Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Ausser den reichen Silbergängen in den sächsischen, und böhmischenErzgebirgen, zeigen die reichen freyberger Bleygänge, und der in denböhmischen sowohl als sächsischen Gängen häufig eingemischte Kupferkieß,so wie die schlackenwalder und ehrenfriedrichsdorfer Zinngänge, und dieso häufigen derben glaskopfähnlichen Eisensteine in den Freybergergängen,daß der Gneiß beynahe für alle Metalle eine taugliche Gebirgsart feye.Nur Gold scheint hierinnen eine Ausnahme zu machen: denn noch hatman weder in den böhmischen noch sächsischen Gneißgebirgen kaum eineSpürung davon gefunden. Vorzüglich aber ist er für Silbergänge eineVortheilhafte Gebirgsart. Zinngänge sind im Gneiß weniger ergiebig, undauch weniger anhaltend, als im Granit, und auf Kupfer und Eisenwird meistens nur des Silbers wegen gebaut; Unter den Halbmetallensind der Kobold, und Arsenik die vorzüglichsten; Zink als Blende istebenfalls häufig den Gangarten beygemischt; Spießglas, Wißmuth,Nickel, und Braunstein selten, Quecksilber hingegen, kaum jemals indiesen Gebirgen anzutreffen. Seine Gangarten sind meistens Kalk,auch Thon, Schwerspath, Flußspath, Hornstein, und Quarz, doch hatdieser oft Kalk, oder Schwerspath mit eingemischt. .

So reich sich der Gneiß im sächsischen und böhmischen Erzge-birge beweist, so wenig hat man im Bannate, wo er zwischen 8L8ics.und KiMava ganze Berge ausmacht, ihn bisher edel befunden. Indeßhat er im schemnizer Gebirge gegen die Hoderiz auf dem altallerheiligenStollen bor Alters sehr reiche göldische Anbrüche geliefert, und nochimmer findet man durch das Aushauen der als taub zurückgelassenenMitteln seine Rechnung.

Als Gangart kömmt Gneiß wohl nie ausser in Gneißgebirgenselbst bor, so wenig als man ihn je über andere als Granitgebirge auf-gesetzt gefunden hat; die gneißartige Mischung, die das Hangende vonOrpeö Eifengrube bey Preßniz in Böhmen 0) Dessen liegendes Kalkstein

ist.

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