Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
Seite
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Zweite Klasse.

Zvfammengeküttete Gebirgsarten, ( 8nxs wnAlutinata; ketrL)

^^^ie unter dieser Klasse stehenden Gebirgsarten sind blos zufällig,und wahrscheinlich lange nach der Entstehung der vorhergehen-den Gebirgsarten gebildet worden, da sie einzig die Zerstörung dersel-ben als die erste Grundursache ihrer Entstehung anzusehen haben. Beydem langen Verweilen der Gewässer zwischen den ungeheuern Keßelnder Ursprünglichen Gebirge, mußte die Oberfläche derselben verschiedenleiden; da wo sie über das Wasser hervorragte, wurde sie durch dieVeränderungen des Dunstkreises langsam zerstöret, und ihre kleinge-machten Theile zukünftigen Sandschichten abgeschlemmet, da hingegen,wo sie vom Wasser bedekt waren, wurden sie theils langsam aufge-weicht und abgenutzt, theils durch stärkere Ströhmungen gewaltsamzerbrochen, ihre Bruchstücke fortgerollt, und zerrieben, und von diesemGrus bald kleine Gebirgszüge, bald Schichten und Lager formiret, jenachdem die Bewegung der Gewässer war.

Feiner zerribene Gebirgsarten dienten dem gröberen Grusgleichsam zur Kütte, die nach und nach verhärtete, und diese zerriebenelose Bruchstücke in mehr oder minder harte Massen verband, auch trughiezu das Einsintern der Wässer in schon erhärtete Steinmassen nichtwenig bey, die bey ihrem Eindringen mit verschiedenen Erdtheilchen be-laden , die Zwischenräumchen anfüllen, und so dem Steine mehr Kör-per gaben. Partikulare Ueberschemmungen überdekten ganze Gegendenmit weithergeführten Geschieben und Sand; die Veränderungen derFlußbete, daß Eingehen und Versinken mancher Erdschichten zeugtenVreccien und Sandbäncke; wir unterscheiden zwey Geschlechter für die-se Klasse, das Geschlecht der Vreccien, und das der Sandsteine.

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