Herzog/ ein Discount/ ein Marquis, ein Graf/ eine Schau-spielerin/ eine KaufmanuStochtcr/ das Mädchen eines Wir-thes/ die Miß eines Pächters heirathet und diese Freiheitmacht es dem englischen Adel so leicht möglich, sein Blutaus dem Grundstöcke des Volkes aufzufrischen und in das-selbe neubelebende Elemente einzuführen. Anderwärts / wodaö Vorurtheil die Genossen des Adelstandes zwingt, aus-schließlich nur mit Gliedern der Kaste sich zu vereinigen,kann eö wohl kaum anders sein, als daß die eheliche Wahlnicht oft unpassend und ohne gegenseitige Zuneigung getroffenwerde. Und ist nicht zu erwarten, daß die häufige Wieder-kehr solcher Mißverhältnisse endlich einen nachtheiligen Ein-fluß auf die physische Beschaffenheit des Geschlechtes ausübe /Arten doch sogar die Kartoffeln auö, werden sie nicht vonZeit zu Zeit in einen frischen Boden verpflanzt.
Dann kommt »och ein anderer Umstand dem britischenAdel zu Gute. Da dem Erstgebornen ausschließlich nebendem Titel und Rang auch das ganze unbewegliche Vermögendes Vaters zufällt, so besitzt der Edelmann jenseits desWafferS auch alle Mittel, seinem Stande gemäß zu lebenund hat nicht nöthig, bei der Wahl seiner Gattin auf Geldzu sehen, sondern kann in dieser so wichtigen Angelegenheitganz dem Zuge seines Herzens, seiner Neigung und seinemGeschmacke folgen. Und eben dieses ErstgeburtSrechtcS wegenerhalten durchschnittlich selbst die Töchter der vornehmstenund reichste» Vater eine verhältnißmäßig so geringe Mitgift,daß diese ein nur sehr geringes oder eigentlich gar keinGewicht in die Wagschaale zu legen vermag und keinenBeweggrund zum Abschluß einer Heirath abgeben kann.Würde nun ein britischer Edelmann nicht ein vollendeter