oder Willissäle, in denendie Cröme Loudons ihre Bälle hält, in der Kingsstrasse. Burliugton-Arcade, ein bedeckterDurchgang mitLäden, an derPiccadillystreet.Burlingtonbouse , zwischen Bornl - und Hackvillestreet. eiu herr-liches Gebäude. Aegyptische Halle, in altügyptischem Stil mit Hie-roglyphen bedeckt, mit Ausstellungen. St. Jameskirche, im Innernein Meisterwerk der edelsteu Architektur uud mit herrlicher Orgel.St. Geurgsknche mit Glasgemälde und für 'I ’rauungen die fashio-nabelste Kirche der Stadt. Die Statue William Pitt’s, llannover-Square. Pantheon, ein Bazar für Galanteriewaaren, zwischen Oxford-und Marlboroughstrasse. Das britische Museum, Great-Russel-street, ein in seiuer Art einziges Institut. Findlinghospjtal, Guild-fordstreet. Adelaide-Gallerie, vou Gelehrten behufs Erleichterungdes Studiums gegründet, mit Modellen , Gemälden, Soulpturou etc.St. Jamespalast, äusserlich unregelmässig, aber innerlich überreichausgestattet. Buckinghampalast, der Palast der Königin. Will—bank-Gefängniss, das grösste Gefängnis« Londons uud für Hafti-rungderDeportirten bestimmt, zum Theil mitZelionsystom. 3)Mary-lebone. Polytechnisches Institut, in welchem eine DampfmaschineAlles in Bewegung setzt, was beweglich ist und wo von Morgensbis Abends Vorlesungen gehalten werden. Universität, ein sehens-werther architektonischer Bau. 4) Lambeth. Lambethpulast, rechtsan der Themse, den Parlamentshäusern gegenüber, die Residenzder Erzbischöfe von Canterbury. St. Mary’akirche. Bethleheras-hospital für Geisteskranke, bequem und sauber eingerichtet mit500 Betten. Das Blindenhaus, das weibliche Waisenhaus, das Tuub-stumraeninstitut. 6) Southwark. Guy-Hospital mit chirurgischemund medicinischem Theater, anatomischen Präparaten, Laborato-rium. Wachsraodellen, 600 Betten. Barklay-und Berkins-Brauereimit 2 Dampfmaschinen, die grösste Brauerei der Welt. — Auch alsFabrikstudt ist London bedeutend, namentlich in Southwark. Be-sonders beträchtlich ist die Seidenweberei in Spitalfield. die Porter-und Alebrauereien, Spiegel-, Schlosser-, Gold- und Süberwaaren-fabriken, Wagonbauaustalten, Schneiderwerkstätten, Uhren, vor-
treffliche chirurgische, optische, astronomische und musikalisch*Instrumente, Gewehre, lackirte Waaren, grossurtige BrennereienTapeten, Porzellan etc. Die Wauren sind zwar ziemlich hochi®Preise , aber von anerkannter Güte und Eleganz. Alles UberwM*jedoch der Handel, der jährlich an 6800 beladen einlaufende Schiff*weiter Fahrt und an 22,000 Küstenfahrer, von zusammen 6*13 5li1*Tragfähigkeit, beschäftigt, an Zoll 76—77 Mill, Thaler einträgt, uD "in den ein- und auageführteu Waaren jährlich ein Werthkupitul v0#ungefähr 670 Mill. Thalern bowegt. Wichtige Handelsgesellschaft**sind die ostiudische Gesellschaft, die Auswanderungs- u. Coloui*» -gesellschaft, die neue Gesellschaft für deu Wallfiscbfang, die Süd*see-Qompagnie, die Hudsonsbai-Compaguie u. a. Den Seeba»^befördern die Docks oder Bassins an deu Ufern der Themse,die Schiffe anlegen, um ein - u. auszuladen etc. Es sind am Huk* 11Flussufer: der London-Dock, St. Catherine’s-Dock, New-Dock,
Ost- und die West-Indian-Docks, N. an clor Islo of Dogs, und^ 1 ®ältesten von allen, obschou erst seit 1802 angelegt; am rechten Fl» g0 Jufer-. der Grand-Sutrey-Dock, worin der glchn.Kanal mündet,die Commercial-Docks. Vier engl. M. Weit von der Londonbröck*abwärts bietet der Strom eine ununterbrochene Reihe von vor Auk^liegenden grösseren und kleineren Schiffen aller liandelsvölkerErde dar. Der von dieaeu Schiffen offen gelassene Wasserweg v-'it®fortwährend von Dampfern, Schiffen uud Kähnen befahren.
60 Schiffe kommen täglich an und an 1200 besondere Ofßcia»t eDbilden die Themsepolizei, die wieder unter einer besonderen Co®'mission steht. Wichtig für den Huiidel sind ferner noch die A**fcuranzgesellschaften, die meist sehr reich sind und ihren Ad®!'niBtratioussitz in eigenen, oft grossartigen GebUudeu haben. 0*Abgaben dieser Compagnieen an den Staat betragen allein jährig700,000 Pfd. Sterling. Die Post ist ein grossartiges Institut und**für die Bequemlichkeit des Publikums , nicht für die Steuer an d 0 *Staat eingerichtet. Die Billigkeit der englischen Post ist allbekatt®und ihr allein ist der Umstand zuzuschreiben , dass im Jahre 1^“von der Londoner Post an ein - und abgegungeneu Briefen allein;94,945,886 Briefe befördert sind. Ein anderes Haudelsinstitut i*die Bank von England, die erste Depositen- und Girobank vonropa, 1694 gegründet, mit 800 Buchhaltern. Dio StockbörBe, d®Geldmarkt dor Welt in Chapel court, gegenüber dor Bank. I )10künigl. Börse, die Koxnbörse, die Kohlenbürse. L. wird von 8 G« -sollschaften mit Wasser versorgt. Zwölf Gaagesellsohafteu schaff*’ 11jährlich an 1460 Mill. Kubikfnss Gas für die Stadt, und verbrauche*180,000 Tonnen Kohlen. 1861 betrug die Einfuhr von Kohlen inS 1 /) Mill. Tonnen , in 10,000 Sohiffen geladen. Die Stadt L. ist i*26 Ward» eingotheilt, und hat als höchste Behörde den Lord-Ma) 0 *"und den Rath der Aldermen und der Gemeinen. Zum Parlam«^wählt die Stadt L. IG Mitglieder. *2) Hptort der Gfsch. Madisou»*Vor.-St.. Ohio, 1640 K. 3) St. in Ober-Canada, N. vom Erie-Sc*an der Thames. 4) (New-), Ort iu Vor.-St., Pennsylvauien, Gf* cl1,Chester, 2150 E. 0) St. ebd., Connecticut, gleichnam. Gfsch.,Thames-River, 10,116 E. Guter Hafen, Dainpfinaschinoubau, Mos®***8chmiedwaareu , Kurz- uud Silberwaaren , Gerberei, Fischerei, M'sonders Wallüschfang, bedeutender Handel. 6) Ort ebd., Ne*'Hampshire, Gfsch. Merrimack, 1010 E. 7) Hptort der Gfsch.ebd., Missouri. 8) Sfcdtsch. ebd., Ohio, Gfsch. Huron, 1300 ■&'9) Fick, und Hafen auf der Nordkttste dor Prince-Edwards-Ine 0 *'am St. Lorenz-BuBon. 10) L.-llritHin , Stdtsch. in Ver.-St,. Pe»**sylvanien, Gfsch. Chester, 750 E. 11) L.-Grovo, Stdtscb. ebd' 11560 E.
Londonderry, 1) Gfsch. in Irlaud, Ulster, stösst N. an d e ®Foyle-See und den atlaut. Ocean, zwischen der Gfsch. Antiira 0"dom Negah-See SO., der Gfsch. Tyrone S., der Gfsch. Donegal ’29VaQM., 191,744 E. in 3 Stdtn. und 31 Krchapln. Das Land if*theflB gebirgig , jedoch nicht über 1600 F. hoch, tboils eben.Flüsse sind der Bann im O. mit seinen Zuflüssen Moyowla unddy, ira W. derFoyle, der, wieder Bann, iu den atlant. Ocean strüiu*’der Failghan nebBt Roe mündet in den Foyle-Bee. Der Aokerbaöist Hauptuahrungszwoig, erzeugt aber nur Gerste, Hafer und KaT'toffeln; dis Viehzucht ist gering; die Leineweberei der einzige Iß -dustriezweig. £) Hauptst. der gleichu. Gfsch. ebd., WNW. vo 0Belfast, 1. uuweit der Mdg. des Foylo in den glchn. See, 19,880 K*Sitz eines Protestant, und eines kathol. Bischofs, gothische Kath**drale, grosses Hospital, Leinwandlialle. Der Hafen ist tief un 0sicher, lebhafter Handel, und dio Ausfuhr Garn, Leinwand cto., di 0Einfuhr Getreide, Flachs, Bauholz. 3) Ort iu Ver.-St., New-HamP"shire, Gfsch. Rockingham, 1760 E. 4) Ort ebd., Pennsylvanioß'Gfsch. Chester, 700 E. 6) Ort ebd., Gfsch. Dauphin, 1790 E. WOrt ebd., Gfsch. Lebanon, 1700 E. 7) Ort ebd., Gfsch. Bedford»900 E. 8) Stdtsch. ebd., Ülilo, Gfsch. Guernsey, 1600 E. 9) Ca? ’der Nordk. vou Australien, Tasmunia (Van-Dieraens-Laud). 13° 44'8. Br., 1240 83' 26“ ö. L. v. Par.
Londontliorpe, Df. in England, Gfsch. Lincoln, 228 E.
Londorf, Fick, in Hessen-Darmatadt, Oberheesen, Kr. Grün -borg, 886 E. [860 E-
Loiidzin, Df. in Preussen, Rgbz. Marienwerder, Kr. Löbau*
Long, 1) Pfrdf. in Preussen, Rgbz. Marienwerder, Kr. Könitz»880 E. Kol. ebd., 180 E. 3) St. in Frankreich, Dep. SominO»Arr. Abbeville, 1505 E. 4) St. iu China, Prov. Chen-Si, NW. beiFoung-Thsiang. 34 ü 48' n. Br., 104° 36' 64“ ö. L. v. Par. fi) L* -Branch, Ort in Ver.-Sfc., New-Jorsey, Gfsch. Monmouth, um atlant-Meere. Seebad. 0) L.-t'amp, Df. in Preussen, Rgbz. Trier, Kr*Bernkustel, 666 E. Schieferbruch, Bergbau auf Braunstein, Kupfe*uud Blei. 7) L.-Compton, Df. in England, Gfsch. Warwick, 703 R*8) L.-IUtton, Df. ebd.. Gfsch. Surrey, 1446 E. 9) L.-Houghton.Df. ebd., Gfsch. Northumberland, 491 E. 10) L.-Island, ein be-sonderer Theil des Hebriden-Archipels, von der Westküste Schott-lands durch den Minch-Sund, und von der Insel Skye durch de»Little Minch geschieden. Die bedeut. luselusind: Lewis, North-Uist, Benbeoula, South-Uist. 11) Brit. Insel in der Fundy-Bai, a»der Westküste von Neu-Schottlaud. 1‘2) Insel der PenobBOt-Bai, a»der Küste von Maine, Vex.-St. 44° 17' 7“ a. Br., 71° 10' 16" w*