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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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darauf liegende Platte auö untadelhaftem eararischen Marmorverfertigt. Mehrere in dieselbe eingesetzten Becken von vcr-schiedener Größe und dem ausgesuchtesten Steingute dientenzur Reinigung des Gesichtes und der Hände und ein riesen-haftes, wannenartiges Porzellangefäß neben dem Waschtischaufgestellt, war offenbar zum Baden der Füße bestimmt.Ein ganzer Haufen der schönsten damastenen Tücher standzur Verfügung des Gastes und wenigstens ein halbes Dutzendder feinsten Seifenarten, in hübschen Steingutbüchsen ein-geschlossen, fand sich auf der Marmorplatte dem Gebrauchefreigegeben. Für die bequeme Abnahme des Barteö wargleichfalls auf das Beste gesorgt und nicht weniger Vorsorgefür die Befriedigung der Bedürfnisse Desjenigen getroffen,der zu seiner Toilette wohlriechender Wasser bedarf; denneine Reihe krvstallhcller, geschliffener Flaschen enthieltenköstliches Kölner Wasser, Rosenessenz und ähnliche Flüssig-keiten mehr. Noch fanden sich manche andere Dinge vor,welche wesentliche Bestandtheile einer wohleingerichteten eng-lischen Schlafstube sein dürften, deren eigentliche Bestimmungaber auch nur zu errathen meinem Scharfsinn unmöglichwar; geschweige daß ich gewußt hätte, irgend welchen Ge-brauch davon zu machen.

Sie haben eö weit gebracht, diese reichen Insulaner,in der Kunst nämlich: es sich in dieser Welt behaglich zumachen und sich Genüsse zu verschaffen, welche die aller-raffinirteste Bequemlichkeitsliebe nur immer verlangen kann.Ob sie deßhalb glücklicher sind, als wir in unsern beschränk,teren Verhältnissen, will ich dahin gestellt sein lassen; gewißist jedenfalls, daß die Summe genossenen Glückes nicht vonder Größe materiellen Besitzes abhängt, noch von dem Grade