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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Wien nach St. Pölmr.

s war den 9^" Wonnemonds als ich meine Reise antrat. Un-"gerne verließ ich Wien zu einer Jahreszeit, die so viele rei-zende Annehmlichkeiten gewährt. Der göttliche pratcr und der ange-nehme Augarten waren bereits mit dem herrlichsten Grün überdekt,unter dem mir Philomele so oft ein entzükendes Morgenlied sang.Mann kann sich in der That kein reizenderes Vergnügen denken, als indiesen Frühlingstagen einen Spaziergang in diese zween Freudensplätzeder Wiener zu machen, wo sich der Duft der aufteimmenden Blüthemmit ganzer Wollust einathmen, und der Hypochonder des traurigen'Winters wieder zerstreuen läßt. Allein die Begierde nach Unterrichtspornte meinen Entschluß, und so verließ ich meillen Lieblingsort, inder Absicht, die salzburgjschen Gebirge zu besuchen.

Sobald man zur sogenannten Mariahülferlinie hinausfährt,,sieht man sogleich einige schöne Landhäuser, und von ferne auch daskaiserliche Luftschloß Schönbrunnwelches nur eine halbe Meile vonder Stadt entfernt ist.

Zur linken Hand liegt GUmpendorf, alwo sich ein grossesMilitair - Hospital, und eine schöne Seidenbandfabrik befindet. In er-ster» ließen Sr. Majestät der Kaiser erst vor kurzem em prächtiges

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