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denen ich zunächst Hemi Grove nenne. Dieser noch ziemlichjunge Mann hat steh in der wissenschaftlichen Welt bereitsso bemcrklich gemacht/ daß man mir es wohl verzeihen wird/wenn ich über ihn hier einige Worte sage. Derselbe machteseine Studien in Cambridge und widmete steh später demBerufe eines Rcchtsgelchrtcii/ als welcher er auch vor meh-reren Jahren in London practicirte. Gesundheitsrücksichtenzwangen ihn indessen/ diese Beschäftigungsweise aufzugebenund einige Zeit in Italien zu verleben/ welchem Umständedie Wissenschaft den Gewinn verdankt/ daß Grove ein Pflegerderselben geworden ist. Um die in Florenz meinem Freundegewordene freie Zeit auszufüllen/ gab er steh mit dem regstenEifer dem Studium der elektrischen Erscheinungen hin undnamentlich demjenigen Theil derselbe»/ welchen man mitdem Namen „GalvaniSmus" zu bezeichnen pflegt. Baldhatte er einen solchen Ucberblick über dieses Feld gewonnen/daß er steh befähigt fühlte/ selbstständige Forschungen aufdemselben anzustellen. Später ging er nach Paris und ver-kehrte und arbeitete häufig mit Bccquercl/ dem ersten Elee-triker der Franzosen. Das schönste Ergebniß seiner Unter-suchungen legte er nun eben in Birmingham der britischennaturforschenden Gesellschaft vor/ indem er uns eine winzigePlatinzinksäulc zeigte/ die im Verhältniß zu ihrem Umfangerstaunliche Wirkungen äußerte. Für mich konnte dieserGegenstand nicht anders als von, höchsten Interesse sein undich bin auch geneigt zu glauben/ daß seit langer Zeit wissen-schaftlichen Vereinen keine so wichtige Mittheilung gemachtworden ist, als es die Grove'schc war; denn durch fie erhieltdaS wunderbarste aller physikalischen Werkzeuge eine äußerstbedeutende Verbesserung.