aber das Mahl gemeinschaftlich einzunehmen, vertheilen sichdie Mitglieder, welche nicht in Privathäuser geladen sind,in drei oder vier Gasthöfe, wo tadle ä'date gehalten wird.Meines BedünkenS thäten die Engländer wohl daran, auchin diesem Punkte die Sitte der deutschen und schweizerischenGesellschaften nachzuahmen, die Sitte nemlich, gemeinschaft-lich zu speisen; denn hiedurch würden sie einen der Zweckeihres Vereins besser, als dieß bis jetzt geschieht, erreichen:cS wäre hiedurch den Mitgliedern während der ganzen Dauerder Versammlung die Gelegenheit gegeben, sich täglich amgleichen Orte zu sehen und persönliche Bekanntschaften zuschließen. In den Scctionen, welche in der Regel in ganzverschiedenen Häusern und Straßen zusammentreten, ist dießviel weniger leicht möglich. Gegen daS Ende der Versamm-lungSzeit wird allerdings einmal gemeinschaftlich gegessen;eö gehen aber bei einem solchen Festmahle zu viele andereDinge vor, alS daß man viel Zeit zu privatlicher Unter-Haltung hätte. In Birmingham betrug die Zahl der andem öffentlichen Essen thrilnehmenden Mitglieder etwa 800und es fand dasselbe in dem Saale der oben erwähntenTownhall Statt. Der Präsident, die ersten Beamteten derGesellschaft und zwanzig und etliche in- und ausländischeNotabilitäten genossen daS Privilegium, an einer Tafel zuspeisen, welche sich sechs oder acht Fuß über die andernTische erhob und von der aus man die ganze Gesellschaftmit Bequemlichkeit übersehen konnte. Etwa i !4 Stundenlang hörte man nichts, als Messer-, Gabel- und Teller,geklirr und ein dumpfes Gesumm, wie eS entstehen muß,wenn Hunderte von Menschen in einem wiederlönenden Saalegerade eben so laut sprechen, alö zum Verstehen der Rede
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Buch
Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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105
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