-er von Buckland präsidirten Versammlung der geologischenSection bei, wobei ich mich zu überzeugen Gelegenheit hatte,daß die englischen Damen äußerst eifrige Gcbirgöforscherinnenfind; denn von den fünf. oder sechshundert Personen, welcheanwesend waren, kamen wenigstens die Hälfte auf daö schöneGeschlecht und diese bildete sicherlich nicht den unaufmerk-samsten Theil des geologischen Publikums. Wie e§ mirschien, war unter den anwesenden notabel» GebirgSforschernBuckland entschieden der Liebling der Frauen, was ich ihnenauch gar nicht verdenke; denn nie habe ich Jemand gehört,der so viel liebenswürdigen Humor und heitern Witz, jaselbst eine gewisse Galanterie in seine Vortrage zu legengewußt hätte, als eben der berühmte Geologe von Oxford.
Von allen Naturwissenschaften wird jetzt wohl keine soeifrig gepflegt, von so vielen Händen bearbeitet, als dieGeologie und von keiner Wissenschaft nimmt auch die gebil-dete Welt im Allgemeinen so viel Kenntniß, alS von dereben genannten. Diese Bemerkung gilt vom Festland, ganzbesonders aber von Großbritannien. Nichts finde ich in derThat natürlicher, als die Art von Wißbegierde, welche soviel als möglich von den frühern Zuständen unseres Planetenund seiner Bildungsgcschichte zu erfahren sich bemüht undbegreife daher sehr wohl, daß das Interesse für geologischeGegenstände immer allgemeiner wird und je länger je mehrüber die Grenzen der gelehrten Welt hinaus sich erstreckt.
Von demjenigen etwas in Erfahrung zu bringen, waSjenseits deö Bereiches der Geschichte liegt; Kenntniß zu er-halten von Ereignissen, die sich zugetragen, bevor unser Ge-schlecht inS Dasein gerufen war; zu wissen, wie Berge undThäler, ja ganze Continente entstanden und von welcher Art