Oesterreich
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Oesterreich
Lombard. Venet. Königreich
457 geogr.
QM.
mit 2,523,000 „
Königreich Ungarn
3896
„ 10,172,000 „
Königr. Kroatien u. Slavonien
350
» 920,000 „
Grossfürstenth. Siebenbürgen
998
* 2,027,000 „
Militärgrenze
609 „
* 1,090,000 „
Hierzu das active Militär
—
400,000 „
Gesammtsumme
11,762 geogr.
QM.
mit 36,195,000 E.
Zum deutschen Bunde polieren nach der Erklärung von 1818folgendo Kronländer und Theilo der österreichischen Monarchie:Oesterreich ob und unter der Enns, Salzburg, Steiermark, Kärnten,Krain, Triest, Gör», oin Tlieil von Istrien, Tirol und Vorarlberg,Böhmen, Muhren, Schlesien u. die in administrativer Beziehung mitGalizien vereinigten Herzogtümer Auschwitz und Zator, zusam-men 3691 geogr. QM. und nahezu 13^2 Mill. Bewohner. — Oesterr.Küsten, welche einen westnordöstlichen Halbbogen bilden, werdenvom adriat. Meero bespült, das hier vier grosse Busen, die Golfevon Venedig, Triest, Fiume und Cattaro und mehrere Kanäle zeigt.Zahlreiche Inseln erstrecken sich in einer langen Jleihe längs derKüste von Istrien, Kroatien und Dalmatien von NW. nach SO.; diegrössten sind: Veglia, Cherso und OsBoro, Arbo, Pago, Prazzo, Le-sina, Lissa u. Curzola. Die vorzüglichsten Halbinseln sind Istrienund Sabbioncello. — Nächst der Schweiz ist Oesterreich der gebir-gigste StaatEuropas, indem mehr als drei Viertheile seiner gesamm-ten Bodenfläche auf das Gebirgs- und Borgland gerechnet werden,jedoch vermischt mit fruchtbaren schönen Thälern, vorzüglich nachS. hersbziehend. Die Gebirge durchziehen das Reich in der.Hauptrichtung von W. nach 0. nordwärts vom adriatischen Meere;es sind folgende : l) Die Alpen in Tirol, Salzburg, Oesterreich obu. unt. der Enns, Steiermark, Kärnten, Krain, im N. von Venedig,im W. von Ungarn, Kroatien und Slavonien, der Militärgronze undDalmatien. Hauptspitzon: der Orteier, 12,069 Par. F., dio Königs-spitze oder Zebru, 11,617 F., Stilfser u. Wormser Joch, 8684 F., inden rhätischen Alpen; Monte Antclao, 9991 F., in den tridentini-schen; Oetzthalor Waldspitz, 11,673 F., Weisskugol, 11,485 F. inden tiroler; grosser Sollstein, 8837 F., Stanzkopf, 8439 F. in denAllgäuer Alpen; der Grossglockner, 11,672 F., der Venediger,11,971 F., Wiesbachhorn, 10,767 F. in den norischen; ewigerSchneobcrg, 9021 F., Dachstein. 9206 F., Thorstoin, 9031 F. in densalzburger; der Burkenkogel, 8896 Par. F. in den karnischen Alpen.Tn den Alpen beträgt die mittlere Kammhöhe 7200 Par. F. und dieLinie des ewigen Schnees zieht in den zusammenhängenden Kettenin einer absoluten Höhe von 7800 bis 8100 F. Über das Gebirge hin.
Uebor Böhmen, Schlesien und Mähren, das mittlere und nördl.Ober- und Niedor-Oosterreich breitet sich das horcynische Gebirgeaus: mit dem BöhmeTwald (Ktibani 4239 F.), dem Fichtelgebirge,dem Erzgebirge (Keilberg 3802 F.), die Sudeten (Schnoe- oderRie-senkoppo 6060 P\), dem schlesisch-mährischen Gebirge (Allvater4640 F.), welche alle nirgend die Schneelinie erreichen. Die Kar-pathen dehnen sich in bogenförmiger Richtung über Schlesien,Mähren, Galizien, Ungarn, dio Bukowina. Siebenbürgen aus. BabiaGora, 5400 F., Lomnitzer Spitze, 8300 F., niedrige Tatra, 6200 F.,Pietrozza 6800 F., Kuhhorn, 6970 F., Nogri, 7842 F. — Von denEbenen des Kaiserstaats sind die bedeutendsten: die grosse un-garische Ebene mit einem Fläclienraum von mehr als 1700 QM.; diekleine ungarische Ebene mit einem Areale von 160 QM., die gali-zische Ebene und die venetianischo Ebene, minder bedeutend sinddie Ebenen in den übrigen Kronländern: die Ebene von Nieder-Oesterreich zu beiden Seiten der Donau (das Tukner u. das Marcli-fold), dio Welser Haido in Oberösterreich, die Klagenfurter Ebenein Kärnten, die Hanna in Mähren etc. — Die vorzüglichsten Flüssesind: dio Donau, welche ein Stromgebiet von 8000 QM. in Oester-reich umfasst, mit ihren bedeutenderen Nebenflüssen, und zwarrechts: dem Inn 68 M., der Traun 24 M., der Ens 41 M. (mit derSalza undStcier), alle schiffbar, derYbbs^^M., der Traisen UM.,der Leitha 24 M., der Raab 24 M., der Drau 83 M., (mit der 66 M.langen schiffbaren Mur), der Save 94 M. (mit der Laibach, Kulpa u.Unna); am linken Ufer: der March 47 M. (mit der Thaya), derWaag 40 M. (mit der Neutra), derGran 35M., derTheiss 180 M. (mitdem 33 M. lg. Hernad, dem 64 M. lg. Szamos, dem 60 M. lg. Körösund der schiffbaren 64 M. lange Maros), der Temos 58 M. lang; alleschiffbar; ferner der Dniester, welcher in den Karpathen Galiziensentspringt, 62 M. in Oesterreich, mit dem Stry, Bered u. Podhorce;die Weichsel 62 M. in Oesterreich, mit dem schiffbaren Dunajec, derWisloka, der schiffbaren San und dem Bug; dio Oder 1S 1 /»» M. in.Oesterreich, die Elbe 40 M. in Oesterreich und schiffbar, mit derTser, Metau, Adler, der 57 M. lg. Moldau und 36 M. lg. Egor ; derPo mit demMincio; die Etsch 48 M. (mit der Eisak und Lavis).Die bedeutendsten Seen sind: der Platten-, Neusiedler-, Zirknitzer-,Traun- oder Gmundoner-. Atter-, Hallstätter-, Waller-, Wörther-,Ossrichor-Seo. der Bodensee , welcher auf eine Strecke von 2*/> M.die österr. Gronze bespült. Mineralquellen finden sich in un-gemein grosser Anzahl (wenigstens 1600), die meisten in Böhmen u.Ungarn. Säuorlinge: Gastein (Salzburg), Rohitsch u. Gleiehenborg(Steiermark), Pröbcl und FeUathal (Kärnten), Karlsbad, Bilin,Giesshübel, Marienbad und Teplitz (Böhmen), Luliatechowitz (Mäh-ren), Bartfeld (Ungarn). Eisensäuerlinge : Franzensbrunn undLiebwerda (Böhmen), Freudenthal (Schlesien). Soolen: Ischl(Oberüsterreich), Hall (Tirol), Wioliczku (Galizien). Jodquollen:Hall (Oberösterreich). Schwefelquellen : Baden, Pirawart (Niedor-österreieh), Monfalcone (Istrien), Teplitz, Pistjan u. Ofen (Ungarn),Mehadia (Militärgrenze). Bitterwässer: Seidschitz, Sedlitz undPüllna (Böhmen), Iwonicz (Galizien), Gran u. Füred (Ungarn). —Die grosso geographische Ausdehnung dos Staates und die verschie-denttiche orographische Beschaffenheit bringen einen ausserordent-lichen Wechsel des Klimas hervor. Jo nach Höhe der Lage kannman die milden Lüfte Italiens oder die Eiskälto Grönlands haben.Am kältesten ist das dem Nordwinde offenstehende Galizien, wäh-rend Ungarn, von don Karpathen davor geschützt, sehr warm ist.Man kann das Reich in 3 klimatische Regionen tkeilcn, die südliche
bis zum 46° n. Br., mit ttberlO°R. mittlerer Wärme
(Triest l-,
Ragusa 11,8°, Temcsvar 9,2°), mit Reis, Oliven, \V 01D : (Xri**
früchten; die mittlere bis 49° n. Br., mit 8— 9<> Mittel«'® fr10°, Inspruck 7,8°, Wien 8,5°, Ofen 8.8°, Klauseniburi g (1
nördliche jenseit dos 49° n. Br. mit 7° Temperatur (P*"®? .^ j>mütz 7,3°, Lemberg 6,1°). Don meisten Niederschlagöstlichen Alpen, die Po-Ebene und Galizien. <len , ^ e nmatien, Mittelungarn, Istrien.- An Naturp ro dukto ^
reich ungemein reich, insbesondere an Mineralien; ©0 Q Ue0 v«il^Siebenbürgen etc.), Eisen (Steiermark etc.), Silber,
Kupfer (in Ungarn), Kobalt, Steinkohlen, Braunkohle* fl® 1Salze, Holz ; ferner an Erzeugnissen des Landbaucs » n 0t*zucht: Wein, Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, GeHopfen, Tabak, Mais, Hülsenfrüchte, Oelsamen, Se’deRindvieh, Schweine, Schafe, Gänso, Fasanen etc. Am y en eÖAckerland sind Mähren, Böhmen, Schlesien, Galim®» 1 pjtf*Nieder- und Oberöstorreich, die VVojwodschaft mitUngarn, Kroatien und Slavonien. Den ausgebreitets y eD e#besitzen Ungarn mit den Nebenländern, Dalmatien». t |jcl>*
Nieder-Oesterreich, das Küstenland und Südtirol. Dm ^Alpenlftnder, das Küstenland, die Bukowina, Dahnatie •dio Wojwodschaft mit dem Banate u. die Militärgrenze fdes bedeutenden Graslandes auf die Viehzucht ,
dem Ackerbau angewiesen. Besonders reich an "^®* nuk®*’ 1 *die eigentlichen Alpenländer, dann Ober-Oosterreicb, di .gieW*’die Militärgrenze, Kroatien und Slavonien und besonbürgen. Die produktive Bodenfläche betrug zu Knd©
1863: für Ackerland 35,289,248. für Reisfelder 116.gärten 1,275,736, für ‘Wiesen u. Gärten 13,796,923, für v fl*beer- und Kastanienwälder 109,765, für Weiden 1 ® ,1 J , 0 A r r.düngen 82.066,966 Joche, im Ganzen 97,760.782Der gesammte Realbesitz hatte den Werth vonDer Viohstand in Oesterreich war zu Ende des Jahres
Laudwirthschaft den wichtigsten Thätigkeitszweig de* ^ PDie zumBergbau verliehenen Bergwerksmassen bedeckt®dos Jahres 1868 für Gold und Silber 1) Aerar: J 5 . 669.79 ’ ^q,*.K11,991,843 Wiener Quadrat-Klaftern, im Ganzon 97,661»®* gÄfür Eisenstoino 1) Aerar: 6,832,089, 2)fPrivat:4 7,120,23®’ '
62,952,322 W. Q.-K.; für Mineralkohlon 1) Aerar: 28.»Privat: 206,056,962 W. Q.-K.; für andere Mineralien1 ^6,406,600, 2) Privat: 32,246,980, zusammen 37,76M»*LSumme der Grubenmasson : 353,238,289 W. Q,.-K. Der*der verliehenen Tagmassen betrug zu Ende 1863: » u g^ .Silber 1) Aerar: 160,000, Privat: 664,049 W. Q--K-«
824,049 W. Q.-K. ; auf Eisensteine 1) Aerar: 328,006, j$j.13,170,037 W. Q.-K.; auf andere Mineralien 1) Aerar: ( ^ crPrivat: 1,340,243, zusammen 1,609,532 W. Q.-K.masson 15,931,624 W. Q.-K. Gesammtfläche der verlieh
worgsmasson zu Ende des J. 1863: a) Aerar: 66,671,8 '^ Ir.vat: 312,593,346 W. Q.-K., zusammen 369,169,863 ^' f 1 ’’^
der Freischürfe 7580. Erzeugt wurden 3027*/ 2 IVTtin^P70,635 4 ,\ Münzpfund Silber, 4467,73 Centner fyieckßim' ’q#Ctr. Rohkupfer, 605,98 Ctr. Zinn, 23,779 Ctr. Zink, 1 > 49 * SipO^Silber, 96,626 Ctr. Blei, 40,463 Ctr. Glätte, 1,275 Ctr. A» w pf36,086 Ctr. Schwefel, 82,449 Ctr. Eisenvitriol, 3,172 Ctr- -■*"
vw*. .luinuoj, \.<H. J’ilBOIlVlliilUl, «J, a Ctf, ‘ n <S>
vitriol, 5,923 Ctr. Alaun, 17,461 Ctr. Chromerz, 2,318 ^
stein, 130,339 Ctr. Graphit, 45,666,852 Ctr. Steinkohle». ' rC li
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duktion hatte am
Fl.; beschäftigt waren dabei 109,727 männl. Aruon»** *ber u, Kinder, zusammen 126,973 Arbeiter. In Vorwen ^ ubeim Bergbaue 481 Dampfmaschinen mit 10,581 Pferde*
Die ge werbli ch e Thätigkoit hat im Österreich.
torreicn. ,. BB igeV
einen grossen Aufschwung genommen. Dio fabriks*»» tflei ". (i
„„ «nd di« 0
Ctr.Braunkohlen, 3,166 Ctr. Asphalt, 4,074 Ctr. Borgöl-Hochöfen in Betrieb (66 ausser Betrieb), wurden *. ge0 . *5,767,065 Ctr. Friach-Rolveisen, 610,603 Ctr. Gues-R 0 » 39I vSalz wurden erzeugt: 3,034,236 W. Ctr. Steinsalz, 2’^ '' (?t\,Sudsalz, 947,947 Ctr. Seesalz, 672,264 Ctr. Industri®'®werth deB Salzes: 38,630,742 Fl. — Die gesammte B e
Erzeugungsorte einen Geldwerth vo» 246%waren dabei 109,727 männl. Arbeite* 1 » ’
duktion nimmt immer mehr an Ausdehnung zu, nn ^.. j»werbe bemühen sich nach Einführung dor Gewerbe**'®Anfordertingen der Zeit zu entsprechen, und mit dom A jconcurriren. In Böhmen sind die bedeutendsten S
werbfleisses dio Industrie in Lein-, Schafwoll-. /li*
_ S _Ul_II»_ •_ Tk_.»Inn. linO ..„f.“,
gemischten Waaren, in Glas-, Metall-, Porzellan
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waaren, die Erzeugung von chemischen Produkten uno .
P'iniArffthrilrn.h’oTi . difl BierhraiiArAi ltnH BranntWÖ*» a.irid*
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Viohstand in Oesterreich war zu Ende des «janreS ^
3,460,399, 23,781 Maulthiero und Maulesel. 3,266,271 *£ gg.ijStiere, 6,353,086 Kühe, 4,647,759 Kälber bis zu 3Esel, 16,964,236 Schafe, 1,617,826 Ziegen, 8,161.680 fl®
Werth des Viehstandes betrug 1,006,149,740 Fl-;landwirthschaftl. Geräthe u. Werkzeuge 278.054,672der landwirthschaftlichen Produktion 1863, annnhCTunB« ^rechnet auf Grundlage mehrfacher amtlichor Erhebung®lagen betrug die Summe von 2,076,300,000 Fl., mitJag» 12,122,300,000 Fl. Für die Landwirtschaft kamen 85B Jschinen mit 3284 Pferdekräften in Vorwendung. Der 1, e ^ijil 4in Oesterreich sehr ausgedolint betrieben und bildet -o^oPf,
flAti wiAlifi’erotrtn 'rViHtlrrVAifBTWeU? dS* ffi
Nieder-Oesterreich, vorzüglich Wien, liefert die mann 9^ .Produkte: Seidenwaaren, Shawls, GalarrtoriewaarenBchiedenen Stoffen, Modewaaren, Leder, Maschinen,cliem. Produkto, Baumwollgespinnste, Baumwoll- . ull< ru ^u8 tr ‘l(fwaaren, Papier, Eisenwaaren. In Venedig ist die 1 jo^.Seide, Glas, Papier, Leder- undMetallwaaren vonBelanS’.^ ^Oesterreich die Eisen-, Lein- u. Baumwollen-Industrie v
‘ K di*V
mark in Eisenindustrie und Papierfabrikation; in 0*“ .tj‘Krain die Eisenindustrie, der Schiffbau im Küstenlan «pjj-ol 1; [1
zeugung von Heiden-
Vorarlberg ; dio Weberei von Lein-, Hanl- und ticn»*"-; br iiGalizien und dor Bukowina; dor Schiffbau undLi'l» eur
w vii.il uuu 1,1. .. --- - , rJ.jj’O' jf
Metall- und Baumwollwaaren *» .
ei von Lein-, Hanf- und Schafw .