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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Kalkerde hinweg gieng, erhärtete die übrig gebliebene Masse zum Kiesel,Achate oder Chalzedone.

So denke ich mir die Entstehung dieser Steine; und nun theilseinige Beweise dieser Theorie, theils die Erklärung einiger Erscheinun-gen , die sich bey anderen Theorien ungleich schwerer erklären lassen.Daß die eindringenden Tagwässer die Ursache -er Wassertrypfen in demChalzedon, oder Laven von Vinzenza seyen, hat-er würdige ProfessorFerberfin seinen Briefen über Italien S. 22.) vermuthet. DieseWassertropfen werden vielleicht allenthalben gegenwärtig gewesen seyn ;denn auch die, welche kein Wasser mehr enthalten, sind doch tzrößtentheilshohl; Herr Abbe Fortis fand in jenen von Vizenza ganz ähMiche Chal-zedone in der nemlichen Lava, die zwar hohl waren, aber keine Wasser-tropfen enthielten; Und selbst die in Sammlungen aufbcwarten Chal-zedone verlieren nach und nach das enthaltene Wasser. Konnte dasziemliche nicht bey allen Chalzedonen geschehen seyn, die inwendig Höh-lungen haben? daß diese Höhlungen so häufig vorkommen, daß selbeinnerlich immer kugelicht oder wellenförmig aussehen, und daß dieAchate, wenn sie ausgefüllt angetroffen werden, meistens durch heteroge-ne Körper, als durch Eisenthone, Kalkspath, Kalktropfstein u. s. w.ausgefüllet sind; alles dieses erhebt meine Vermuthung fast bis zurGewißheit.

Sind die Höhlungen", wie es oft geschieht, mit Quarz ausge-füllt, so ist dieser entweder kristallifirt; dieses setzt eine Säure, eineAuflösung, selbst Wasser voraus; denn wenn ich auch eine Kriftallisa-tion im troknen Wege zugebe, so geschieht selbe schwerlich, ausser bey me-tallischen Krwpern : oder der Quarz ist derb, manchmal konzentrisch strah-licht; und dann mag zu viele Erdennasse da gewesen seyn, als daß sie zumKristallisiren Platz gehabt hatte; sie mag aber auch zu rein gewesenseyn; denn sonst wäre die ganze Kugel Chalzedon geworden. Vielleichtist auch diese Quarunasse erst später hineingekommen. Eine Vermu-thung, die die verschiedenen Farveänderungen und Lagen dieser Quarzeund noch die Bemerkung für sich hat, daß sehr viele Achate und Chal-zedone eine Art von Kanal haben, der von der Oberfläche sich in die

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