nöthig ist. Während sich die Ovntiemvn an ihren M»ts ot'beek, V6NI80N, tarts und andern Leckerbissen erlabten undin Madera/ Portwein und Champagner ihre Gesundheitenprivatissimc sich zutranken/ saßen Hunderte elegant geklei-deter Damen auf den Gallerten herum und sahen/ wie esschien/ mit großem Interesse und Vergnügen auf die Ver-wüstungen herab/ welche die gelehrten Herrn unter den aus-getäfelten Speisen und Getränken anrichteten. Ich hättebald geglaubt/ die schöne Welt wäre nur deßhalb in die„Townhall« gekommen/ um zu sehen/ ob die Naturforscherin der nämlichen Weise essen und trinke»/ in der die übrigenMenschenkinder ihre Leibesnahrung zu sich nehmen. Ichmußte mich aber überzeuge»/ daß noch andere Beweggründedie Elite der Frauenwelt von Birmingham und seiner Nach-barschaft in den Fcstsaal geführt hatten. Nach beendetemMahle und abgedeckten Tischen ließen sich englischer Sittegemäß die Trinksprüche vernehmen und um diese Art vonNachtisch mitzugenießen/ deßhalb war die schöne Welt her-beigekommen.
Wie viel Werth die Engländer auch auf die eßbarenBestandtheile eines öffentlichen Gastmahles legen/ so geltenihnen doch die dabei gehaltenen Reden eben so viel odernoch mehr. Auf dem Festlande und namentlich in Deutsch-land spielen die Toaste bei öffentlichen Essen im Grunde nureine sehr untergeordnete Rolle; sie laufen nur so neben her/unterbrechen das Hauptgeschäft deö TageS/ daS Essen undTrinken nämlich/ blos auf Augenblicke und dienen als eineArt von Spezerei/ mit denen wir Speise und Trank zuwürzen suchen. In Großbritannien machen sie den wich-tigeren Theil des Gastmahles aus und man ißt und trinkt