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ich Gnade für Recht ergehen lassen und Deiner Stadt dieauferlegte Buße schenken. Ich nehme Dich bei DeinemWort, sagte die hochherzige Godiva und Morgen um diebestimmte Stunde soll Deine Forderung ihre Erfüllung fin-den. In die Stadt zurückgekehrt, ließ fie deren Einwoh.nern das gegebene Versprechen bekannt machen, aber auchzu gleicher Zeit die bestimmte Erwartung aussprechen, daßsämmtliche Männer von Coventry um die nächste Mittagszeitin ihren Häusern sich befinden und kein Einziger die Unzart-heil haben werde, Augenzeuge ihres unfreiwilligen Umzuges zusein. Zur festgesetzten Stunde setzte sich Godiva in demvorgeschriebenen Zustand auf ihr Roß und durchritt in Be-gleitung einiger ihrer Frauen die, Straßen der Stadt.Niemand war in denselben zu sehen und Alles hatte sich indas Innere der Wohnungen zurückgezogen. Nur e i n Männ-chen konnte seine Neugierde nicht zügeln und stellte sichhinter eine Ecke, um von da aus unbemerkt den außer-ordentlichen Aufzug zu beobachten. DaS sürwitzige Schnei,derlein, denn ein solches soll es gewesen sein, wurde un-glücklicher Weise entdeckt und dessen Btldniß zur Strafe ander Ecke deö Hauses aufgestellt, in welchem der Frevelbegangen worden. Und heutigen Tages, obgleich seit demVorfall schon nahe an acht Jahrhunderte vorübergegangen sind,sieht man noch an besagtem Hause den Pecping Tom inseiner verstohlenen Stellung in die Straße herabschiclen.Was aber noch merkwürdiger ist, an einem gewissen Tageim Jahr reitet zur Erinnerung an die Heldenthat Godiva'sein Mädchen in fleischfarbener gestrickter Kleidung slrieot)als Gemahlin des Grafen Leofric'S in den Straßen vonCoventry herum, während langen Zeiten hindurch von Mayor