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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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schenkte ihr die Güter der «Gilde des heiligen Kreuzes"lOuilä »k tkv Hol)" Oross), eines unter seiner Regierungaufgelösten Klosters, die zu jener Zeit zwar wenig bedeutenwollten, im Laufe der Jahrhunderte aber einen solchenWerth gewonnen haben, daß dieselben der Soiwol«

jetzt einen Ertrag gewähren, welcher die Einkünfte oderAusgaben mancher deutschen Universitäten um ein Namhaftesübersteigt. In wenigen Jahren wird ihre dermalige Ein-nähme wenigstens verdoppelt sein, da die Häuser ganzerStraßen, welche sich auf dem Boden der Schule befinden,dieser anheim fallen. Wie reich die Anstalt ist, kann manaus dem einfachen Umstände abnehmen, daß sie in dendreißiger Jahren auö ihren eigenen Mitteln an der Stelleder alten Schule ein gothisches Gebäude aufführen ließ,das nicht weniger als fünfzig tausend Pfund Sterling, sagesechsmal hundert tausend rheinische Gulden kostete und dasunstreitig die größte Bauzierde der ganzen Stadt ist. Grie-chisch, lateinisch und Mathematik sind die Hauptfächer,welche in dieser Orammar 80K00I gelehrt werden und ge.leitet wird sie von einem »Uegllmgster«, der einer derenglischen Universitäten und der anglikanischen Geistlichkeitangehören muß. Unter ihm stehen ein 8«enn<I Nüster,ebenfalls ein Oracluat« und Uevereiill und eine Anzahl von»Usllers« oder Unterlehrcr. Die Paar hundert Zöglingeder Anstalt gehören den bessern Familien Birminghams undder^Umgegend an.

Es fehlt in der genannten Stadt, wie überhaupt inEngland, nicht an Leuten, welche diese ehrwürdige Stifttung und andere ähnliche Anstalten mit Groll betrachten,für nutzlos und unseren Zeiten unangemessen erklären , sie