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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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In einem Punkte übertreffen nicht selten unsere über,seeischen Coachmen sogar moderne Dandies vom ersten Wasserund erlangen dadurch den legitimsten Anspruch auf »Oen-tilit^ und kagüion.« Sie besitzen nämlich jene Stoa und»impLssibilitv« des Geistes, welche Nichts in der Welt zubewegen im Stande ist und die als die Hauptmerkmale derheutigen Vornehmheit angesehen werden müssen. »M aämi-r-u-i« ist der erste Grundsatz englischer Coachmen und Dan-dies und daher mag es wohl auch kommen, daß jenseits desKanalS der Kutscherstand zu den „edlen" gerechnet wirdund bisweilen selbst „LordShips" oder anderes rdleS Blutsich demselben widmen, wie dieß Beispiele der neuen undneuesten Zeit beweisen.

ES wurde mir das Glück zu Theil, während der Fahrtvon Warwick nach Birmingham neben einem ausgezeichnetenExemplar besagter Menschengattung meinen Sitz einnehmenzu dürfen, welcher Umstand nicht wenig dazu beitrug, diemehrstündige Reise trotz des fallenden Regens unterhaltendzu machen. Wenn mein Coachman freiwillig auch keineSylbe hervorbrachte, so war er doch artig genug, niemalenauf eine an ihn gerichtete Frage die Antwort schuldig zubleiben, die indessen immer gedrängt und kurz ausfiel; undda derselbe, ich weiß nicht wie viele Jahrzehnte schon täg-lich die Straße zwischen beiden Städten befährt, so wußteer über die geringfügigste in seinen Gesichtskreis fallendeSache die allergenügendste Auskunft zu geben.

In keinem Lande ist wohl der Grundsatz der Vertheilungder Arbeit so allgemein durchgeführt, als in England; wo immermöglich beschäftigt sich Jeder ausschließlich nur mit seinembestimmten Gegenstand. Nirgends treffen wir dagegen aber