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L. Na-voleonBonn-Parte.
Austre.
ten
außer-halb derrevolu-tlonärenBewe-gung.
Orien-
tali.
sehe
Frage.
einer bestimmten Antwort warf er der Kammer eine trotzige Er-klärung hin.
Ebenfalls eine Flüchtltngsangelegenheit brachte zwei Jährespäter ähnliche Verwicklungen zwischen denselben zwei Staaten her-vor; ähnliche Betrachtungen können sowohl über die Rechtsfragewie über die Politik gemacht werden; das Rechtsbewußtsein wurdeverletzt und die Schweiz noch mehr entfremdet. — Louis NapoleonBonaparte hatte Amerika verlassen und war wieder auf seinenfrühern Wohnsitz Arenenberg im Thurgau zurückgekehrt. LouisPhilipp, der eine solche Nachbarschaft für gefährlich hielt, fordertedie Schweiz auf, denselben auszuweisen. Allein diese weigerte sich,indem sie keinen Schweizerbürger, was Louis Napoleon schon früherin Thurgau geworden war, aus seiner Heimath ausweisen könne.Drohende Noten, abweisende Antworten wurden gewechselt, Truppensetzten sich von beiden Seiten in Bewegung; von Lyon aus erließGeneral Aymar einen drohenden Tagesbefehl. Die Schweiz be-setzte die Gränzen von Basel bis Genf, hier besonders und imWaadtlande waren die Bürger zur entschlossensten Gegenwehr gerüstet.Die freiwillige Entfernung Bonapartes nach London hinderte dasZusammentreffen der beiden Gegner.
Zum dritten Male konnte aber Louis Philipp sich gegen dieSchweiz nicht erheben; die Nemesis erreichte ihn, wie er die Sündebegehen wollte.
Nach dieser Auseinandersetzung her Stellung der französischenRegierung auf die Völkerbewegungen Europäs, wie sie von derRevolution des Juli ausgegangen waren, müssen wir die zweiteSeite derselben betrachten: das Verhältniß zu den RegierungenEuropas in den wichtigen Fragen, welche außerhalb des durch dieRevolution herbeigeführten Geschichtskreises auftraten.
Diejenige Angelegenheit, welche am meisten durch die Revo-lution berührt wurde, war die orientalische Frage. Wir hattensie bereits bei den Ursachen, warum der Czar gegen die französischeRevolution so stark aufgebracht, Frankreich dagegen zu EnglandHingetrieben wurde, berührt. Wir müssen jetzt näher darauf ein-