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gelte» lassen; aber dann möchten wir doch fragen, welchesdie glänzenden und spezifischen Leistungen wohl seien, derenfich der Realismus als allgemeines Bildungsmittel im Gegen-satz zum Humanismus zu rühmen hat. Da von seinen biShc-rigen Wirkungen noch nicht sonderlich viel zu verspüren ist, sowird mau unö auf dessen Jugendlichkeit verweisen und aufdie Zukunft vertrösten. Wir wollen die kommenden Wunderseiner Wirksamkeit in Ruhe und Geduld abwarten; wir ge-stehen aber aufrichtig, daß unsere Erwartungen nicht sehrgroß sind und erlauben uns, einstweilen in der alten Mei-nung zu verharren: der Unterricht in den klassischen Sprachenmache, wenn nicht den einzigen, doch einen sehr wesentlichenBestandtheil einer wahrhaft liberalen Erziehung aus. Einbeachtenöwerther Umstand, der aber meines Bedünkens nichtgerade gegen den Werth des Humanismus spricht, ist dieThatsache, daß in der Regel die heftigsten Gegner desselbenPersonen sind, die glücklich genug waren, in ihrer Jugendweder von lateinischen noch griechischen Lehrern geplagt zuwerden und somit dem Unglück einer klassischen Erziehunggänzlich zu entgehen.
Die Birmingham« Unitarier stehen im Rufe, viel Sorg-falt auf ihre Schulen zu verwenden; aber auch die andernDissentcr daselbst unterhalten Unterrichtsanstalten, denenGutes nachgeredet wird.
Da die arbeitenden Klassen die Mehrzahl der Bewohnerder Stadt ausmachen und deren Kinder natürlich auch inden Fabriken beschäftigt werden, so sind Lancastcrische undBell'sche Schulen in Birmingham ganz an ihrem Platze undmuß am Sonntag nachgeholt werden, waö man an Werk,tagen zu versäumen gezwungen ist. In einer einzigen Bell'.