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und Erfahrungen zu sammeln. DaS Wichtigere hievon demLeser mitzutheilen, war nicht der letzte Zweck, den man beiAbfassung dieses Büchleins zu erreichen suchte.
Bisweilen wird der geneigte Leser auch andere als eng.tische Verhältnisse besprochen finden und auf Abschweifungenstoßen, die er am allerwenigsten in einem Reisetagebuche ge.sucht hätte.
Einige Male ist in dem Buche die Rede von einzelnenMännern und Familien, mit denen der Verfasser jenseitsdeö Kanals in Berührung gekommen. ES hat aber derselbediese Freiheit sich nur in dem Falle genommen, wo Etwasvon allgemeinerem Interesse mitgetheilt werden konnte, ohneirgendwie die Vorschriften des Zartgefühls zu verletzen.
Die Freimüthigkeit als eine der ersten männlichen Tugen.den betrachtend, hat der Verfasser nicht angestanden, übermancherlei Dinge sein Urtheil offen und ohne Rückhalt aus-zusprechen. Vielleicht wird er darüber von Einigen getadeltwerden; da er aber glaubt, nie eine schuldige Rücksicht ausden Augen gesetzt und seine Aeußerungen immer innerhalbder engsten Schranken des Anstandeö gehalten zu haben; sofürchtet er doch nicht, allgemeiner Mißbilligung zu begegnen.
Der Verfasser erkennt bereitwilligst an, daß dir Formseines Werkchens viel zu wünschen übrig lasse und der Stoffdesselben, besser als geschehen, hätte angeordnet werden