Lebensorgane.
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Unverkennbar hat der an den Gedärmen entspringende Theil der Lymphge-fäße die Aufgabe, den durch die Verdauung erzeugten Nahrungssaft (Chylus)aufzusaugen, daher diese Kanäle auch Saugadern genannt werden. Dieselbenverzweigen sich zuerst in dem die Gedärme umgebenden Gekröse und sammelnsich aus diesem in dem Brustmilchgange.
Auf seinem Wege erleidet der aus den Gedärmen aufgesaugte milchige Saftfortwährend eine Veränderung in seiner Zusammensetzung, die ihn mehr undmehr dem Blute ähnlich macht. Kurz vvr seinem Uebertritt in die Adern hatder Milchsaft eine blaß röthliche Farbe, die sich erhöht, wenn er dem Einssuffeder Luft ausgesetzt wird, und ähnlich wie das Blut gerinnt diese milchige Lym-phe, sobald sie erkaltet. Man kann dieselbe daher mit Recht als ungefärbtesBlut bezeichnen und bei der größten Zahl der wirbellosen Thiere ist der Inhaltder Gefäße, also das Blut, stets ungefärbt,k
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k Kreislauf des Blutes.
! Der Mittelpunkt, von welchem alle Blutbewegung ausgeht, ist das Herz. §. 63.
Fig. 8 stellt dessen Durchschnittdar, welcher der Deutlichkeit wegenetwas vereinfacht ist. Wie man sieht,ist das Herz der Länge nach durch eineScheidewand § in die rechte undlinke Herzkammer (--L und lL)getheilt, und jede dieser hat wieder eineV orka mm er l>r/- u. lr/-) die durcheine Klappe w abgeschieden ist, so daßjede Herzkammer mit ihrer Vorkammerin Verbindung treten kann.
Das Herz ist ein hohler Muskel,der die Fähigkeit besitzt, sich zusammen-zuziehen , wodurch der Umfang seinerinneren Höhlung vermindert wird.j Denken wir uns diese mit Blut angefüllt, so wird dasselbe mit Gewalt in diei Oeffnungen der Röhren gepreßt, welche in das Herz münden. Deren sind, wenn,l wie dies bei unserer Abbildung geschehen ist, von einigen der kleineren abgesehen^ wird, nicht weniger als acht. Allein das Blut tritt beim Zusammenziehen dess Herzens nicht in alle, sondern nur in zwei derselben. Der Grund hiervon istin dem Vorhandensein der an der Mündung der Hauptschlagadern, sowie inden Blutadern befindlichen sogenannten Klappen zu suchen, die ähnlich wie diej Ventile an Pumpen (Physik §. 105) sich öffnen, wenn die drückende Flüssigkeit
! Fig. 8.
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