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Die Büste ist anerkannt einer der größten körperlichen Vor-züge, deren sich die Engländerinnen erfreuen und viele der-selben können gewiß in dieser Beziehung recht wohl eineVergleichung aushalten mit den vollendeten Formen, wie sieuns die Meisterwerke der Sculptur des Alterthumes dar-stellen. Ja, ich bin geneigt zu glauben, daß die englischenFormen dem Geschmacke eines Manchen noch mehr zusagen,als die griechischen; da jene etwas entwickelter sind, alsdieß eigentlich die klassische Vorschrift verlangt. Den Hän-den und Füßen der Insulanerinnen wird bisweilen der Vor-wurf gemacht, daß sie nicht in rechtem Ebenmaaße zu denübrigen Körpertheilen stehen, daö heißt etwas zu groß seien.So weit mein Auge reichte, um über Proportionalirät ur-theilen zu können, nahm dasselbe in der Regel nichts wahr,was ihm wie Mißverhältniß erschienen wäre; wcßhalb ichauch mit gutem Gewissen in den erwähnten Tadel nicht ein-stimmen darf. Ich muß im Gegentheil bemerken, daß mirmehr als eine Hand zu Gesicht kam, so niedlich geformt,daß ich einen sehr verwöhnten Geschmack hätte besitzen müssen,wenn ich daran ecwaS ausgesetzt. Es ist mir namentlichaufgefallen, deren Fingernägel immer so gebildet zu fin-den, wie die aristokratische Welt des Festlandes sie alskarakteristischcs Merkmal ihrer Kaste zu besitzen wähnt, dasheißt wenigstens doppelt so lang als breit, ein Verhältniß,daS allerdings schöner, alS daö Umgekehrte erscheint. Ebenso selten sieht man kurze, dicke plebeische Finger und häusighaben dieselben die Gestalt, welche die Engländer taparlik«nennen.
Ob zur Erzielung eines solchen Resultates in EnglandMittel angewendet werden, ähnlich denjenigen, von welchen