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Kabinet alter chyrurglschen Instrumenten einrichten, die gröstentheilsvon Silber sehr kostbar gearbeitet sind. Zur rechten hingegen bleibtein schöner Mayerhof, der Gonnenhof genannt, welcher den Karme-litern gehört.
Das Getreide stand hier bereits einen Fuß hoch, und manwar eben im Begriffe, den Hafer und Weizen zu sochern, dasheißt, die Helfte derselben mit der Sichel wegzuschneiden, um ihn alsein angenehmes und sehr milchendes Futter den Kühen vorzuwerfen.
Ungeachtet hier noch ganz ebner Boden ist, so hat man seiteinigen Jahren doch angefangen, Weingärten darauf zu Pflanzen,und man war eben mit Steckenschlagen in denselben beschäftigt. Eswerden sowohl rothe als weisse Trauben darin gezogen, die einen ganzguten Wein geben.
In einer kleinen Stunde fährt man Gch-nbrunn vorbey,das gewis einen aufmerksamen Besuch jedes Fremden verdient.
Das Gebäuve dürfte sich zwar eben nicht jedermanns Bewun-derung erwerben; desto mehr aber der prächtige Garten, welcher, denFasangarten mitgerechnet, einen Umfang von 1500 Klafter hat, undaus einem Frucht-Blumen-Thier-und Lustgarten besteht. Ich kannmich nrcht einlassen, die Merkwürdigkeiten desselben alhier zu beschreiben,zumal, da bereits eine andre Feder mit dieser Unternehmung beschäf-tigt seyn soll. Doch will ich jene Gegenstände kürzlich berühren, dieeine besondre Aufmerksamkeit verdienen, a) Das Gloriee auf einembeträchtlichen Hügel mitten im Garten. Es ist ein gemauertes ineinem sehr edeln Geschmake aufgeführtes Lusthaus, das die reizendsteAussicht auf die Stadt und alle umliegenden Gegenden gewährt,b) Eine noch nicht ganz fertige Fontaine mit kolossalischen Figurenvon weißen salinischen Marmor. Das Hauptsujet ist Neptun, demeine Najade eine Schalle mit Wasser reicht, ohne der vielen Attributenzu erwähnen. Kenner werden an diesen Figuren gewis den richtigen Ge-^schmak des Künstlers bewundern, e) Ein Grottenwerk mit einem
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