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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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kommen werde, da sie in den sichern Handen Faradan'Sruht. ES ist das Tagebuch, das Davy über seine berühmtenUntersuchungen im Laboratorium der Anstalt führte. Ichdurchblätterte dasselbe mit dem größten Interesse und hattedabei das nicht geringe Vergnügen, manche Stellen vondem würdigen Schüler des großen Meisters erläutert zuhören. Einen außerordentlichen Mann im Negligee zu sehen,gewährt einen ganz eigenthümlichen Reiz und ein Tagebuchdesselben, was ist es anders? Das was Davy der wissen,schaftlichen Welt in vollendeter Form und auf einmal gab,daö sieht man in dem fraglichen Tagebuch noch in seinenunvollkommensten und rohesten Anfängen und vom Unbe-stimmten in fortschreitender Ordnung zu immer größererKlarheit sich gestalten.

Die Art und Weise, in welcher ein Forscher zu bedeu-tenden Resultaten gelangt, ist häufig eben so unterrichtendund belehrend, als es diese selbst sind und eben weil dasWerdende in der Regel für unS einen noch höher» Reizhat, als das Fertige und Vollendete, inrcressiren uns auchso sehr die Studien großer Künstler, Schriftsteller undNaturforscher.

Während meines Aufenthaltes in London arbeitete icheinmal einen ganzen Tag lang mit Faraday in dem Labora-torium der llo^gl Institution und ich kann nicht umhin, zusagen, daß dieser zu den angenehmsten gehört, welche ichin der britischen Hauptstadt verlebte. Wir eröffneten unserTagwerk mit einem Frühstück und nach dessen Vollendungsteckte man mich in das Laboratoriumögewand meines Freun-des, was, alö ich in demselben den Damen vorgestellt wurde,zu nicht geringer Heiterkeit Veranlassung gab, da die

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