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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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es gewährte miv ein nicht geringes Vergnügen/ die altenbraven Kerle, welche viele Jahre hindurch den Elemententrotzen und ein Leben voller Anstrengung, Gefahr und Ent-behrung im Dienste ihres Vaterlandes führen mußten, ineinem der größten Palläste Großbritanniens eingehauset undmit Allem versorgt zu sehen, waS den Rest ihres Lebensnoch freundlich und angenehm machen kann. Mit welchembehaglichen Gefühle werden sie sich des Abends anS Kamin-feuer setzen und bei Pfeife und Porter sich ihre Großthatenerzählen, von Sturm und Schiffbruch, von Seeschlachtenund davon getragenen Siegen reden. Gewiß hört man dahäufig Schilderungen von Scenen aus dem Seelcben sowahr und anschaulich, daß sie eines Walter Scottes würdigsein und mir wenigstens mehr Genuß verschaffen würden,alö sehr häufig es die Unterhaltung eines Salons thut. Viel-leicht um die Zeit sich zu verkürzen oder die jährliche Ein-nahme zu vermehren, treiben manche dieser vortrefflichenGesellen einen kleinen Handel mit Obst und anderen Eßwaa-ren, und wie e§ scheint, machen sie ziemlich gute Geschäfte.

Das Hospital hat eine Gemäldegallerie, in welcher dieBildnisse aller ausgezeichneten britischen Seeheldcn undDarstellungen der bedeutenderen Seeschlachten aufgestellt sind.Wenn man diese Gemälde in künstlerischer Hinsicht auch nichtdurchgängig ausgezeichnet nennen kann, so haben sie docheinen großen patriotischen Werth und werden daher auchimmer mit starkem Interesse betrachtet. Selbst die Pensio-näre, die sie doch schon hundert Mal beschaut haben müssen,sieht man zu Haufen vor ihnen stehen und hört deren Be-wunderung aussprechen über die Großthaten neuer und alterHelden. Welche Gefühle müssen aber auch nicht in der Brust