Terminologie. 357
verschmolzen, so heißt der Kelch: einblättrig, monoscpslus, mo-nopKMiis, und unterscheidet man dann an demselben den untern,rührigen Theil, Röhre, tubus, von dem oben mehr erweitertenSchlunde, kanx-
Der Kelch ist entweder frei und mit dem Fruchtknoten nichtverwachsen, und heißt dann unter ständig, inkorus, dxpo-xxaas,krimuts, oder er ist an seinem untern Theile mit dem ganzenFruchtknoten verwachsen, so daß nur der obere Theil des erstemfrei bleibt, vberständig, «uxerns, cpigvmis, Lsmpaoola, oderendlich er ist nur mit dem untern Theile des Fruchtknotens verschmol-zen, Illittelständig, semisuperus, peiigzmus, 8»xikrl>g» «lecipions.
Außerdem kann der Kelch sein: gestreift 8ilene ^rmeri» 10-streisig; gefurcht S1»rrul>!ain vulj;. lOfurckig; röhrig viantlius;kantig Datura 8tr-u„onium ; keulenförmig 8!lene Vrmeria ; glockigkliaseolus vnljp. ; krugförniig llz'osexamiib Niger; zusammenge-drückt kellicularis, llliinantlills , aufgeblasen 8!leae inllata; ge-rade; gekrümmt -Veioo«; gezähnt Kb!nantl>ll8 4-, >)!'
sntilns 5-, glsriiililui» lOzähnig; spalrig Al^osotis 5spaltig; ge-lappt lionvolvulus Slappig; getheilt Voronio» 4 , 8eckum Zthei-lig; gleich, -egualis, wenn alle Blättchen oder Zacken gleich langsind I-n»nn- ungleich Vrikoliam, kbasoolus; regelmäßig, lezxuloris,wenn seine Theile unter einander eine gleichförmige Stellung habenSlarruliium, kotentilla; zweilipxig 8»Ivi->; die nach oben gerichteteLippe heißt Ober- und die nach unten gewendete Unterlippe,I-chium »uziorius, inlorill» , und wird die Gestalt, Größe und Thei-lung derselben noch näher bezeichnet. Der Kürze wegen wird zu-weilen die Theilung der beiden Lippen durch einen Zahlenbruch an-gegeben, dessen Zähler die Theilung der Ober- und dessen Nennerdie der Unterlippe angiebt: krunella abstehend 8!napis; zurück-geschlagen, klsnuneulus I>llII>o8U8; aufrecht; geschloffen, eiaubus,wenn die der Blume dicht anliegenden Kelchblattchcn sich auch mitihren Rändern berühren Llwimntlius; mit Anhängseln versehen,sxpemlieulatus, wenn außer den Zipfeln oder Blättern noch eigenelappenförmige Ansätze am Kelche sich finden, so in den Buchtenbei kotentilla vorn», an den Zipfeln von koea, an der Oberlippebei 8eutolI»kiL, am Grunde bei Viola; am Grunde höckrig L»I»-niintlia äcioos; gespornt, calooiatus, wenn vorn Grunde des Kelchsein kegelförmiger, hohler Fortsatz abgeht vel;>liin!um.
Nach seiner Dauer heißt der Kelch: hinfällig, caäacus,wenn er noch vor der Blume abfällt ka^aver; abfallend, «leeilluns,wenn er mit der Blume oder vor der Fruchtreife abfällt Ilanui^culu»; bleibend, Labiaten, Boragineen.