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Der Srrenberg ist ein hoher ziemlich ausgedehnter Hügel,dessen Boden aus eitel Thon besteht, aber durchgehend mit Mergellvkerer gemacht wird. Die Landwirthschaft steht in dieser Gegend aufeinem vorzüglich gutem Fusse; insonderheit ist hier die Viehzucht vongrosser Wichtigkeit. Alles dies hat man grvssentheils dem Beyspiele desHrn. Postmeisters Gembcrley zu verdanken, als welcher sehr viele sei-ner Nachbarn bewog, ihre Aecker nach seiner Vortheilhaften Methodezu bestellen. Man hat in dieser Gegend keine Gemeinwei-en mehr, sehrwellige Brachen, und einen Ueberflus an Klee. Da, wo der Stall-dünger nicht zureichen will, gebraucht man Dünger, den Hrn. Gcmber-ley erfand , und wovon er immer einige Gruben voll hat. Er nimtnämlich einen Mezen Lehm (Thon) und vermischt solchen mit ebenso viel Schaf - Tauben - und Hünnermist, und etwas Asche; bringtdiese Mischung in eine dazu vorgerichtete Grube, mischt das Gemengewohl untereinander, befeuchtet es mit Mistlauge, schlägt es kurz vordem Gebrauche in Kuchen, troknet diese, und führt sie entweder ausseine eigne Felder, oder verkauft sie. Alda werden diese Kuchen zer-schlagen, und so auf dem Felde soviel möglich gleich zerstreut. Sie thun -auf einem kalten Thonboden, und beym Kleebau vorzüglich gute Dienste.
' Vom Gtrenberg kömt man nach Enns, der ersten Stadt inOberösterreich. Der Weg geht durch einen ziemlich beträchtlichenFichtenwald, der Enserwald genannt; der Boden ist gröstentheilssandartig. Der Kleebau wird immer beträchtlicher und die Mergel-gruben immer zahlreicher.
Enns ist ein ganz artiges Städtchen, an dem Flusse gleichesNamens. Mitten auf dem Plaze steht ein Thurm von Kalkbreccia,unter dessen Gewölbe eine grosse Rippe aufgehangen ist, die für dieRippe eines Riesen ausgegeben wird, und wahrscheinlich nichts anders,als die Rippe eines Eleph mtens od.r andern grossen Thieres ist. Uebri-gcns ist hier eine beträchtliche Kattunfabrik, und ein starker Eisenhandel.
Von Enns bis Linz sind nur noch i z Posten oder z deut-sche Meilen, die man auf einem sehr angenehmen Weg zurük legt;
dann