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Zweiter Band. L- Z.
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Oesterreich

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Oesterreich

ji • ^ Balm t*

> N»u«dl erwälinensworth. In den ungar. Ländern, Sieben-^ 5^ Schaf» n r Mi litärgrenze ist dieHausweberei von Lein-, Hauf-n'fr ^^tweir, ° t to ^ eu ’ die Fabrikation chemischer Produkte, vonl'Hr l ^licW L^der-, Papier-, Holz-, Glas- und Töpferwaaron vonfi* !^ e Ifabr^^ 6^1eutu^^, 1863 betrug die Zahl der Kunkelrftben-0 p* • * Zahl ri 0n 138 > weiche 15,383,140 Cent. Kühen verarbeiteten,

)*# welpf ^werbmasaigeu Branntweinbrennereien 6393, von

D ld' 8 a ^ 8 -Nebenbeschäftigung der Laudwirthschaft be-

0 ! ütl ladnat^' 90,901 » der Bierbrauereien 8230. Bei der ErzeugungHöf Mo pfp^? 18g0 Kenständen gab es 2841 Dampfmaschinen mityj* •** ( 18 &&: 630 Maschiuon mit 8473 Pferdekraft).

Ob* «**1- un^r! 111 ^ 8 ^ der gewerbl. Industrie sind: die vielen technischen>fei^ ^etbei tam e ' ver ^ )e8c hnlen, die Gewerbevereine, die Handels-und0 * h^hejh fl -. n | 8r ^’ *8 an der Zahl, dasneueauf dem System der Ge-n eÖ j ö del i R ! C 8a0 *Hö Gewerbegesetz von 1869 etc. —Der Österreich,pji* 1&53mu ? ebr i®hhaft und hat namentlich in neuerer Zeit durch»in* ein 6 dem deutschen Zollverein abgeschlossenen Handelsver-D e& 2fi ifiüU !] 6nt; ^ c * le Förderung erhalten. Dem Auslande gegen-

l)d^ 8 Kaiserreich in zwei Zollgebiete, von welchen das

n t4if ü *t\ die ^ a8 andere aber das „allgemeine Österreich. Zoll-Grönländer (mitAusnahmederZollausschlüsse,D & *^4 „ n T ^‘öihäfen Triest, Venedig, Fiume, Buccari, Zengg,

j i der q,. , ar l°pago, eines Theils der galiz. Handelsstadt Brodyi\ ei,1, le Jungholz in Tirol) mit Liechtenstein (seit 1853)lebe** 6 q ^ er th der Einfuhr 1863 betrug 262,348,100 Bl.,

fohl* Kolo» •, 3 >628,700 Bl. Als wichtigste Einfuhrartikel zeigen(Vei®' J> Weh* Waar8n UIld Südfrüchte (im Werthe von 20,387,900jjr ti a j» r “ «nd Wirkstoffe (54,700,400 FL), Metalle, roh’tf* 1,^ u Q(i f albfa hrikat (38,980,61)0 Bl.), Garne (26.429,800 Bl.),1*1} Ph 19 >2 ooP?\ te ^ele (16,981,300 Fl,), Garten- und Beldfrüchtechn • ’ Thiere(14,651,200 Fl.), Arznei,Parfümerie, Gerbe-,»fffdj Ä3oo p?\ 18cbe Stoffe (13,618,700 Bl.), Leder- und Lederwaarenj o9® 3c)i e und v ^ aBc hineu und kurze Waaren (6,876,700 Bl.), lite-)8,$ l^^rjde . ,l8t 8egenstünde(6,447,600Bl.). Unter den Ausfuhr-. ^ 8 * nc * besonders zu bemerken Webe- und Wirkstoffe

ti ^ ?* c ^Ueii ,° n , & 8 »*52,900FL), Webe-u.Wirkwaaren(42,037,700Fl.),/o ' a hurze W'aaren (84,880,400 Bl.), Bronu, Bau- unde V' >re ( 8 PL), Garten- u. Beldfrüchte (28,316,200 Bl.),

V®r iii| *-OOo pi FL), thierische Produkte (6,625,600 FL), Garnefcj^ren <•» Uolz-, Glas- und Thonwaaren (17,088,800 Bl.), Me-hüd n 337,7 00 Bl,), Leder- und Lederwaaren (9,141,400 BL),, a ^^ erw äaren (6,694,600 BL). Der Handel Dalmatienst $ u * dem bBterr. Zollgebiete 1863 ergab den

'K C' Wi uhr,ait ’. 7 *a.W°. der Ausfuhr mit 6,002,600 BL Die627^^ 8l ? ar * ue batte mit Begiuu des Jahres 1863 folgenden{]( f l 7s . ®°biffe weiter Fahrt mit 206,085 Tonnen und 6847X, L , Smsse Küstenfahrer mit ausgedehnter Bahrt von*11/?’ v on o u * 1Ö0 grosse Küstenfahrer mit beschränkter

liif^Und V 33 U1 *d 8i4 M** 1711 kleine Küstenfahrer fürA j,> de* v Iäfea » von 41,538 T. und 6933 M., 047 desgl. für die

*it Ci^cberi 1 Küstenlandes von 3689 T. und mit 1733 M.,itr, “ ai 'keu von 10,396 T. u. 826C M., dann 3869 nmnmerirte

3°, U ]* 9 , 1 ' c bterschifTe von 12,280 T. und mit 8397 M., 69Dampf-

W iv'^7 i« 1 »368 T. und mit 1699 M., zusammen 9648 Schiffe vonri r ^ tüh e bai U i ,c * 83,977 M. Iu sämmtlichen (111) Österreich.Äft lni , ilu J - 1803 eingelaufen: 90,376 Schiffe mit 3,632,437V® 1 Öl i» ^Kafuhr im W'erthe von 156,228,100 BL. ausge-W. „ Schüfe mit 3,666,148 Tonnen mit Ausfuhr im Werthe

l 9 k'’l. (in den Hafen von Triest 10,678 Schilfe eiu-\\ f in» T*> mit Einfuhr im Wertlie von 86,349,900 und

^'rtJ ^ ert * 10 vou 83,284,700 BL). — Die Donau-Dampf-i5'f 8e Kschaft hatte 1863 im Betrieb 132 Dampfschiffe undflC** krj ü8 ter r ^^ ac der Österreich. Lloyd 62 Schiffe. — 1868 wurden*th!) ' 2* n/® tttat0 durch die Post befördert: 86,988,938 Pritvat-ir w^g eü ’ 49,8t5ö amtl. Correspondenzen, 4,979,520 Kreuzband-' 33 » 5 92,446 Zeitungen, und bestanden 290 Telegraphen-^ n 18 künge der fertigen Eisonbahuen betrug 794,19 M.,

r: V^te,^ 1au Ua <l Einrichtung das Kapital von 653,746,605 Fl.

iifly xT ÖP ai '^nsseu des Kaiserstaatos hatten ein

• ’« ^ 9 . 11 Ve t j n ”., a Pital von 9,814,391, und das zu verwaltende Spar-1 L .J. W 0 lksi® eu Vün 126,993,666 Gulden von 668,200 Parteien. —C , ^h 6tlk Vyv l ^ Un 9 ist am weitesten in den deutschen Kron-

^ 88c ^ r ^teu. Die deutsche Literatur ist durch die ganze■••’j. Süß) 111 * Ausnahme des venetian. Gebietes, verbreitot, neben

1'j j, b hoch die slavische Literatur,,vorzügl. dietschecJusche,

t*' h U ^ etzteu Jahren mit ausserordentlichem Eifer uiul

a i » 8r ® c buelligkeit emporgewachsene magyarische Lite-

inj. )' Universitäten bestehen 1) in Wien mit 2462 Studenten,\i- : jliebet» St., 8) Innsbruck mit 874 St., 4) Prag mit 1239 St.,>«& i? U7 3U8t., 6) Krakau mit 469St., 7)Padua mit 1080 St.,

'ft » theolog. Lehranstalten, Montan- und Borst-

K* Vh^irsu? (^ariabrunn, Leoben, Przibram und Schemnitz) mito 11 ’ böhore landwirtlisohaftl. Anstalt in Ungar. Alten-'ufi ^'^nn t hd., techuische Lehranstalten inWien, Graz, Triest,biit ’ Hemberg, Krakau, Ofenmit2986 Studireuden, 223Gym-r '(«i Hinl^olka Sobülorn, 60 Realschulen mit 12,125 Schülern,,tf fl S a '‘‘hlcn mit 34,125 Lehrern, Lehrerinnen und 2,506,342V r . Bc^u^ eü ‘ Weitere Lehranstalten sind: 17 für Hebammen

I/. * s ciie h L eru ’ 19 lanclwirthsch. Schulen mit 549 Schülern,

f gjp hl® 11 mit 93 Schülern, 2 Bergschulen, 3 Akademien,

* j) WM 6 ' if 1, ^Pecialinstitute, Cadotteninstitute; Musik- u. Künst-ler S i Cb Öf e a hdol8lehrauBtaUen. ln O. sind 11 römisch. - kathol.

V,8 r ® e °b. Erzbischof, 1 griech. nicht un. Erzbischof‘ Erzbischof. Die röm. Kirche hat ferner 69 Bischöfe,<r Weilen,, Steiermark, Ulyrien, Büjnnon und Mähren;

]J Aobte mit Pfründen, 124 Titularäbte, 41 dotirte,

•o^ 11 70 ^ 8u ^ en I Siebenbürgen hat 160 Klöster und Convente;

Klöster. Die kathol. Kirche hat sehr bedeutenden** 11 bündereion: der Staat hat jetzt nahe an 300 Abteien

bonvente. Die Protestanten haben keine Kirchen mit

Staatsdotation, ausser in Ungarn und Siebenbürgen, die gewühltenProtest. Geistlioheu werden von ihren Gemeinden unterhalteu.

Die Staatseinnahmen waren nach dem Fiuauzgesetz von1862 veranschlagt zu 392,860,836 Gulden, die Ausgaben betrugen394,612,448 Bl. (worunter 6,683,666 für den kaiserl. Hofstaat,121,744,636 das Ministerium des Kriegs, 17,264,447 für die Marine.118,372,866 Bl. für Verzinsung der Staatsschuld). Die Haupt-suuimo der gesammten Staatsschuld betrug Ende October 1362nach den Erhebungen dorreichsrüthlichen Staatsschulden-Coutroll-Commis8ion 2,526,718,641 Fl. (worunter die Schuld deB Lombard,venet. Kugr. mit 70,391,839 Fl.), die Grundeutlastungsschuldbetrug 622,669,641 BL — Der faktische Bestand der Österreich.Armee zu Ende des J. 1863 war: 635,888 M. und 16,981 Offleiereund Beamte. Die Kriegsmarine bestand aus 66 Dampfschiffen und245 Segelschiffen mit 20,368 M. und 1960 Kauoneu. —U. ist seit 1849eine constitutioneile Monarchie, die gegenwärtige Constitutiondatirt vom kaiserl. Diplom vom 20. October 1860, gefolgt von einemDekret oder „Patent“ vom 26. Bebr. 1861. Der Grundzug bestehtin einem dreitheiligen gesetzgebenden Körper, 1) den Proviuzial-Landtagen, 2) dem Allgemeinen Landtag, „Reichsrath“ und 8) demengeren Roichsrathe. Es bestehen ib Proviiiziallundtago, nämlichfür Ungarn, Böhmen, Venedig, Dalmatien, Kroatien und Slavonieu,Galizien, Ober- und Nieder-Oesterreich, Salzburg, Steiermark,Kärnten, Krain, die Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol, Sieben-bürgen, Istrien. Diese Provinziallandtage beschäftigen sich mitder Gesetzgebung für die Lokal-Verwaltung. Ungarn, Kroatienund Siebenbürgen haben eigene Verfassungen, die etwas ausge-dehntere Selbstverwaltung erlauben. Der Reichsratli besteht auseinem Ober- und Unterhause. J>aB Oberhaus ist gebildet aus denvolljährigen Prinzen der kaiserl. Familie, einer Anzahl von Adeligen(gegenwärtig 62) zugleich grossen Gutsbesitzern, aus den Erz-bischöfen und Bischöfen, dauu aus Mitgliedern, welche vom Kaiseraus besonderer Auszeichnung wegen ihrer Verdienste um den Staatoder Kunst und Wissenschaft ernannt werden. Das 1 Unterhaus be-steht aus 343 Mitgliedern, gewählt durch die Provinziallandtagedes Reichs in folgendem Verhältnis: Ungarn 85, Böhmen 64, Ve-nedig 20, Dalmatien 6, Kroatien und Slavonieu 9, Galizien 88,Ober-Oesterreich 10, Mieder-Oesterreich 18, Salzburg 3, Steiermark13, Kärnten 5, Krain 6, Bukowina 6, Mähren 22, Schlesien 6, Tirol12, Siebenbürgen 26, Istrien 6. Der Kaiser ernennt die Präsidentenund Vicepräsidenten der beiden Keichsrathskammern. Der Reichs-rath hat das Recht: l) der Beistinunung zu allen Gesetzen bezügl.der Militürpflichtigkeiten; 2) der Mitwirkung zur Gesetzgebung fürHandel und Verkehr, Zölle, Bank, Post, Telegraphen und Eisen-bahnwesen; 8) der Prüfung der Budget-Vorlagen, Steuergesetzeund Controllo der Staatsschuld. Eine Initiative zur Vorlegungvon Gesetz- und Verordnungsvorschlägen steht dem verstärktenReichsrath nicht zu. Der engere Reichsrath wird vom vollständigenReichsratli gebildet, ausgenommen die Abgeordneten von Ungarnund Kroatien in beiden Kammern. Die Gesetze, vou dem engerenReichsratli augonomrneu und vom Kaiser genehmigt, haben für denganzen Kaiserstaat Geltung, mit Ausnahme dieser zweier Provinzen.Die Exekutive besteht unter dem Kaiser aus folgenden Ver-waUungsabtheilungen: l) dem Ministerium der auswärtigen Ange-legenheiten; 2) dem Finanzministerium; 8) dom Handels-, 4) demKriegs-, 5) demMarmeministennm; 6) den*Ministerium des Innern ;7) der Polizei; 8) der Justiz, (die 8 letzteren nur für die Provinzen,die im engeren Reichsratli vertreten sind); 9) dem Ministerium derungarischen Hofkanzloi; 10) für Kroatien und Slavonieu; 11) fürSiebenbürgen. Diese 7 letzten Ministerien sind für die einzelnenProviuzen, welche sie respräsentiren. — Seit 1. November 1858 istim ganzen Kaiserstaate der 45-Guldonfuss oder die österr. Währungeingeführt. Der Gulden hat 100 Neukreuzor (= 20Sgr. preuss.). Ge-prägte Münzen in Gold: Kronen, halbe Kronen und Dukaten, inSilber: Zwei-, Ein-u. Viertel-Guldenstücke; Zwei-Vereinsthaler(= 3 Bl.) u. l Vereinsthaler (= l 1 ^ BL); in Scheidemünze 10- uud5-Neukreuzer-Stücke in Silber, und 8-, 1- und 5 ,/ 0 *Neukreuzer-Stücke in Kupfer. Papiergeld; Noten der östorr. Nationalbank zu1000, 100, 10, 5 und 1 Fl. Ü. W. — ln Venotien gelten die metrischen,in Äon übrigen Kronländern die Wiener MaaBse und Gewichte, alsdie gesetzlich. Maasse: Die Klafter zu 6 Fuss ä 12 Zoll ä 12 Linien1 F. = 140,13 Par. Lin., 100 100,7 preuss. Fuss. Die Kilo hat Vll

Buss; die österr. Meile (4000 Klafter) — 1,0226 geogr. M., 100 QB.== 100,4 preuss. CJF.; das Joch 1600 Quadrat-Klafter = 2,26 preuss.Morgen. Getreideniaass: der Metzen = 1,06 Kubikfuss, 100 Metzen=: 111,9 preuss. Scheffel, llüssigkeitsmaass: dieMaass oder Kanne,100 Maass — 123,6 preuss. Quart; der Weineimer hat 41, der Bier-eimer 42V2 Maass. Gewichte: derCemner(=660Giamm)zu 100 Pfd.ä 82 Lotli, 100 = 119,7 preuss. Pfd. Der Zollcentner ist der inDeutschland allgemein gebräuchliche = 89,8 Wiener-Pfund. -2) Oesterreich unter der Enns, Nieder-Oesterreich, Erzherzogth.,liegt zwischen 40° 26' 14" u. 49° 0 / 30" n. Br., und zwischen 12® 6'40" und 14° 40' 3" ö. L. v. Par., und grenzt im N. an Mähren undBöhmen, im W. au Böhmen und Oesterreich ob der Enns, im S. auSteiermark, im O. an Ungarn, mit 360 QM. Areal und 1,719,000 E.(1862) ohne Militär, in 36 Stdtn., 240 Mkttick., 4617 Dfrn. u. Rotten,2631 Gehöften etc. Herrschende Religion ist die römisch-kathol.und es werden nur 15,000 Evangelische, 600 nicht uuirte Griechen,und 22,000 Juden (worunter 15,000 Wien) gezählt. Der Lauf derDonau, von Grein bis Pressburg, zerschneidet es in eine nördlicheund südliche Hälfte, die erstere ist im W. eine Hochfläche aus Gra-nit und Schiefer, stark bewaldet, in der Niederung dagegen reichan Acker mit nur massigem Ertrag, der Saum der Höhen trägt Wein.Deu Osten bildet tertiäres Hügelland (Ebenen von Wagraui und desMarchfeldos) u. hier gewinnt man im milderen Klima viel Getreideuud Weiu. Die südliche Hälfte enthält im W. einen Theil der nörd-lichen Kalkalpen (der Oetscher 6000 F.), einige Reihen von Vor-alpen und obstreiches Hügelland; au der Donau liegt der frucht-bare Tullner Boden. 4/ & des Bodens ist Ackerland, fast Wald;Gärten uud Weiu bedecken eine grössere Strecke als die Weiden.