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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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196
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Die Zahl der Weöleyaner in Birmingham ist auch nichtganz gering; hier aber wie im übrigen England stehen die-selben mit den Bischöflichen auf einem guten Fuße und be.trachten sich eigentlich von der Landeskirche nicht abgetrennt.Sie haben zwar ihre eigenen VersammlungShäuser undbeobachten bei ihrem Gottesdienst einen einfachern Ritus,als dieß die StaatSkirche thut; besuchen aber dennoch diePredigten der anglikanischen Geistlichen. Daher kommt eöauch, daß die Weslepaner von den englischen Universitätenaufgenommen werden und deren Vortheile genießen können,während den eigentlichen Dissemern eine gleiche Gunst vcr-sagt wird. Einer meiner Birminghamer Freunde, der WeS-leyaner ist, befand sich in diesem Falle und machte seineStudien in Cambridge.

Es ist erwähnenswerth, daß eS in Birmingham eineMethodistenkapelle gibt, die ehemals als Schauspielhaus derStadt diente und welche heutigen TageS noch in ihrenäußern und innern Einrichtungen nur allzu deutlich die frü-here Bestimmung deö Gebäudes verräth. Die Schotten rissenzur Zeit der Reformation in ihrem puritanischen Eifer dieschönsten Kirchen des Landes nieder, weil sie glaubten:diese Gebäude wären vom PapismuS so verpestet und verun-reiniget worden, daß sie nicht länger als christliche Ver.sammlungSstätten gebraucht werden könnten. Wie eS scheint,sind die heutigen Birminghamer Methodisten, denen dochgewiß ein Theater noch tausend Mal heidnischer und fund-hafter alö eine katholische Kirche erscheint, etwas unbefan-gener, als es ihre schottischen GlaubcnSbrüder waren undhaben die Einsicht gewonnen, daß an Holz und Steinen vonden Handlungen der Menschen wenig hängen bleibt. Wie