5Z4 _ Steig. _ _
tet, -aß keiner ohne bey sich gehabtes starkes Begleit aufdas Rahthaus, in die Kirch und vor die Stadt heraus gehendorten, sie auch etlichemal^ würklich cinandern in die Haar ge-rathen, nnd alle angewandte Mittel sie zu versöhnen fruchtlosangcwcndt wordenzu heben, wie er dann eines Tags in dasSchloß Bremgarten, da der Schultheis Nägeli sich des Som-mers etwann aufgehalten, begebeti, und in den Hof hinein kom-men und des Schultheis gar schöne Tochter Magdalena indemselben mit offenen Haaren, die sie kamete, auf dein begraft-ten Erdreich sitzend antraft, welche aber ihne, als ihres Vatersbekannten öffentlichen Feind fliehen wollte, er aber ihr zuvornoch eine goldene Ketten mit Diamanten um den Hals werfenkönnen, und da der Schultheis Nägeli von seinen Bedienten er-fahren, daß er der Schultheis Steiger in dem Hof sich befinde,und sich bewahret zu ihm hinunter begeben, vermuthend, daßihre Schwerdter dermalsten ihre Feindschaft entscheiden, und be-endigen werdind, auch ihn anqeredt: Was suchest du allhier Un-glückseliger ? der Schultheis Steiger aber ihme geantwortet, denTod, wann du unversöhnlich, deine Freundschaft und deine Toch-ter , wann du großmüthig bist; auf welches hin der Schult-heis Nägeli sein Gewehr auf die Erde geworfen, ihne umfan-gen , und sie einander» eine unauslöschliche Freundschaft ange-lobt , und auch bis an ihr End gehalten: er verehlichte sich gleichhierauf mit erjagter Magdalena Nagelt den 22. stul. A. 1567.zu koste, und kam den 7. ^u§. nach Bern, da er von 420.bewafncten Bürgern abgeholet , unter Abftürung 20. Stuckenbey dem Thor von einem grossen Ausschuß von klein und gros-sen Nahten im Namen der Oberkeit empfangen worden, under folglich des ersten Tags die kleinen und grossen Nähte, unddie Geistlichkeit, des andern Tags seine ganze Adeliche Geschlechts-und Anverwandte, des dritten Tags den Königl. FranzösischenHmbastastoren, und auch Gesandte von den Xlll. EydgenößischenStädt und Orten, und den vierten Tag die ganze Bürger-schaft mit Weib und Kindern gastiert hat. Er hat den >o. kebr.A. i> 8 i. das Leben beschlossen, und hat diesere seine Wittwehernach noch zwey Schultheissen zu Bern, Johann von Wat-tenweil, und Albrecht Manuel gehcyrathet, und ihme gebohren
4 . Söhne