Buch 
Flora von Pommern und Rügen / herausgegeben von Dr. Wilhelm Ludwig Ewald Schmidt
Entstehung
Seite
356
JPEG-Download
 

356 Terminologie.

eine einblättrige Blume der Länge nach, in mit der Achse paralleleFalten gelegt, L»mx»i>ul» übergerollt, »upeivolutlv», wenn ein«einblättrige, gefaltete Blume, nach Art einer Papiertute um sichselbst gerollt ist; vatur», Lonvolvolus ; sahnendcckig, vexil-Isi'is, wenn bei SchmettcrlingSblüthen, die Fahne die übrigen ge-geneinander gekehrten Blumenblätter umfaßt; 8x»itiom, Viel-,;lvffelförmig, eoclrle-lris, wenn ein Zipfel einer Lippenblumedie übrigen wie ein Helm oder Löffel umfaßt; zerknittert,eorrug-ttiva, wo alle Theile ohne Ordnung übereinander gefaltet sind:kaxavei kkoeas, die Blumenblätter.

§. 45. Da die Blüthe nicht immer die tz. 42 angeführtenTheile insgesammt besitzt, sondern bald nur allein aus den wesent-lichen Theilen besteht, oder doch ein oder mehre Quirle beider feh-len oder unvollkommen ausgebildet fein können, so kann sie sein:vollständig, wenn alle wesentlichen und unwesentlichen Theileder Blüthe vorhanden sind; kos»; 0i»ntkus; unvollständig,wenn eine Blüthendecke fehlt, aber die Befruchtungsorgane vorhan-den; Anemone, Liliuiu; nackt, wenn sämmtliche Blüthendeckenfehlen und nur die Befruchtungsorgane vorhanden sind; ri»xi»>is,

Die wesentlichen Blüthentheile, Staubgefäße und Stempelsind in einer Blüthe entweder gleichzeitig vorhanden oder fehlentheilweise oder ganz. Sie heißt: ein-, zweivielmännig,monanckrus, <lixol^ooilrus, wenn 1, 2 viele Staubgefäße vorhan-den; ein-, zwei- vielweibig, nionog^mis, <li-polx-g^iuis, wenn 1, 2viele Stempel vorhanden; männlich,nrascolos, , wenn sie nur Staubgefäße, weiblich, leminous, §,wenn sie nur Stempel und zwittrig, IiermspKiockitos, wennsie beide gleichzeitig enthalt; einhäusig, monoious, wennmännliche und weibliche Blüthen auf einer und derselben Pflanze,Ö»iex, Lorz-Ius, zweihäusig, ckioieus, wenn männliche undweibliche Blüthen auf verschiedenen Pflanzen, 8»l!x; polyga-misch, vielehig, polzgsinus, wenn auf einer Pflanze zwittrige,männliche und weibliche Blüthen, -Vcei, ätiiplex vorkommen;geschlechtslos, ixmtcr, wenn sämmtliche Befruchtungsorganefehlen oder unvollkommen ausgebildet sind; die Strahlblumen vonVidurirum Opulrrs, (lenlarrie» llzsnus.

Der Kelch.

§. 46. Der Kelch, c»lxx, ist der durch die Kelchblättchcn,»ex»l», gebildete, erste und äußerste Quirl der Blüthe, hat einemeist derbe, blatlartige Beschaffenheit und umschließt stets nur eineeinzige Blüthe. Sind die einzelnen Blättchen zu einem Ganzen