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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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ständen Salmiak und die vielgebrauchte Soda gebildet werde.Auf diese neue Bereitungswcise des fraglichen SalzeS/ diemir eine eben nicht sehr ökonomische zu sein scheint, nahmer ein Patent und fand Leute, die ihm für das Recht derBenützung seines Verfahrens die schöne Summe von24000 Pfd. Sterl. bezahlten. Ein anderes Beispiel ahn-licher Art möge hier noch angeführt werden. Der leiderfür die Wissenschaft viel zu früh verstorbene Professor derChemie an der Londoner Univerfität, Herr Turner, spracheines Tages in seiner Vorlesung die Vermuthung aus, daßwohl manche chemische Prozesse unter dem Einflüsse desstark gespannten Wasserdampfcs rascher vor sich gehen dürf.tcn, als dieß unter den gewöhnlichen Umständen geschieht.Diese einfache Bemerkung wurde nicht vergeblich gemachtund hatte, wie man sogleich erfahren wird, nicht ganz un-bedeutende Folgen. Ein junger Student, der die VortrügeTurners besuchte, kam nach vollendeter Vorlesung zu demAssistenten des Professors, um denselben zu fragen, ob wohldie Verseifung in verschlossenen Kesseln nicht schneller alsin offenen Statt finden würde. Der Assistent meinte, daßdieß sehr wohl möglich sei und beide Leute kamen bald über-eil!, gemeinschaftlich Versuche über die Sache anzustellen.Die von ihnen im Kleinen gemachte» Proben fielen so be-friedigend aus, daß sie sich entschlossen, Versuche in einemgrößer» Maßstabe auszuführen. Sie schafften sich zu diesemBehufe einen Dampfkessel an und unterwarfen darin diezur Seifenbcreitung erforderlichen Materialien verschiedenengroßen Druckgewalten, bis sie endlich die Umstände ermittelthatten, unter welchen das günstigste Resultat erhalten wird.Die Ergebnisse dieser Untersuchungen setzten die Vortheile