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Die Hymenopteren Deutschlands nach ihren Gattungen und theilweise nach ihren Arten : als Wegweiser für angehende Hymenopterologen und gleichzeitig als Verzeichniss der Halle'schen Hymenopterenfauna / analytisch zusammengestellt von Dr. E.L. Taschenberg
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glied nicht immer deutlich kürzer als das vierte, sondern eherlänger, und von ihm an nehmen die folgenden in derselben un-merklichen Weise ab, wie bei Hyptia zu. Zweitens haben dieFlügel eine deutliche Radial- und eine deutliche Cubitalzelle.Die wenigen Arten, die man kennt, sind in den übrigen Merk-malen der eben beschriebenen sehr ähnlich, nur etwas grösser,aber meines Wissens nach noch nicht in Deutschland vorgekommen.

Fig. 1.

V. Fam. Cbalcidiae Spill. (Pteromalini Nees).

Diese ungemein grosse Familie, zu der die Mehrzahl derkleinsten Schlupfwespenverwandten und Immen überhaupt gehören,kennzeichnet sich besonders durch den einfachen Flügelbau, denMetallglanz des Körpers und die zierlichen, gebrochenen Fühler.Die Flügel erheben sich nicht bis zur Zellenbildung, den vorderenfehlt das Mal und vom Geäder ist nur die Unterrandader deutlichentwickelt und giebt gute Unterscheidungsmerkmale ab, wesshalbwir sie näher betrachten und durch eine Zeichnung erläutern wollen.

Die einzige deutliche Ader (Unterrandader)entspringt aus der Flügelwurzel, läuft inder Nähe des Yorderrandes ein Stück hinund vereinigt sich dann mit ihm selbst.Dieses Stück a in der Fig. nennen wirmit Förster den Schulterast, oder dasSchulterstück (ramus humeralis, hume-rus Hai.). Nachdem die Ader eine Streckemit dem Vorderrande verlaufen, welchenTheil (b) wir als Randast (ramus marginalis, ulna Hai.) be-zeichnen, sendet sie einen Zweig (c) in die Flügelfläche (ramusstigmaticus, cubitus Hai .); dieser Zweig endet in einen mehrweniger entwickelten Knopf. Wenn die Unterrandader hinter demZweige noch weiter mit dem Vorderrande zusammen fortgeht (d),so nennen wir dies Stück den Hinterrandast (ramus postmargi-nalis Forst., radius Hai.) Die gegenseitigen Längen dieser ebennäher bezeichneten Stücke bieten grosse Mannigfaltigkeit. Dieetwa sonst noch in der nachfolgenden Bestimmungstabelle von denFlügeln hergenommenen Eigenthümlichkeiten erklären sich vonselbst und bedürfen hier weiter keiner Erwähnung. Der Scheitelträgt immer 3 Nebenaugen, die Netzaugen sind niemals ausge-randet, die Fühler deutlich gebrochen, ihre Geisel sehr verschiedengeformt, oft in den beiden Geschlechtern ein und derselben Artvon einander abweichend. Häufig sind zwischen Schaft und Geiseleinige kleinere, von den übrigen verschiedene Glieder (Ringel)

Yorderfliigel vonPieromalus Westwoodii.