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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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zehn Pfunde als Eintrittsgeld/ und als jährlichen Beitragnoch vier weitere Pfunde.

Wer in besagte Gesellschaft aufgenommen werden will/hat zuerst nöthig / von sechs Mitgliedern schriftlich empfohlenzu sein/ und dann müssen diese Zeugnisse im Versammlungs-saale aufgehangen bleiben bis zum Wahltage. Die Abstim-mung über den Kandidaten geschieht durch Kugelung undeS müssen für denselben zwei Drittheile der Stimmen sicherklären/ um zum bellov ernannt zu werden.

Die Gesellschaft hat auch ausländische Mitglieder/ d. h.solche/ welche weder geborne britische Unterthanen noch Be-wohner der britischen Lande oder Besitzungen find. Damitein Ausländer diese Auszeichnung erhalte/ ist außer wissen-schaftlicher Eminenz noch erforderlich/ daß zwei Drittheileder einheimischen Mitglieder sich für die Wahl aussprechen.In keinem Falle darf aber die Zahl der auswärtigen bUlovsdie von fünfzig übersteigen. Der Gesellschaft ist schon derVorwurf gemacht worden/ daß sie sich bei der Aufnahmeeinheimischer Mitglieder bisweilen von politischen Rücksichtenleiten lasse und dabei aristokratische Gesinnungen an denTag lege; ich bin aber nicht unterrichtet genug/ um sagenzu können/ ob diese Beschuldigung Grund hat oder nicht/indessen eher geneigt/ letzteres als das Gegentheil zu glauben.

Die Geschäfte der Gesellschaft werden von dem Präsiden-ten geleitet/ dem ein Vorstand (6ounoil) beigegeben ist/ ausvier und zwanzig Mitgliedern bestehend. Zu ersterem wähltman gewöhnlich eine vornehme Person: einen Hochadeligcnoder gar einen Prinzen aus königlichem Geblüt; jedoch weichtman auch bisweilen von dieser Regel ab und stellt Männervon hervorragendem wissenschaftlichen Verdienst an die Spitze