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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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wir, eine Ausnahme von der Regel zu bleiben und über daöMeer zu kommen/ ohne ihm unseren Tribut zahlen zu müssen.Aber wir verrechneten uns; mein Reisegefährte/ bisher vollLaune und Witz/ wurde stiller, sein Gesicht fing an bedenk-lichc Mienen zu machen und dessen hochrothe Farbe demWeißen sich zu nähern. Auf meine Frage: twv ars you?antwortete er mit Määlin-; und kaum hatte er dieß Wortausgesprochen/ so machte er seine Verbeugung gegen dasMeer. Es hatte auch mir schon längst im Magen gekrabelt/ich wußte indessen kraft allerhand magischer Acte meinerImagination den AuSbruch des eigentlichen Uebels zu ver-hindern; aber das von dem Engländer ganz in meiner Nähegegebene Beispiel zwang mich unwiderstehlich zur unverweil-tcn Nachahmung. Wir beiden Leidenögenossen behielten in-dessen doch noch einige Zeit lang soviel Kraft/ um über unserWeh und Ach und unsere sauren Gesichter hie und da lachenzu können. Die Gewalt des Windes/ die Bewegung desMeeres und das Schaukeln des Schiffes wuchsen immer anHeftigkeit und schon wälzte steh von Zeit zu Zeit über denvorderen Theil des Verdeckes eine Welle hinweg. Noch ver-ließen wir aber unsern Posten nicht und wollten von derKajüte nichts wissen, deren Luft dem durch die Seekrankheitäußerst empfindlich gemachten Geruchssinn im höchsten Gradewidrig ist. Eine Welle kam von der Ferne angezogen, wirglaubten gänzlich vor ihr sicher zu sein; aber platsch.' dawälzte sie sich tief in das Verdeck herein, lagen wir aufdem Boden und waren mit Salzwasser durchtränkt. Indemwir verblüfft aufstanden, erschallte um uns schadenfrohesMatrosengelächter. It is time to get ä»vii, sagte meinEngländer und ich gab ihm Recht, indem ich ihm folgte.