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Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Zweyter Jahrgang.]
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Die Felder waren mit Roggen, Weizen, gröstenthcils abermit Haber bebaut, welchen man, wie um Wien, häuffig socherte.Doch sah' ich auch sehr viele Brachen, besonders zwischen persling undSr. polten , auf denen ziemlich zahlreiche Heerden weisser Schafe ihremagere Weide suchten.

Bis zur Manch , welche zwischen Vurkersdorf und Sieghares-kirchen liegt, sah' ich nicht ein einziges Kleefeld, und von hier bis St.polten in allem nur vier. Die schönsten davon sind bey pottenbrunn,einem Schlosse, das Sr. Exc. dem Herrn Grafen v. pergen gehört.Es ist in der That zuverwundern, -aß der Kleebau in Unterösterreichnoch so schwach betrieben wird, da er doch in dem angränzenden Ober-österreich in seinem vollkommenen Flor steht. Die Ursache scheint wohldarin zu liegen, daß man sich bisher mit Aufsuchung des Mergels,ohne welchem der Kleebau in einem von Natur nicht sehr fruchtbarenBoden nicht wohl gedeiht, keine Mühe gemacht hat; andern Theils mö-gen auch die natürlichen Wiesen, welche in diesen Gegenden nicht seltensind, genügsames Heu liefern.

Der Ackerbau wird aber, wie es schon der Engländer, HerrMarschall bemerkt hat, nicht auf das beste betrieben. Ich bemerkteunter andern, daß man in den meisten Gegenden gewohnt ist, sehr flachzu pflügen, welches in einem schweren thvnigten Boden gewis schädlichist; der Sommer mag naß oder troken seyn. Auch sah' ich an vielenOrten, daß der Dünger auf dem Felde so lange liegen bleibt, ohne ihneinzuakern, bis er ganz verdort ist.

Nicht weit von Vurkersdorf fängt sich der grosse Buchenwaldan, welcher unter dem Namen des Wienerwaldes bekannt ist. Indiesem Walde entspringt die Wien, wovon die Residenz des deutschenOberhauptes den Namen hat. Der ganze Wald besteht aus Laubholz,und zwar gröstenthcils aus Buchen, doch sieht mau unweit Vurkersdorfauch einige Kiefern und Fichten.