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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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436
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Bedeutung der Milchstraße erkannt, wo der erste Doppelsternerblickt, wo daS Wogen der fernen Lichtniecre beobachtetwurde.

Die jetzige Beherrscherin der britischen Reiche hat beiihrer Thronbesteigung zwar dem Sohne Herschels die Würdeeines BaronctS ertheilt, um dessen eigenes Verdienst unddas des großen Vaters zu ehren; allein das Werk der Bc-lohnung und der Auszeichnung dürfte erst dann vollendetsein, wenn die Königin das Geschenk ihres Vorfahren inein Denkmal umgewandelt hat, gestiftet zur Verherrlichungdes Herschel'schen Namens und zur Aufbewahrung alles dessen,was der kühne Forscher hinterlassen.

Sir John Herschel hat das Glück, eine äußerst liebens-würdige und gebildete Gemahlin zu besitzen, die, unbeschadetihrer Weiblichkeit, der ersten aller Wissenschaften eine leb-hafte Theilnahme schenkt. Man erzählte mir in England,daß die Himmelskunde den ersten Faden in das schöne Bandgewoben, das jetzt die beiden Ehegatten umschlingt und be-kannt ist, daß Lady Herschel ihren Gemahl nach dem Kapder guten Hoffnung begleitete, wo derselbe vier Jahre ver-weilte, um die Fixsternenwelt der südlichen Himmelskugelzu erforschen.

Herscheln ist überdieß das beneidenswerthe Loos gewor-den, Vater einer zahlreichen Familie zu sein und derselbedarf, auch mit gesunden Knaben gesegnet, die schöne Hoff-nung hegen, daß sein HauS noch lange grünen und blühenwerde. Der älteste dieser Söhne, welcher jetzt etwa eilfJahre alt sein mag und mit dem ich mich im väterlichenGarten zu Slough gerne herumtummelte, ist zwar von etwaszartem Körperbau, zeigt aber die schönsten Anlagen und gibt